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von Jennifer Albrecht

Pferdesalbe für Sportler

Hilft Pferdesalbe wirklich gegen Gelenkschmerzen?

1984 entwickelte der deutsche Apotheker Dr. Ulf Jacoby die Pferdesalbe. Wie der Name unschwer erkennen lässt, war diese Arznei für das Reittier gedacht, um die empfindlichen Fesseln und Sehnen von Sportpferden vor und nach den anstrengenden Wettkämpfen zu versorgen.

Dass Jacoby mit seiner Salbe ein Medikament schaffen würde,  welches die nächsten 20 Jahre einen Siegeszug in deutschen Hausapotheken hinlegen würde, hatte er wohl nicht im Sinn. Da Pferdesalbe beeindruckende Resultate bei Pferden erzielte, dauerte es nicht lange, bis es auch bei Menschen zur Anwendung kam, um Gelenkschmerzen zu lindern. Heute findet sich Pferdesalbe annähernd in jedem Haushalt, auch weil es vielseitig eingesetzt werden kann. Ob Muskelkater, Prellungen oder nur ein blauer Fleck – der Volksmund empfiehlt stets Pferdesalbe.

Was ist Pferdesalbe?

Pferdesalbe gibt es in vielen verschiedenen gelartigen Ausführungen, was eine genaue Bestandsaufnahme der Inhaltsstoffe unmöglich macht, jedoch sind  einige Ingredienzien fast immer zu finden: Menthol, Rosmarin, Kampfer und Arnika. Alle diese Heilpflanzen haben eine positive Wirkung auf allerlei Verletzungen, wobei Menthol bei der Anwendung kühlt. Kampfer fördert die Durchblutung und trägt so ebenfalls zur Heilung bei. Die weiteren Inhaltsstoffe variieren stark, verändert wird allerdings häufig nur der Duft, deshalb sollten Käufer ihre Salbe in der Apotheke erwerben, denn nur dort darf das Original von Dr. Jacoby vertrieben werden.

Anwendung

Pferdesalbe wird bei fast jeder Verletzung als Heilmittel empfohlen, doch wirklich sinnvoll ist eine Anwendung längst nicht immer. Generell gilt: Stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen und Gelenkschmerzen lassen sich gut behandeln. Auch bei Muskelkater kann es zum Einsatz kommen; manch einer nimmt es gar präventiv nach großer Anstrengung. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, die Salbe nur zu benutzen, wenn sie wirklich benötigt wird. Wirkliche Nebenwirkungen sind zwar nicht auszumachen, jedoch ist ein ständiger Gebrauch weder sinnvoll noch notwendig, auf Dauer sogar recht kostspielig. Pferdesalbe wird großflächig und dick auf den zu behandelnden Bereich aufgetragen und zieht schon nach kurzer Zeit ein. Kontakt mit offenen Wunden und den Schleimhäuten sollte vermieden werden, da diese empfindlich und mit Reizung reagieren können. Deshalb bei Schürfwunden und ähnlichen Verletzungen auf das Auftragen verzichten.

Bewiesener Effekt?

Pferdesalbe kommt mittlerweile auch bei vielen Spitzensportlern zur Anwendung und das mit Recht. Zwar gibt es keine wirklichen Studien speziell zur Pferdesalbe, doch ist die positive Wirkung der Pflanzen, die verwendet werden, belegt. Menthol beispielsweise kommt in vielen anderen Medikamenten zum Einsatz und hilft dort mit den gleichen Eigenschaften, die es in der Pferdesalbe auszeichnet. Jeder, der noch zweifelt, sollte sich auf Testversuch einlassen. Eine Dose kostet zwischen 4 und 10€ und manch einer wird in Zukunft auf dieses Heilmittel zurückgreifen.

Foto: (c)  Xocolatl | Wikipedia.org

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