Nahrungsergänzungsmittel

Magnesiumtabletten

Magnesiumtabletten gegen Muskelkrämpfe
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Orthomol

Orthomol soll eine ausreichende Menge an Mikronährstoffen bieten
Viele Läufer setzen auf kombinierte Nahrungsmittelergänzungen wie Orthomol oder Sportlervitamine, um dem Gelenkverschleiß entgegenzuwirken oder bereits vorhandene Beschwerden zu lindern. Schmerzen in Füßen, Knöcheln, Knien oder Hüften kennt fast jeder Sportler, der älter als 25 Jahre ist. Nach einem anstrengenden Lauf können sich auch gesunde Gelenke...
 

Vitasprint B12

Vitasprint als Vitamin B12 Lieferant
Seit mehr als 30 Jahren ist Vitasprint B12 als frei verkäufliches Arzneimittel auf dem deutschen Markt erhältlich und wird als "Energie für Körper und Geist auf Knopfdruck" beworben. Es enthält 500 µg Vitamin B12 und die Aminosäuren Glutamin (60 mg) und Phosphonoserin (40 mg), drei nach Herstellerangaben aufeinander abgestimmte Wirkstoffe, die fü...
 
 
18.09.2012 von

Nahrungsmittelergänzung

Nahrungsmittelergänzungen - Das Geschäft mit der Angst?

 Deutschlands Supermärkte. Die Regale sind voll, vorhanden ist alles, wonach das Herz begehrt. Nicht nur aus der Region, auch aus fernen Ländern. Exotisches Obst und Gemüse lockt nicht nur mit Geschmack, sondern auch mit reichlichen Vitaminen. Zugegeben, die langen Lagerungszeiten und der Transportweg führen zweifellos zu einem Vitaminverlust. Doch ist dieser so drastisch, dass wir uns trotz einer abwechslungsreichen Ernährung Gedanken über eine Unterversorgung mit Vitaminen und über Mangelerscheinung machen müssen?

„Ja!“, meint die Pharmaindustrie und preist Nahrungsergänzungsmittel in variantenreicher Form und Farbe an. Gesunde Ernährung wird immer mehr zum Thema. Es geht nicht mehr einfach nur um Nahrungsaufnahme, es geht um „richtig“ und „falsch“. Und „zu wenig“. Die Panik um Mangelversorgung lässt Geld in die Kassen der Hersteller von Nahrungsmittelergänzungen fließen. Zu Recht?

Die Argumente der Pharmaindustrie

Nicht alle Argumente, die die Pharmaindustrie für die Einnahme von Nahrungsmittelergänzungen propagiert, sind ganz einfach von der Hand zu weisen. Von ausgelaugten Böden ist die Rede, die nicht mehr genug Nährstoffe an die Nahrung abgeben können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist diesem Vorwurf an die Natur nachgegangen. Sie verglich beispielhaft einige Lebensmittel auf ihren Nährwertgehalt und stellte die ermittelten Werte aus den Jahren 2000 und 1954 gegenüber. Ergebnis: Obst und Gemüse aus den verglichenen Jahren konnten keine nennenswerten Nährstoff- und Vitaminverluste aufweisen.

Nicht der mangelnde Nährstoffgehalt in Obst und Gemüse ist also der Grund für gelegentlich auftretende Mangelerscheinungen, sondern eine ungesunde und unausgewogene Ernährung, findet auch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Zwar gäbe es signifikante Unterschiede im Vitamin- und Nährstoffgehalt zwischen unterschiedlichen Sorten z.B. eines Apfels, von einem Mangel kann  jedoch in keiner Sorte die Rede sein. Und statt von ausgelaugten Böden, ist hier die Rede von unterschiedlichen Anbauarten, die den Nährstoffgehalt beeinflussen.

Die landwirtschaftliche Forschung hat in den vergangenen Jahrzehnten immense Fortschritte gemacht. Bereits in der Schule lernen Kinder über wichtige, landwirtschaftliche Methoden wie z.B. die Fruchtfolge. Bei der Fruchtfolge wechseln unterschiedliche Früchte sich jährlich auf einem Feld ab, wobei darauf geachtet wird, dass diese sich in ihrem Nährstoffbedarf weitestgehend unterscheiden. Ein Überstrapazieren des Bodens ist damit ausgeschlossen und das Argument der Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln somit hinfällig. Eine Ausnahme bildet hier lediglich der Jodgehalt. Jod ist über die Jahre tatsächlich aus unseren Böden gespült worden und so nicht mehr ausreichend in pflanzlicher Nahrung enthalten. Auch hier kann der Bedarf aber in der Regel durch die Nahrung ausgeglichen werden, etwa durch den Genuss von Fisch ein bis zweimal pro Woche und das Würzen der Speisen mit Jodsalz.

Auch das Argument, dass Obst und Gemüse durch die lange Lagerung im Einzelhandel zu sehr an Vitaminen und Mineralstoffen verliert, kann entkräftet werden. Wer auf saisonales Gemüse aus der Region zurückgreift und Obst und Gemüse zeitig verzehrt, geht auch hier nicht die Gefahr einer Unterversorgung ein.

Unschädliche Vitamine aus der Dose?

Gesunde Ernährung ist zum Modethema geworden. Vielleicht ein Grund, wieso der Verbraucher entgegen aller Vernunft nicht mehr auf seinen Körper hört, wie es der Diplom-Ernährungswissenschaftler Uwe Knop in seinem Buch „Hunger & Lust“ fordert. Die Angst, doch etwas in der Ernährung falsch zu machen, bringt viele verunsicherte Konsumenten dazu, auf Nahrungsmittelergänzungen zurück zu greifen. Doch so harmlos wie Pillen und Kapseln aus der Dose daher kommen, sind sie nicht, warnen Ernährungswissenschaftler. Zwar unterliegen Nahrungsergänzungsmittel der NemV, der Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung, diese setzt jedoch keine Grenzen für die Dosierung eines Vitamins. Wer also Nahrungsergänzungsmittel konsumiert, geht die Gefahr einer Überdosierung ein. Bei Vitaminen wie Vitamin C bleibt dies zwar weitgehend ohne Folgen (lediglich zu Durchfallerscheinungen kann es bei einer extremen Überdosierung mit natürlichem oder künstlichem Vitamin C kommen), bei fettlöslichen Vitaminen wie z.B. Vitamin A werden die Nieren jedoch bei einer Überdosierung einer hohen Belastung ausgesetzt. Nierengeschädigte Menschen begeben sich hier auf die Dauer sogar in Lebensgefahr durch Nierenversagen!

Hinzu kommt, dass eine Überdosierung von Vitaminen dem Körper entgegen des Laienwissens keinerlei Vorteile für den Körper haben. Das Übermaß wird entweder, wie erwähnt, ausgeschieden, oder aber im Körper an den Rezeptoren anderer Vitamine gelagert. So blockieren sich Eisen und Magnesium zum Beispiel gegenseitig. Hier kann trotz der erhöhten Einnahme schließlich eine Unterversorgung mit dem einen oder anderen Vitamin die Folge sein.

Jede Regel hat ihre Ausnahme – wann Nahrungsmittelergänzungen Sinn machen

Eines vorweg: Wer sich ausgewogen ernährt – und nach der Meinung einiger Ernährungswissenschaftler, wie zum Beispiel Uwe Knop, hier vor allem auf seinen eigenen Körper als auf strenge Ernährungspläne achtet – der benötigt keine Nahrungsmittelergänzungen. Doch wie (fast) jede Regel, hat auch diese ihre Ausnahme: Menschen in außergewöhnlichen Lebenssituationen, wie zum Beispiel schwangere Frauen oder Frauen in den Wechseljahren (bzw. bei Männern in der Andropause), haben einen erhöhten Bedarf an unterschiedlichen Nährstoffen, den sie nicht immer über die Nahrung decken können. Folsäure wird zum Beispiel für die Bildung neuer Zellen benötigt – für die Versorgung eines Fötus also unerlässlich. Ältere Menschen haben hingegen einen erhöhten Calciumbedarf, wo hingegen menstruierende Frauen durch den Blutverlust vor allem Magnesium benötigen. Dennoch: Auch diese Risikogruppen sollten vor dem Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln ihren Arzt befragen. Dieser kann bei Bedarf ein Rezept ausstellen und ein entsprechendes Medikament v verschreiben. Medikamente unterliegen strengeren Kontrollen als Nahrungsmittelergänzungen und bergen so auch weniger Gefahr, den eigenen Körper oder den eines Babys zu schädigen.

Rechtliche Lage zu Nahrungsergänzungsmitteln

Lange haben Nahrungsergänzungsmittel mit ihrer gesundheitsfördernden Wirkung geworben. Dies darf nach einem Entschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt nun jedoch nicht mehr uneingeschränkt geschehen. Die gesundheitsfördernde Wirkung darf nun nur mit einer wissenschaftlich bewiesenen Grundlage genannt werden, berichtet auch N-TV.  Das Oberlandesgericht begründete sein Urteil damit, dass die Gefahr bestünde, Verbraucher würden auf die medizinische Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln bei vermeidlichen Mangelerscheinungen bauen, und daher zu spät einen Arzt aufsuchen.

Um den Produktbegriff des Nahrungsergänzungsmittels zu erfüllen, muss das Produkt zudem verschiedene Auflagen erfüllen. In der Nahrungsergänzungsmittelverordnung, die durch das EU-Recht geregelt ist,  heißt es, ein Nahrungsergänzungsmittel dürfte diese Bezeichnung tragen, wenn

  • Es dazu bestimmt ist, die Ernährung zu ergänzen
  • Es ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung allein oder in Zusammensetzung darstellt
  • Es in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Brausetabletten und anderen ähnlichen Darreichungsformen, Pulverbeutel, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen in den Verkehr gebracht wird.  (Quelle)

Quellen:

Verbraucherzentrale

BOD

NTV

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Ein plötzlicher Muskelkrampf mitten im Lauftraining kann äußerst schmerzhaft sein, weshalb manche Läufer vorsorglich Magnesiumtabletten schlucken, um einem Mangel an diesem wichtigen Mineralstoff vorzubeugen.

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