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15.08.2012 von

Bluterguss

Der Bluterguss – Ursachen, Symptome und Behandlung

Bluterguss

Zu einem Bluterguss kommt es meistens durch einen Stoß, der zu einer Verletzung einer Arterie oder einer Vene führt. Dabei tritt Blut in das umliegende Gewebe aus, was mit einer Blaufärbung der Haut sowie Schwellungen und Schmerzen einhergehen kann.  Je näher die Verletzung an der Hautoberfläche liegt, desto deutlicher ist der Bluterguss zu sehen, der sich nach einigen Tagen zu verfärben beginnt und von Lila über Grün zu Gelb seine Farbe wechselt, bevor er vollständig abgeheilt ist.

In den meisten Fällen ist ein Bluterguss harmlos und heilt innerhalb kurzer Zeit von allein wieder ab. Es gibt aber auch Hämatome, die in ärztliche Behandlung gehören, da es außer Blutergüssen, die sich direkt unter der Haut bilden (Subkutane Hämatome) auch tiefer gehende Verletzungen gibt : Beim Intramuskulären Hämatom bildet sich der Bluterguss innerhalb des Muskelgewebes, und beim Periostealen Hämatom in der Knochenhaut (Quelle: onmeda.de).

Außerdem sind es nicht immer nur Stöße, die zu blauen Flecken führen, denn auch bestimmte Krankheiten können mit einer Neigung zu Hämatomen einhergehen. Zum Glück sind die meisten blauen Flecken aber ungefährlich und können mit einfachsten Mitteln selbst behandelt werden. Am besten orientiert man sich an der PECH-Regel, die auch bei diversen Sportverletzungen rasch Linderung der Beschwerden bringt.

Entstehung und Symptome des Blutergusses

Der Ausdruck Hämatom leitet sich vom altgriechischen Wort„haima“ (Blut) ab, wie auf de.wikipedia.org zu erfahren ist. In aller Regel kommt es infolge eines Stoßes zu den bläulich-roten Verfärbungen auf der Haut. Es gibt aber auch ernste Erkrankungen wie Hämophilie (Blutgerinnungsstörung), Leukämie oder Leberzirrhose, die dazu führen können, dass sich Blutergüsse ganz von selbst bilden. Auch Bluthochdruck, Arteriosklerose und die Einnahme von Blut verdünnenden Medikamenten können mit einer verstärkten Neigung zu spontanen Blutungen einhergehen.

De.wikihow.com zählt weitere Faktoren auf, die Einfluss auf die Neigung zu Blutergüssen haben können: So kann ein Mangel an den Vitaminen C (stärkt die Blutwände) und K (fördert die Blutgerinnung) dazu führen, dass es schneller zu einem Bluterguss kommt.  Auch Geschlecht und Alter spielen eine Rolle. Da die Haut mit den Jahren dünner wird, bekommen ältere Menschen schneller einen Bluterguss als junge. Und Frauen, die von Natur aus eine dünnere Haut und ein weicheres Bindegewebe besitzen als Männer, holen sich ebenfalls leichter einen blauen Fleck.

Neben der Verfärbung der Haut kommt es bei einem Bluterguss zu weiteren Symptomen wie Schmerzen und Schwellungen, die nach Angaben von onmeda.de typischerweise nicht direkt nach der Verletzung entstehen, sondern mit zeitlicher Verzögerung auftreten. Je stärker die Verletzung ist und je größer die Gefäße sind, die dadurch beschädigt werden, desto rascher treten die Symptome eines Blutergusses in Erscheinung.

Auch ein Hämatom, das dicht unter der Hautoberfläche liegt, macht sich schon wenige Stunden nach dem Stoß oder der Prellung bemerkbar, während es bei tief im Gewebe stattfindenden Blutergüssen unter Umständen erst nach Tagen zu Symptomen wie Schwellungen und Hautverfärbungen kommt.

Ein harmloser blauer Fleck heilt innerhalb von zwei bis drei Wochen von ganz allein vollständig ab, wobei ein charakteristische Farbwechsel der Haut zu beobachten ist: Die lila Verfärbung wandelt sich durch den, durch Enzyme in Gang gesetzten Abbau des Hämoglobins zuerst in die Farbe Grün um und im weiteren Verlauf in Gelb.

Blutergüsse (Blaue Flecken) selbst behandeln

Läufern und anderen Sportlern ist die PECH-Regel ein Begriff, die sich auch als Sofortmaßnahme bei Blutergüssen eignet: Pausieren, mit Eis kühlen, die betroffene Stelle kompressieren und anschließend hochlagern – und zwar genau in dieser Reihenfolge. Fitforfun.de empfiehlt bei Hämatomen eine Kühlung von mindestens 20 Minuten, wobei am besten spezielle Kältekompressen verwendet werden sollten. Sind die nicht vorhanden, kann auch mit Eis gekühlt werden, das aber nicht direkt auf den Bluterguss gelegt werden darf. Das in ein Tuch gewickelte Eis bzw. die Kältekompresse bewirkt, dass sich die Blutgefäße zusammen ziehen, das Blut langsamer ins umliegende Gewebe austritt und der Bluterguss so weniger stark ausfällt.

Auch durch das Hochlagern des schmerzenden Körperteils lassen sich die Symptome eines Blutergusses lindern, da sich der Blutfluss zur Verletzung durch diese Maßnahme ebenfalls verringern lässt. Stärkere Belastungen des verletzten Körperteils sollten unterbleiben, damit es nicht zu weiteren Gefäßverletzungen mit erneuten Einblutungen kommt.

Im weiteren Verlauf sind das Auftragen von entzündungshemmenden Salben mit den Wirkstoffen Heparin und Arnika hilfreich, um die Schmerzen zu lindern und die Schwellungen abklingen zu lassen. De.wikihow.com empfiehlt auch Cremes mit Aloe Vera oder Petersilie zur weiteren Behandlung von Blutergüssen und verrät ein „Geheimrezept“ aus China, das bei Hämatomen hilft: Ein Teil Cayenne Pfeffer wird mit fünf Teilen Vaseline vermischt und damit das Hämatom eingerieben. Die Website weist im Übrigen darauf hin, dass zur Schmerzlinderung bei traumatischen Verletzungen wie Blutergüssen auf das Schmerzmittel Aspirin verzichtet werden sollte, da es die Blutgerinnung hemmt und daher Hämatome begünstigen kann.

Bluterguss – Wann muss der Arzt aufgesucht werden?

Bei sehr großen Blutergüssen oder Hämatomen, die sehr häufig und scheinbar ohne Grund auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden, der den Ursachen der blauen Flecken auf den Grund geht. Der Arzt muss auch zu Rate gezogen werden bei Hämatomen im Bereich der Augen, des Kopfes und der Genitalien. Dasselbe gilt bei sehr starken Schmerzen und Lähmungserscheinungen.

Onmeda.de weist darauf hin, dass es bei Verletzungen größerer Blutgefäße zu hohen Blutverlusten und sogar zu Lebensgefahr kommen kann, weshalb sehr große Hämatome rasch ärztlich versorgt werden müssen. Außerdem müssen etwaige Begleitverletzungen wie Infektionen und Frakturen ausgeschlossen werden können.

Befinden sich die Blutergüsse in unmittelbarere Nähe eines Gelenks, kann unter Umständen ein chirurgischer Eingriff nötig werden. Da sehr starke Hämatome auch zu einem Kompartmentsyndrom führen können, ist in einigen Fällen das Herausschneiden des Hämatoms unumgänglich, um das Absterben von Nerven und Muskeln zu verhindern. 

Foto: © PeJo - Fotolia.com

 

Fazit

  • Ein Bluterguss ist meist die Folge eines Stoßes, wobei infolge der Verletzung der Gefäße, Blut ins umliegende Gewebe austritt.
  • Neben der typischen lilafarbenen Hautverfärbung treten als Begleitsymptome Schwellungen und Schmerzen auf.
  • Bei harmlosen Blutergüssen bringt eine Selbstbehandlung nach der PECH- Regel rasch Linderung der Beschwerden.
  • Um ernste Grunderkrankungen sowie Frakturen und Infektionen auszuschließen, sollte bei sehr starken oder ohne ersichtlichen Grund auftretenden Hämatomen ein Arzt aufgesucht werden.
 
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