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12.09.2012 von

Deo

Weniger schwitzen und besser riechen mit dem richtigen Deo

Deo

Schweiß kühlt den Körper und schützt ihn vor Überhitzung. Gut einen halben Liter am Tag schwitzt jeder Mensch selbst ohne körperliche Betätigung, wer viel Sport treibt, kann auch ein Vielfaches dieser Menge transpirieren. Die Folgen sind Schwitzflecken und ein unangenehmer Körpergeruch, der durch den bakteriellen Abbau des Schweißes entsteht. 

Mit einem Deo kann nicht nur der Geruch überdeckt, sondern auch die Menge von austretendem Schweiß reduziert werden. Dazu werden einem Deodorant neben Duftstoffen Aluminiumsalze beigemischt, die die Schweißdrüsen verengen und so die Menge an Transpirant um bis zu 5o Prozent reduzieren. Diese Deos werden als Anti-Transpirant oder Anti-Persipant vermarktet und versprechen, 48 Stunden oder länger gegen Schwitzflecken und Schweißgeruch zu wirken.

Reine Parfümdeos werden nur noch selten angeboten, da sie den Geruch nur überdecken, die Schweißproduktion aber nicht beeinflussen. Einige Deodorants enthalten zusätzlich Alkohol, der die Haut desinfiziert und dadurch das Bakterienwachstum hemmt, so bleibt Schweiß länger geruchlos.

Ein Deodorant richtig anwenden

Ein Deodorant sollte immer nur auf die frisch gewaschene, trockene Haut aufgetragen werden. Wer mit Deo bereits vorhandenen sauren Schweißgeruch überdecken will, erzielt meist nur kurzfristig Erfolge, riskiert dabei jedoch Irritationen der Haut und Mitmenschen. Fehlt also nach dem Sport die Zeit zum Duschen, sollte besser auch auf ein Deo verzichtet werden.

Neben Parfüm können Aluminiumsalze die Haut reizen, aus diesem Grund sollte ein Deo nicht auf frisch rasierte Achselhöhlen aufgetragen werden. Experten empfehlen, nach der Rasur mindestens sechs Stunden zu warten, bevor ein Deodorant verwendet wird. Keine wissenschaftlichen Beweise gibt es hingegen für die Behauptung, Aluminiumverbindungen in einem Deo bedingten ein erhöhtes Krebs- oder Alzheimerrisiko beim Menschen.

Die antitranspirante Wirkung lässt sich verstärken, wenn das Deo am Abend aufgetragen wird, die Wirkstoffe können sich so optimal entfalten und bieten für den kommenden Tag den maximalen Schutz vor nassen Achselhöhlen und Schwitzflecken. Wer zum starken Schwitzen neigt, sollte zudem auf enganliegende Sportkleidung aus synthetischen Materialien verzichten und besser auf Naturfasern wie Baumwolle setzen. Viel trinken ist wichtig, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Ein Tee aus Salbeiblättern kann auf natürlichem Wege die Schweißproduktion des Körpers reduzieren.

Jeder Zweite bevorzugt Deosprays

Gut 60 Prozent aller Männer und 90 Prozent der Frauen in Deutschland verwenden täglich ein Deodorant. Die Industrie entwickelt daher stetig neue Deo-Produkte, die als Frauen-, Männer- oder Unisexvarianten angeboten werden und einen immer länger anhaltenden Schutz vor Achselnässe und Schweißgeruch versprechen.

Von den Anwendern greift mehr als jeder Zweite zu einem Deospray aus der Dose, das mit einem Treibmittel wie Propan, Butan oder Isobutan zerstäubt wird und durch die feine Vernebelung kein Nässegefühl auf der Haut erzeugt. Verewigten sich Sprühdeos früher mit unansehnlichen weißen Rändern auf der Kleidung, haben die Hersteller dieses mittlerweile in den Griff bekommen: Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 07/2011 Deosprays getestet, dabei hinterließ keines der 16 Deosprays im Test sichtbare Rückstände. 

Gutes Deo muss nicht teuer sein

Die Tester untersuchten Deosprays mit Preisen zwischen 0,85 und 4,00 Euro. Testsieger der Unisex-Deosprays wurde Garnier mineral, bei den getesteten Männer-Deos konnte Rexona men Sport den Testsieg einfahren. Beide Deosprays schützen auch nach 48 Stunden sicher vor Schweißgeruch und reduzieren die Schweißproduktion.

Auffällig ist das eher mäßige Abschneiden von Adidas action 3, das nur knapp mit "Ausreichend" bewertet wurde und sich im Vergleich zu einem früheren Test aus dem Jahr 2007 deutlich verschlechtert hat. Die Schweißminderung wurde im Test als mangelhaft bewertet, dafür schützt es sicher vor Schweißgeruch. Schlusslicht wurde das Deospray von Discounter Lidl, das Gibellini Anti-Transpirant Sport For Men, dessen versprochene Schweißminderung konnte im Test nicht nachgewiesen werden.

Deoroller gegen störenden Körpergeruch

Deoroller machen gut ein Drittel aller verkauften Deos aus, das Deo wird wie bei einem Kugelschreiber über eine drehende Kugel aufgetragen. Im Vergleich zum Spray wirkt ein Deoroller gezielt nur in der Achselhöhle, hinterlässt bei der Anwendung jedoch zunächst ein feuchtes Gefühl. 

Stiftung Warentest hat bereits 2007 Deoroller getestet, am besten wurde der in Apotheken erhältliche Deoroller von Vichy bewertet, der jedoch fast sechsmal so teuer ist wie der ebenfalls mit "Gut" bewertete Deoroller Duschdas Deo Roll-on Vitamin & Pflege. 

Hautbelastung durch Deo-Anwendung überschätzt?

Gesundheitliche Bedenken bei der Verwendung von Deoroller, Spray oder Stift sind nach Einschätzung von Stiftung Warentest unbegründet, die Hautschonung wurde bei allen getesteten Präparaten mit "Gut" bis "Sehr gut" bewertet, gestützt auf den subjektiven Einschätzungen der Probanten.

Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, etwa von Öko-Test. Dort wurden Deosprays und Deoroller im Labor untersucht, mit durchaus beunruhigenden Ergebnissen. Gefunden wurden bei einigen Deos allergieauslösende und sich im Körper anreichernde Duftstoffe, zudem wurden Silikonverbindungen in vielen Produkten nachgewiesen. Sie dienen einer gleichmäßigen Verteilung der Aluminiumsalze auf der Haut und stellen eine Belastung für die Umwelt dar. 

Menschen mit empfindlicher Haut können parfümfreie Alternativen wie einen Deo-Kristall verwenden oder auf Naturkosmetikprodukte zurückgreifen. Die schützen nicht so langanhaltend vor Schweißflecken und Geruch, ihre Anwendung ist dafür jedoch risikoärmer.

 

Foto: © Kaarsten - Fotolia.com

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SailipCef
26 Mai 2017 - 14:50

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