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17.08.2012 von

Laufverletzung an Hüfte und unterem Rücken

Hüfte und unterer Rücken sind besonders anfällig für eine Laufverletzung

Laufverletzung an Hüfte und unterem Rücken

Ein starker unterer Rücken und ein kräftiger Hüfbereich sind für Läufer von großer Bedeutung, aber oft ist gerade diese Körperregion durch eine unzureichende Muskulatur gekennzeichnet. Die Bereiche des unteren Rückens und der Hüften sind besondere Schwachstellen im menschlichen Körper und deshalb sehr anfällig für Laufverletzungen. Die überwiegend sitzende Lebensweise führt zu einer Verkümmerung dieser Muskelgruppen, die dementsprechend durch hohe Laufumfänge oder besonders intensives Training zu Überlastungserscheinungen und Laufverletzungen neigen. Beeinträchtigungen durch Bandscheibenvorfälle, Ischiasbeschwerden und Adduktorenschmerzen können ebenso die Folge sein wie Beschwerden in den Kniegelenken oder den Füßen, da die Schmerzen, die im Hüft- und Rückenbereich ihren Ursprung haben, in das gesamte Bein ausstrahlen können.

Welche Auswirkungen Laufverletzungen der Hüften und des unteren Rückens auf die Laufleistung haben

Laufverletzungen an den Hüften und im unteren Rücken gehen mit einer erheblichen Einschränkung der gesamten Laufleistung einher, da es die großen Muskelgruppen im Hüft- und Oberschenkelbereich sind, die für die Vorwärtsbewegung beim Laufen sorgen, Stöße abfangen und Knie und Füße in die richtige Position bringen. Die Hüfte und der untere Rückens bilden gleichsam das Zentrum der Kraftübertragung beim Laufen. Dieser Bereich ist der Ausgangspunkt vieler wichtiger Muskeln, die die Laufleistung bestimmen - die Gesäßmuskulatur, die Hüftlendenmuskeln, die Oberschenkelstrecker sowie die Adduktoren und Abduktoren, die für das Anziehen und Abspreizen der Beine zuständig sind.

Sind die Muskelgruppen im Bereich der Hüften und des Gesäßes nicht ausreichend ausgebildet oder zu verspannt, muss die Oberschenkelmuskulatur deren Aufgabe beim Laufen mit übernehmen, was die Mechanik des gesamten Beins stört und zu Überlastungen führen kann. Die unzureichende Hüftmuskulatur und die zu schwachen und verkürzten Gesäßmuskeln führen zu einem eingeschränkten Bewegungsradius beim Laufen, da die Hüft- und Oberschenkelstreckung nur vermindert möglich ist. Dadurch kommt es zu einer Verkürzung der Schrittlänge und einer schlechteren Verteilung des Körperschwerpunkts, was auf Kosten des Lauftempos und des Laufstils geht.

Laufverletzungen der Hüften und des unteren Rückens vorbeugen

Die Rumpfmuskulatur stärken ist die beste Vorbeugung gegen Laufverletzungen im Bereich der Hüften und des unteren Rückens. Besonders wichtig ist ein Training der geraden und schrägen Bauchmuskulatur sowie der geraden Rückenmuskulatur, da gut ausgebildete Muskeln den Bereich der Lendenwirbelsäule stabilisieren, die bei Personen mit einem sitzenden Beruf sowie schlecht trainierten Läufern oft das schwächste Glied in der Kette sind und dementsprechend anfällig für Laufverletzungen.

Wichtig sind auch regelmäßige Dehnübungen für die häufig verkürzte Muskulatur im unteren Rückenbereich, den Hüften und den Gesäßmuskeln, um Fehlstellungen und Einschränkungen der Beweglichkeit zu vermeiden.

Foto: @ Steven Frame - istockphoto

 

Fazit

  • Die Hüfte und der untere Rücken sind aufgrund einer überwiegend sitzenden Lebensweise besonders anfällig für Laufverletzungen
  • Verletzungen der Hüften und des unteren Rückens beeinträchtigen die gesamte Laufleistung und können durch ausstrahlende Schmerzen Beschwerden im ganzen Bein hervorrufen
  • Die beste Vorbeugung gegen Verletzungen im Bereich der Hüften und der Lendenwirbelsäule sind regelmäßige Dehnungs- und Kraftübungen für die Rumpfmuskulatur
 
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