Generell kann zwischen drei Laufstile unterschieden werden, die dadurch gekennzeichnet sind, mit welchem Teil des Fußes der Läufer als erstes aufsetzt: mit der Ferse, dem Mittel- oder dem Vorfuß. Der Fersenlaufstil wird am häufigsten beobachtet und hauptsächlich bei Langstreckenläufern. Dabei setzt die Ferse außen auf, während der Fuß eine nach innen zeigende Stellung einnimmt (Supination). Darauf folgt die Pronation, der Abrollvorgang, bei dem der Rückfuß leicht nach innen einknickt und der in eine erneute Supinationsstellung übergeht, bevor der Fuß auf den Boden aufsetzt.
Vorfußläufer, oft Sprinter, setzen den äußeren Bereich des Vorfußballens zuerst auf und beschreiben dann den gleichen Bewegungsablauf wie der Fersenläufer. Während beim Fersenläufer die Beinknochen, das Knorpelgewebe, die Sehnen und das Kniegelenk sehr in Anspruch genommen werden, sind beim Vorfußläufer die Aktivität der Wadenmuskulatur und die der Achillessehne sehr ausschlaggebend. Eher selten wird der Mittelfußstil angewendet, der durch seinen geringen Dämpfungsmechanismus weniger zu empfehlen ist. Er kann durch ein schnelleres Lauftempo gefördert werden, bei dem der Bodenkontakt mit dem äußeren, mittleren Teil des Fußes stattfindet.
Charakteristisch für den Senkfuß ist gerade im Vergleich zum Hohlfuß das Hinterlassen eines ganzen Fußabdruckes. Dies kommt durch das starke Einknicken des Fußes nach dem ersten Bodenkontakt durch die Ferse.
Unter X-Beinen versteht man eine krankhafte Deformierung der Beine, so dass diese nach innen stehen und von vorne betrachtet den Eindruck eines X erwecken. Dieses Phänomen ist nicht nur ästhetisch unansprechend sondern birgt auch einige Risiken für die Gesundheit.
Der Fersenlaufstil ist der am weitesten verbreitete Laufstil und deutlich weniger anstrengend als der Vorfußlauf. Darum ist er besonders für Anfänger und lange Strecken geeignet.
Neben dem Vorfuss- und Fersen-Laufen ist die dritte Technik der Mittelfußlauf. Er ist der Kompromiss zwischen Fersenlauf und Vorfußlauf. Bei dieser Technik wird versucht, die Vorteile der beiden anderen Laufstile miteinander zu verbinden und die Nachteile zu minimieren.
Im klaren Gegensatz zum Fersenlauf steht der Ballenlauf, der oft auch als Vorfußlauf bezeichnet wird. Sowohl die Landung als auch der anschließende Abdruck des Beins erfolgt im vorderen Bereich des Fußes, also auf dem Ballen und den Zehen.
Etwa fünf Prozent der Läufer haben einen so genannten Hohlfuß. Beim Hohlfuß, im Gegensatz zum Normalfuß, kommt es beim Laufen nach dem ersten Bodenkontakt mit der Außenferse, nur sehr eingeschränkt zum natürlichen Einknicken und Abrollen des Fußes.
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Vorfuß-, Mittelfuß- und Fersenlauf
Generell unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Laufarten: Der Fersen- oder Rückfußlauf, der Mittelfußlauf und der Vorfußlauf. Im weiteren werden die unterschiedlichen Laufstile vorgestellt.