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Duschgel und Sport

Weniger ist bei Wasser und Duschgel nach dem Sport oft mehr

Das Workout war besonders anstrengend, die Laufkilometer wollten einfach kein Ende nehmen und der Schweiß floss in Strömen. Das Wasser aus dem Schwimmbecken fühlte sich heute auf der Haut auch wieder besonders unangenehm an. Nun aber schnell: ab unter die Dusche! Ein wunderbar duftendes Duschgel aus der Sporttasche gezaubert und den üppigen Schaum und das prickelnd heiße Wasser genießen. Ein gewisser Peeling-Effekt ist auch nicht zu verachten. Halt! Moment mal! Was und vor allem wie viel davon ist eigentlich gesund?

Grundregeln für das Duschen nach dem Sport

Natürlich wünscht sich jeder Sportler eine saubere und geschmeidige Haut. Allerdings ist es so wie bei vielen anderen Dingen im Leben: Weniger ist oftmals mehr! Reine Haut entsteht nämlich auch ohne Schaumorgien.

Obwohl es manchmal schwerfallen mag: Bitte duschen Sie nach dem Sport nur kurz und vor allem nicht zu heiß. Dabei gilt eine einfache Regel: Je trockener Ihre Haut von Natur aus ist, umso kürzer sollte die Duschzeit ausfallen. Heißes Wasser wäscht nämlich noch stärker als kühles Nass, die natürlichen Lipide und Fettsäuren aus der Hautoberfläche heraus. Das Ergebnis: Trockenheit, schuppende Hautstellen und ein unangenehmes Spannungsgefühl.

Falls es Ihre Zeit erlaubt, gönnen Sie sich nach dem schweißtreibenden Training und vor dem Gang unter die Dusche ein paar ruhige Minuten. Legen Sie ein Handtuch um die Schultern, ziehen Sie eventuell etwas über, trinken ein paar Schlucke und lassen Sie Ihre Trainingseinheit noch einmal Revue passieren. So warten Sie nämlich die sogenannte Nachschwitzphase ab. Wer sich nach dem Sport sofort unter die Dusche stellt, schwitzt unter Umständen sofort nach der Ganzkörperreinigung mit Duschgel, Shampoo und Co. erneut aus allen Poren.

Öfter auf Duschgel verzichten?

Hautärzte empfehlen außerdem, sich öfter ausschließlich mit Wasser zu waschen. Es sei vollkommen ausreichend, zwei- bis drei Mal in der Woche ein Duschgel zu verwenden und sich ansonsten den Schweiß einfach nur mit warmem Wasser vom Körper abzuspülen.

Das fällt nicht immer leicht. Schließlich locken meterlange Regale in Drogerien und Supermärkten mit tollen Düften, Farben, raffinierten Verpackungen und vollmundigen Versprechen. Greifen Sie am besten nicht zu den am stärksten beworbenen Produkten, sondern lieber zu besonders milden Waschsubstanzen in Form von Duschgels oder Lotions. Es lohnt sich, das Etikett auf der Verpackung etwas genauer zu studieren und darauf zu achten, dass möglichst geringe Mengen Parfum und am besten gar keine Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten sind. Die meisten Duschgele besitzen einen alkalischen PH-Wert, der den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreift.

Studien haben ergeben, dass es ungefähr zwei Stunden dauert, bis sich nach dem Duschen unter Verwendung eines klassischen Duschgels, das natürliche Hautklima wieder eingependelt hat. Während dieser Zeit ist die Haut ganz besonders anfällig für Pilzinfektionen, Bakterien oder Keime. Duschgels bzw. Seifen, die über einen PH-Wert von 5,5 verfügen, ähneln in ihrer chemischen Zusammensetzung dem natürlichen PH-Wert der menschlichen Haut am meisten. Sie schonen bis zu einem gewissen Grad den natürlichen Säureschutzmantel und sollten deshalb bevorzugt werden.

Bitte spülen Sie sämtliche Seifenreste gründlich ab, wobei auch schlecht zugängliche Körperstellen, wie beispielsweise die Zwischenräume zwischen den Zehen oder der Intim-Bereich nicht vergessen werden dürfen.

Tipp: Greifen Sie, unter Berücksichtigung der bisherigen Empfehlungen außerdem zu rückfettenden Duschgels. Diese bekommen der ohnehin schon strapazierten Haut am besten.

Syndet statt Duschgel?

Für alle, die sich überhaupt nicht damit anfreunden können, reinigende Substanzen beim Duschen ganz einfach auch mal wegzulassen, sind synthetische Detergentien eine recht gute Alternative. Anders, als selbst das mildeste Duschgel, enthalten die unter der Bezeichnung "Syndets" vertriebenen Produkte, künstlich hergestellte waschaktive Substanzen. Zusätzlich werden sie mit besonders rückfettenden Lipiden bewusst angereichert. Syndets entfetten die Haut kaum und reinigen deshalb besonders schonend. Allerdings schäumen diese Produkte nicht, was einige Verbraucher negativ empfinden.

Im Gesicht ist besondere Vorsicht geboten!

Vielduscher sollten Duschgels, Seifen und dergleichen nicht für die Gesichtsreinigung verwenden. Hier ist die Haut besonders dünn und trocknet noch schneller aus als an allen anderen Körperstellen. Das stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar, indem die Faltenbildung begünstigt wird. Echte Hautirritationen, Rötungen und sich daraus entwickelnde Entzündungen sind meist weniger harmlos und bedürfen schlimmstenfalls irgendwann einer ärztlicher Behandlung. Für das Gesicht bieten sich besondere Produkte an, wie beispielsweise ganz spezielle Reinigungsmilch.

 

Foto: © gradt - Fotolia.com

 

Fazit

  • Wer täglich oder sogar mehrmals am Tag nach dem Sport duscht, sollte die Temperatur nicht zu hoch einstellen und ab und zu auf Reinigungsmittel, wie Duschgel verzichten.
  • Rückfettende Duschgels mit einem PH-Wert von 5,5 und Syndets sind besonders hautschonend.
  • Duschgel ist für die Reinigung des Gesichtes nicht geeignet, hierfür empfehlen sich spezielle Produkte, wie Reinigungsmilch für das Gesicht.
 
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