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PECH-Regel

Sofortbehandlung nach Laufverletzungen

PECH-Regel

Verletzt sich ein Läufer beim Training, ist es wichtig, die Laufverletzung so schnell wie möglich zu behandeln. Als Sofortmaßnahme hat sich die so genannte PECH-Regel bewährt, die darin besteht, dass der Sportler als erstes

  • Pause macht und das Training sofort unterbricht
  • die verletzte Stelle mit Eis kühlt
  • einen Compressionsverband anlegt
  • und den verletzten Körperteil hochlagert.

Die PECH-Formel ist eine Eselsbrücke, die so einprägsam und leicht verständlich ist, dass sie sich jeder Sportler einprägen und ohne viel Nachzudenken im Ernstfall danach handeln kann. Nach Prellungen, Muskelzerrungen, Muskelfaserrissen, Bänderdehnungen und den meisten anderen Laufverletzungen nach der PECH-Regel vorzugehen hilft, die verletzten Körperteile vor weiteren Schäden zu bewahren und den Genesungsprozess so schnell wie möglich in Gang zu setzen.

Das PECH-Schema wurde von Professor Böhmer von der Orthopädischen Uniklinik Frankfurt entwickelt und dient jedem Sportler dazu, die notwendigen Schritte in genau der Reihenfolge einzuleiten, wie sie durch die einzelnen Buchstaben P E C H vorgegeben sind.

Die PECH-Regel - Pausieren, Eisanwendungen, Compressionen und Hochlagern – ist allerdings nur als Erstmaßnahme bei einer Verletzung zu verstehen. Sie kann die Symptome wie Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse lindern, aber keine Heilung bewirken. Sich selbst nach der PECH-Regel zu versorgen macht vor allem auch nicht den Besuch beim Arzt überflüssig, der die genaue Diagnose der Laufverletzung erstellen und die angemessene Therapie einleiten muss.

Die einzelnen Schritte des PECH-Schemas

In der PECH-Regel sind die Behandlungsmaßnahmen nach Sportverletzungen komprimiert zusammengefasst. Bei den einzelnen Schritten des PECH-Schemas ist dabei auf folgendes zu achten:

Pause: Viele Laufverletzungen verursachen so starke Schmerzen, dass dem Läufer gar nichts anderes übrig bleibt, als sofort eine Pause einzulegen, wie es die PECH-Regel als ersten Schritt vorsieht. Aber auch dann, wenn ein Weiterlaufen unter leichten Beschwerden möglich wäre, sollte eine solche Laufpause eingelegt werden, damit der Heilungsprozess sich nicht unnötig verlängert und sich die Schäden an Muskeln, Bändern, Knochen und Gelenken nicht weiter verschlimmern.

Eisauflage: Die erste Maßnahme nach dem Abbruch des Trainings ist das Kühlen der verletzten Stelle, was laut PECH-Formel am besten mit Eis geschieht. Im Notfall kann das Eispack natürlich auch durch kaltes Wasser ersetzt werden, das ebenso durch die Kühlung der verletzten Körperpartie schmerzlindernd und muskelentspannend wirkt und außerdem die auftretenden Schwellungen reduziert. Die Eiskühlung bewirkt zudem eine Verlangsamung des Stoffwechsels im verletzten Gewebe, so dass sich die Schäden nicht so schnell ausbreiten können. 

Über die Dauer der Kühlung entscheidet die Dicke der verletzten Muskulatur. So können zum Beispiel Laufverletzungen am Oberschenkel 45 Minuten beanspruchen, bis eine tiefenwirksame und lang anhaltende Kühlung erreicht wird, während bei Verletzungen am Knie oder am Knöchel schon 30 Minuten ausreichen können. Eventuell kann eine solche Kühlung nach einigen Stunden wiederholt werden, wobei aber bedacht werden sollte, dass das Kühlen unter Umständen den natürlichen Wundheilungsprozess behindern kann.

Wichtig: Eisauflagen nach der PECH-Regel dürfen nie auf die nackte Haut gelegt werden, da es sonst zu Kälteschäden kommen könnte! Auch offene Wunden dürfen nicht nach dem PECH-Schema behandelt werden!

Compression: Um das Anschwellen von verletzen Körperregionen so weit wie möglich zu reduzieren, sieht die PECH-Regel als nächstes das Anlegen eines Kompressionsverbands mit mäßiger Spannung vor, der zugleich dazu dient, den verletzten Bereich zu schonen und zu stabilisieren. Der Druckverband sorgt dafür, dass die Gefäße so eng gestellt werden, dass es zu keinen weiteren Blutungen kommt.

Hochlagerung: Der letzte Schritt der Erstversorgung von Verletzungen nach der PECH-Regel besagt, dass der verletzte Teil hoch gelagert werden sollte. Diese Hochlagerung kann Schwellungen und Einblutungen ins Gewebe verhindern oder zumindest reduzieren helfen. Eine Hochlagerung über Herzhöhe ist am effektivsten, da so der Rückfluss des Blutes optimal gefördert wird und Flüssigkeit, die aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe ausgetreten ist, leichter abtransportiert werden kann. Die Blutzufuhr wird hingegen durch das Hochlagern nach der PECH-Regel gedrosselt, so dass sich Schwellungen und die möglicherweise damit einhergehenden Schmerzen ebenfalls verringern.

 

Fazit

  • Bei den meisten Sport- und Laufverletzungen empfiehlt sich eine Erstversorgung nach der PECH-Regel
  • Die PECH-Regel ist die Abkürzung für: Pause, Eis, Compression, Hochlagerung
  • Die PECH-Regel sollte sofort nach einer Verletzung angewandt werden, um weitere Schädigungen zu verhindern und den Heilungsprozess nicht unnötig zu verlängern
  • Das PECH-Schema dient der Symptomlinderung nach Verletzungen und ersetzt nicht die ärztliche Diagnose und Behandlung
 
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