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Ermüdungsbruch

Ermüdungsfrakturen entstehen durch lange Überlastung

Im Gegensatz zu einem akuten Knochenbruch handelt es sich bei einem Ermüdungsbruch um die Folge einer sich ständig wiederholenden und lang andauernden Belastung eines Knochens – quasi um eine „Materialermüdung“.
Es werden zwei Formen von Ermüdungsbrüchen unterschieden – zum einen die Stressfraktur, die bei gesunden Knochen infolge einer Dauerbelastung auftreten kann, und zum anderen die Insuffizienzfraktur, die durch Überlastung von erkrankten Knochen entstehen kann. Ermüdungsbrüche, von denen Läufer in seltenen Fällen betroffen sein können, kommen an den Partien des Fußskeletts sowie den Ober- und Unterschenkelknochen vor. Einer der am häufigsten vorkommenden Ermüdungsbrüche ist dabei die Marschfraktur – ein Bruch im Mittelfußknochen.

Wie Ermüdungsbrüche entstehen

Ist die belastende Kraft zu gering, um einen akuten Knochenbruch zu verursachen, verändert sich das Knochengewebe über einen längeren Zeitraum derart, dass es zu kleinen Rissen und Spalten kommt. Diese Mikrofrakturen versucht der Körper dadurch auszugleichen, dass er vermehrt Knochensubstanz bildet. Dieser Vorgang des Ab- und Aufbaus von Knochengewebe ist es, der bei andauernder Überlastung zur Fraktur führt. Der Bruch des Knochens setzt bei der Ermüdungsfraktur also mit zeitlicher Verzögerung ein und ist das Resultat eines länger andauernden Prozesses.

Die möglichen Ursachen von Ermüdungsbrüchen

Ganz allgemein liegt jeder Ermüdungsfraktur eine lang andauernde Überlastung zugrunde, die die Belastbarkeit des Knochens übersteigt. Handelt es sich nicht um eine Insuffizienzfraktur, sondern um die Stressfraktur eines gesunden Knochens, sind die Ursachen häufig in plötzlichen Veränderungen des Laufumfangs, der Laufgeschwindigkeit oder des Laufuntergrunds zu finden. So werden Ermüdungsbrüche zum Beispiel bei einem Wechsel von weichem Laufboden (wie Waldboden) auf harten Untergrund (z. B. Asphalt) begünstigt und ebenso bei Laufstrecken von über 30 Kilometern.

Das Risiko, sich eine Ermüdungsfraktur zuzuziehen, wird darüber hinaus auch durch starke Gewichtsveränderungen des Läufers oder – vor allem bei Frauen – durch einen zu geringen Wadenumfang, zu wenig Muskelmasse und zu schmale Schienbeinknochen begünstigt.

Die Symptome eines Ermüdungsbruchs

Die Ermüdungsfraktur beginnt meistens mit schleichenden Symptomen wie einem leichten Schmerz im betroffenen Knochen, der unter Trainingsbelastungen zunimmt und in Ruhephasen nachlässt. Mit fortschreitender Erkrankung können sich Dauerschmerzen entwickeln. Die Belastbarkeit des betroffenen Knochens nimmt stetig ab, wobei es aber nur selten zu einem völligen Funktionsverlust kommt. Neben Schmerzen und Funktionseinschränkungen können Ermüdungsbrüche auch von Rötungen und Schwellungen der oftmals erwärmten Körperpartien begleitet sein.

Die anfangs nur leichten Beschwerden, die mit einem Ermüdungsbruch einhergehen, verleiten manche Sportler dazu, mit einem Besuch beim Arzt zu warten und diesen erst aufzusuchen, wenn sich die Symptome verschlimmern.

Die Ermüdungsfraktur diagnostizieren

Zur Diagnose eines Ermüdungbruchs kommen Röntgenstrahlen sowie die Computertomographie, die Magnetresonanztomographie und die Skelettszintigraphie zum Einsatz, wobei vor allem mit den beiden letztgenannten Methoden die besten Ergebnisse erzielt werden. Mit ihrer Hilfe können schon kleinste Risse und Verminderungen des Knochengewebes sichtbar gemacht werden.

Wie ein Ermüdungsbruch behandelt wird

Abgesehen von schwer wiegenden Ermüdungsfrakturen, bei denen auch operative Verfahren in Erwägung gezogen werden müssen, reicht es bei einem Bruch im Anfangsstadium häufig aus, für eine Weile sportlichen Aktivitäten wie das Lauftraining einzustellen und dem ermüdeten Knochen die nötige Zeit zu geben, um sich von allein wieder zu regenerieren. Das dauert in der Regel sechs bis acht Wochen – in schweren Fällen auch bis zu sechs Monaten. In dieser Zeit ist die betroffene Körperpartie nicht voll belastbar.

Ist der Ermüdungsbruch bereits fortgeschritten, ist es oft mit einer Laufpause nicht getan, so dass zur Schonung des ermüdeten Knochens ein Gipsverband zum Einsatz kommt, um den Knochen ruhig zu stellen. Wenn nötig, wird der Läufer von seinem Arzt auch entzündungshemmende Schmerzmittel verschrieben bekommen. Die Regeneration unterstützend wirken krankengymnastische Übungen sowie Magnetfeld- und Calciumtherapien.

Nach erfolgreicher Genesung kann das Lauftraining vorsichtig wieder aufgenommen werden, wobei die Belastungen des vom Ermüdungsbruch betroffenen Körperteils nur allmählich gesteigert werden dürfen.

Ermüdungsbrüchen vorbeugen

Einem Ermüdungsbruch gesunder Knochen – einer Stressfraktur - lässt sich am besten dadurch vorbeugen, dass darauf geachtet wird, seinen Bewegungsapparat nicht dauerhaft durch zu hohe Laufumfänge zu überlasten. Leistungssportler sollten bei der Beurteilung einer möglichen sportlichen Überlastung einen Sportmediziner zu Rate ziehen.

Einer Prophylaxe von Stressfrakturen des Fußes dienen auch Laufschuhe mit guter Dämpfung, die die Stoßbelastungen abfedern.
  • Ein Ermüdungsbruch kann infolge einer lang andauernden Überlastung eines Knochens entstehen und äußerst sich zunächst nur durch leichte Schmerzen, die in Ruhephasen verschwinden
  • Die Ursache für Ermüdungsbrüche liegt zumeist in sportlicher Überlastung durch zu hohe Laufumfänge oder plötzlichen Wechsel auf harten Laufuntergrund
  • Gut gedämpfte Laufschuhe können das Risiko für Ermüdungsbrüche der Fußknochen reduzieren
Quellen und weiterführende Links:
Foto: pixabay.com