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Muskelkrämpfe

Muskelkrämpfe bei Sportlern entstehen meist durch Überlastungen

Bei Muskelkrämpfen ziehen sich einzelne Muskelfasern unwillkürlich und stark zusammen, was mit großen Schmerzen in dem betroffenen Körperteil verbunden sein kann. Ein Muskelkrampf (auch Spasmus) kann an fast jeder Stelle des menschlichen Körpers auftreten, bei Läufern sind aber meist die Muskeln der Waden, der Oberschenkel und der Zehen betroffen.
Die Hauptursache für das Entstehen von Krämpfen in der Muskulatur ist dabei eine sportliche Überlastung, durch die der Muskel an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit kommt und sich durch das Zusammenziehen vor weiteren Belastungen schützt. Bei einem Muskelkrampf müssen die betroffenen Sportler daher sofort pausieren und versuchen, den verkrampften Muskel durch eine Streckung in Gegenrichtung der Kontraktion zu entspannen.

Muskelkrämpfe kommen aber nicht nur bei Sportlern vor. Auch vielen Nichtsportlern sind sie nicht unbekannt, denn vor allem die nächtlichen Wadenkrämpfe suchen viele Menschen heim.

Muskelkrämpfe lassen sich in klonische und tonische Krämpfe unterscheiden. Ein klonischer Muskelkrampf ist durch schnelle rhythmische Zuckungen antagonistischer Muskeln gekennzeichnet, während ein tonischer Krampf ein lang anhaltender Dauerkrampf einzelner Muskeln ist.

Die unterschiedlichen Benennungen der Muskelkrämpfe beziehen sich hingegen auf die Körperstelle, wo die Krämpfe auftreten: Tritt ein Muskelkrampf in der glatten Muskulatur eines Hohlorgans auf und ist mit krampfartigen Leibschmerzen verbunden, wird von einer Kolik gesprochen. Abgesehen vom Herzen, können in allen Hohlorganen Muskelkrämpfe auftreten – also auch im Magen, in der Gallenblase, im Darm, in der Blase und in den Nieren.

Die bei Sportlern häufigen Muskelkrämpfe oder Spasmen betreffen allerdings überwiegend die quer gestreifte Muskulatur der Beine oder – etwa bei Tennisspielern – die der Arme. Sind die Blutgefäße von Verkrampfungen betroffen, wird dies als Vasospasmus bezeichnet, und Krämpfe in den Bronchien heißen Bronchospasmen. Muskelkrämpfe im Kehlkopf tragen die Bezeichnung Laryngospasmus, und krampfartige Zuckungen am ganzen Körper sind als zerebrale Krampfanfälle bekannt.

Symptome des Muskelkrampfes

Erstes Symptom eines möglicherweise bevorstehenden Muskelkrampfs ist ein Muskelzucken. Dieses Muskelzucken ist bereits eine Verkrampfung, die allerdings nur sehr wenige Muskelfasern betrifft und keine Beschwerden verursacht.

Die “richtigen“ Muskelkrämpfe hingegen äußern sich in ziehenden, stechenden oder reißenden Schmerzen, die mit einer Verhärtung des betroffenen Muskels einhergehen. Die Dauer eines Krampfanfalls kann von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden andauern. Die Bewegungsfähigkeit des von Muskelkrämpfen betroffenen Körperteils ist zumindest stark eingeschränkt, wenn sie nicht ganz unmöglich ist.

Bei Sportlern treten die beschriebenen Symptome häufig bei längeren Trainingsläufen auf, und zwar vornehmlich auf den letzten Streckenabschnitten, wenn die Muskeln anfangen, zu ermüden. Aber nicht nur Sportler können unter den plötzlich auftretenden Muskelkrämpfen in den Oberschenkeln oder Waden leiden. Gerade nächtliche Wadenkrämpfe suchen Sportler wie Nichtsportler gleichermaßen heim. Während sie bei Sportlern oft auf eine Überanstrengung der Beinmuskulatur zurückzuführen sind, liegt die Ursache der Muskelkrämpfe bei sportlich inaktiven Personen häufig in einer Unterversorgung mit Magnesium, also einer Störung des Elektrolythaushalts.

Die Ursachen von Muskelkrämpfen

Jeder Muskel setzt sich aus einer Vielzahl von Muskelfasern zusammen. Über die mit ihnen verbundenen Nerven geschieht die Weiterleitung von Reizen, die das Gehirn aussendet, um die Muskelfasern zur Kontraktion anzuregen. Auf jede solche Muskelanspannung muss anschließend wieder eine Muskelentspannung erfolgen. Bei unwillkürlichen Nervenreizen, wie sie bei Muskelkrämpfen auftreten, ist der Muskel aber nicht mehr in der Lage, sich zu entspannen.

Als mögliche Ursachen von Muskelkrämpfen kommen dabei folgende in Frage:
  • Durch Überlastungen kann es zu Stoffwechselstörungen in der Muskulatur und Ermüdungen der Muskelfasern kommen. Ein zu intensives Sporttraining, zu hohe Laufumfänge oder zu rasche Trainingssteigerungen führen unter Umständen zu einer übermäßigen Aktivität und Irritation der Nervenbahnen, worauf der überforderte Muskel mit Krämpfen reagiert.
  • Die Ursache für sporttypische Muskelkrämpfe wie Krämpfe der Oberschenkel- oder Wadenmuskulatur liegt oft auch in einer Störung des Elektrolythaushalts begründet. Bei hohen Außentemperaturen oder starkem Schwitzen sind solche Muskelkrämpfe häufig auf einen Kochsalzmangel, einen Mangel an Magnesium sowie eine beginnende Dehydrierung zurückzuführen.
  • Treten die Muskelkrämpfe nicht unter sportlicher Belastung, sondern vor allem im Ruhezustand auf, liegt nicht selten ein Mangel an dem Mineralstoff Calcium vor. (Bei nächtlichen Wadenkrämpfen hingegen scheint der Magnesiummangel die vorherrschende Ursache zu sein.)
  • Auch Kälte kann Muskelkrämpfe auslösen, was häufig dann der Fall ist, wenn jemand aus der Wärme plötzlich in die Kälte kommt.
  • Psychischer Stress kann ebenso dazu führen, dass sich Muskeln verkrampfen, und auch die Einnahme mancher Medikamente kann Spasmen im Körper auslösen.
Treten die Muskelkrämpfe als Koliken in der glatten Muskulatur der Hohlorgane auf, können die Ursachen dafür unter anderem in einer Blinddarmentzündung, Nieren- oder Gallensteinen, einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, einem Morbus Crohn oder auch einer Bauchhöhlenschwangerschaft liegen. An einem generalisierten Krampfanfall können Fieber, Meningitis, Epilepsie oder Tetanus, aber auch der Entzug von Drogen oder Alkohol Schuld sein.

Die Diagnose bei Krämpfen und Koliken

Nachdem der behandelnde Arzt sich aufgrund der Schilderungen des Patienten ein Bild von den möglichen Ursachen dieser Muskelbeschwerden gemacht hat, schließt sich die gründliche körperliche Untersuchung an. Um die Konzentration der Elektrolyte (vor allem Natrium, Calcium und Magnesium) zu bestimmen, wird meist auch eine Blutuntersuchung vorgenommen, da es bei Spasmen der Skelettmuskeln oft zu Störungen in diesem Bereich kommt.

Äußern sich die Muskelkrämpfe kolikartig und besteht der Verdacht auf eine Kolik in einem Hohlorgan wie Magen, Darm, Niere oder Blase, so können weitere Untersuchungen mit Ultraschall, Röntgenstrahlen oder der Computertomographie vorgenommen werden. In einigen Fällen kann auch eine Liquorpunktion (Hirnwasserpunktion) erforderlich sein, um die genaue Ursache der Muskelkrämpfe herauszufinden.

Erste Hilfe bei verkrampften Muskeln

Wenn ein Muskelkrampf ausgerechnet während eines Wettkampfs auftritt, ist das sehr ärgerlich, da kein Weg daran vorbeigeht, sofort eine Laufpause einzulegen, den schmerzenden Muskel in Gegenrichtung des Krampfes zu dehnen und dadurch die verkrampfte Muskulatur reflexartig zu entspannen. Zehn bis zwanzig Sekunden sollte diese Dehnung in etwa dauern, woran einige Lockerungsübungen angeschlossen werden können.

Sehr hilfreich bei Muskelkrämpfen sind sehr warme Bäder oder der Besuch einer Sauna, sowie auch Wärmebehandlungen wie das Einreiben der verkrampften Muskeln mit durchblutungsfördernden Salbenoder Franzbranntwein, und leichte Massagen der betroffenen Körperstellen.

Gegen die besonders lästigen nächtlichen Muskelkrämpfe in den Waden hilft es, sich sofort im Bett aufzusetzen, das verkrampfte Bein gerade auszustrecken und den Fuß nach oben zu drücken, wobei im Idealfall der Partner behilflich sein kann. Viele Menschen schwören auch auf eine in einem Glas Wasser aufgelöste Magnesium-Brausetablette, die sie den Rest der Nacht vor weiteren Muskelkrämpfen bewahrt.

Haben Läufer auffallend häufig und ohne erkennbare Ursache unter Muskelkrämpfen zu leiden, sollten sie nicht zögern, sich von ihrem Arzt gründlich auf mögliche Erkrankungen (wie Polyneuropathie) hin untersuchen zu lassen.

Die Therapie des Muskelkrampfs

So unterschiedlich die Ursachen von Spasmen bzw. Muskelkrämpfen sein können, so unterschiedlich ist auch die Vorgehensweise gegen die schmerzhaften Verkrampfungen der Muskulatur. Liegt dem Muskelkrampf eine Erkrankung zugrunde – zum Beispiel eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, Epilepsie oder ein Morbus Crohn -, so ist die Therapie dieser Grunderkrankung notwendig, um auch die Muskelkrämpfe in den Griff zu kriegen.

Ist die Ursache der Muskelkrämpfe in einer Blinddarmentzündung zu finden, ist in der Regel eine Operation notwendig. Verursachen Nierensteine die Muskelverkrampfungen, können die Steine zum Teil auch durch eine Stoßwellentherapie entfernt werden.

Handelt es sich bei den Muskelkrämpfen um die sehr häufig anzutreffenden nächtlichen Wadenkrämpfe, besteht die Therapie oft in der Verordnung eines Magnesium-Präparats, da in vielen Fällen ein Mangel an diesem Mineralstoff Krämpfen in der Wadenmuskulatur Vorschub leistet. Die von Wadenkrämpfen oder Muskelkrämpfen in den Zehen, Oberschenkeln oder anderen Körperteilen betroffenen Personen können zudem durch gezielte Dehnübungen dazu beitragen, dass sich die Beschwerden verringern.

Wie sich Muskelkrämpfe vermeiden lassen

Viele Muskelkrämpfe bei Läufern lassen sich vermeiden, wenn folgende Punkte zur Prophylaxe beachtet werden:
  • Regelmäßig Dehnübungen für die Beinmuskulatur durchführen, dabei aber nie in den Schmerz hinein dehnen, da sonst die Gefahr besteht, dass es zu Muskelfaserrissen kommt
  • Vor dem Lauftraining das Aufwärmen nicht vergessen
  • Umfangssteigerungen und Steigerungen der Trainingsintensität nur behutsam vornehmen, um zu starke Ermüdungen der Beinmuskulatur zu vermeiden
  • Ausreichend trinken und gerade bei hohen Außentemperaturen oder starkem Schwitzen das Trinkverhalten entsprechend anpassen, wobei nicht nur die Trinkmenge, sondern auch die Zufuhr von Natrium erhöht werden sollte (natriumreiche Sportdrinks, Salzstangen oder Brezeln), damit kein Muskelkrampf entsteht
  • Auf längeren Läufen sollten Sportgetränke mitgeführt werden, um die entstehenden Elektrolytverluste rasch ausgleichen zu können und so Muskelkrämpfen vorzubeugen. Eine Faustregel lautet: Alle 20 Minuten einen halben Becher voll trinken!
  • Wenn eine gesunde Ernährung die Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen nicht sicherstellt, können Nahrungsmittelergänzungen mit Magnesium und Calcium helfen, das Risiko für Verkrampfungen in der Muskulatur zu verringern, wobei bei nächtlichen Wadenkrämpfen dem Magnesium eine bedeutende Rolle zugeschrieben wird.
  • Da Alkohol das Risiko für Muskelkrämpfe erhöht, sollte der Alkoholkonsum auch aus diesem Grund stark eingeschränkt werden.

Übungen gegen alle Arten von Muskelkrämpfen

Nicht nur Sportler können unter schmerzhaften Muskelkrämpfen leiden, auch langes Arbeiten am Computer kann zu Verkrampfungen in bestimmten Muskelgruppen führen. Für jede Art von Muskelkrampf gibt es aber hilfreiche Übungen, durch die sich die betroffenen Muskeln wieder entspannen lassen:
  • Muskelkrämpfe an der Vorderseite des Oberschenkels: Hinstellen oder auf die Seite legen, das Fußgelenk mit einer Hand umfassen und das Bein von hinten an sich heranziehen. Anschließend das Bein ausstrecken und die Übung wiederholen.
  • Muskelkrämpfe an der Rückseite der Oberschenkel: Mit einer Hand nach den Zehen des von Muskelkrämpfen betroffenen Beins greifen und dabei das Bein durchstrecken. Mit der anderen Hand dabei ganz leicht auf das Knie dieses Beines drücken.
  • Wadenkrampf: Gegen nächtliche Wadenkrämpfe oder Wadenkrämpfe beim Sport hilft es, die Zehen des betroffenen Beins zu umfassen und kräftig zum Schienbein hin zu ziehen. Krampflösend wirkt es sich auch aus, wenn aufgestanden und fest mit dem entsprechenden Bein auf den Boden oder gegen eine Wand getreten wird.
  • Muskelkrämpfe in den Zehen: Die Zehen kräftig zu sich hin ziehen, anschließend alle nacheinander gut massieren und dann eine Weile umhergehen, um die Durchblutung weiter anzuregen.
  • Krampf im Unterarm: Beide Handflächen aneinander legen und die Hände so drehen, dass die Fingerspitzen zur Brust zeigen. Dann die Hände wieder zurückdrehen und die Arme weit von sich strecken. Mehrere Male wiederholen.
  • Muskelkrampf im Oberarm: Die Hände zu Fäusten ballen und mit den gegeneinander gelegten Handballen die Fäuste vor der Brust fest gegeneinander drücken. Nun die Handballen mehrmals von der Brust weg und wieder zu ihr hin bewegen, und die Arme zwischendurch weit ausstrecken.
  • Muskelkrämpfe im Nacken: Beide Arme an den Hinterkopf legen und einige Male mit den Ellenbogen nach vorn und auch nach hinten kreisen.
  • Magenkrämpfe: Auf den Rücken legen, beide Beine anziehen, die Unterschenkel mit den Händen umfassen und die Knie Richtung Brust ziehen. Anschließend die Beine wieder durchstrecken. Bei Magenkoliken, aber auch bei anderen Verkrampfungen der inneren Organe (Blase, Nieren) sollte unbedingt durch einen Arzt die Ursache geklärt werden!
  • Muskelkrämpfe sind unwillkürliche, starke und schmerzhafte Muskelanspannungen, auf die keine Entspannung erfolgt.
  • Ein Muskelkrampf tritt bei Läufern meistens im Bereich der Waden und Oberschenkel auf, aber grundsätzlich kann fast jeder Muskel im Körper von Krämpfen betroffen sein.
  • Die Hauptursachen für das Auftreten eines Muskelkrampfs sind sportliche Überlastung oder eine Störung im Elektrolythaushalt.
  • Manche Muskelkrämpfe sind nicht harmlos, da etwa Koliken oder generalisierte Krampfanfälle ernste Erkrankungen zur Ursache haben können.
  • Bei Muskelkrämpfen muss das Lauftraining sofort unterbrochen und der schmerzende Muskel entgegen der Kontraktionsrichtung gedehnt werden.
  • Durch spezielle Dehnübungen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine gute Mineralstoffversorgung und das Vermeiden von sportlicher Überlastung kann schmerzhaften Muskelkrämpfen in vielen Fällen vorgebeugt werden.
Quellen und weiterführende Links:
Foto: unsplash.com