
Unter X-Beinen versteht man eine krankhafte Deformierung der Beine, so dass diese nach innen stehen und von vorne betrachtet den Eindruck eines X erwecken. Dieses Phänomen ist nicht nur ästhetisch unansprechend sondern birgt auch einige Risiken für die Gesundheit. Im Folgenden sollen einige Hintergründe rund um das Thema X-Beine gegeben werden.
Wie entstehen X-Beine?
X-Beine können entweder erblich bedingt sein oder durch Krankheiten wie Hormonstörungen, Übergewicht oder falsche Haltungen beim Laufen verursacht werden. Nicht selten treten während der Wachstumsphase eines Menschen X-Beine auf, die sich im Normalfall jedoch wieder verwachsen. Das Problem an X-Beinen ist neben dem schlechten Aussehen vor allem die sehr hohe Belastung für die Kniegelenke. Diese müssen durch die schiefe Beinhaltung nämlich viel mehr Gewicht aushalten. Hierdurch nutzen sich die Knorpel in den Knien schneller ab und es kann zu Folgeerscheinungen wie Kniegelenksartrose kommen. Die X-Beine werden bei offensichtlichen Deformierungen direkt vom Arzt diagnostiziert und in leichteren Fällen mittels Röntgenbild festgestellt. An diesem kann man durch eine gedachte Hilfslinie, die im Krankheitsfall nicht durch das Zentrum des Knies geht, erkennen, wie stark die Deformierung ausgeprägt ist. Erst dann können Therapiemaßnahmen ergriffen werden.
Was kann ich gegen X-Beine tun?
Die Therapiemaßnahmen gegen X-Beine sind alle operativer Natur. Diese sind jedoch nur in dem Fall sinnvoll, wenn die Beine bereits ausgewachsen sind. Bei Kindern und Jugendlichen wird darauf gebaut, dass sich die Fehlbildung von selbst korrigiert und nur dann, wenn dies nicht der Fall ist, müssen Maßnahmen ergriffen werden. Diese können darin bestehen, dass man ein Stück des Knochens herausschneidet, um der Fehlbildung entgegen zu wirken. Ferner kann man das Bein auch zeitweilig versteifen, damit es nicht weiter falsch wachsen kann. Im schlimmsten Fall kann nur eine endgültige Versteifung des Beines eine schädliche Fehlbildung verhindern. In leichten Fällen oder zur Vorbeugung in der Wachstumsphase können auch Schuheinlagen bereits Abhilfe schaffen.
Was kann ich gegen X-Beine tun?
Natürlich ist es aber sehr viel besser, wenn solche Eingriffe gar nicht nötig werden. Hierfür ist es ratsam, einige Prophylaxemaßnahmen zu ergreifen. Dies bedeutet, dass man die Faktoren, die für die X-Beine verantwortlich sind, auszuschalten versucht. Man kann sich beispielsweise auf seinen Gang konzentrieren und versuchen, der Fehlbildung entgegen zu wirken. Auch sollte man im Falle von Übergewicht etwas für seine Figur tun, um eine zusätzliche Belastung des Knies zu vermeiden. Für angeborene X-Beine ist nicht selten eine Bindegewebsschwäche verantwortlich. Auch hiergegen können Maßnahmen getroffen werden.
Insgesamt gesehen sollte man X-Beine nicht unterschätzen und auch ohne Beschwerden alles Erdenkliche gegen eine Fehlbildung tun, um im Alter nicht unter chronischen Schmerzen leiden zu müssen.
Laufschuhe und X-Beine
Die Wahl des richtigen und für die individuellen Gegebenheiten bestmöglich ausgestatteten Laufschuhs ist unerlässlich, wenn man beim Laufen nicht nur Spaß haben, sondern auch seine Gelenke, Muskeln und Sehnen gesund erhalten möchte. So wie es verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Körpern gibt, gibt es auch für jeden den passenden Laufschuh.
Nur die wenigsten Menschen verfügen über den optimalen Körperbau. Bei den meisten Läufern jedoch gibt es Unregelmäßigkeiten. Diesen kann man man mit der Wahl des richtigen Schuhs zum großen Teil entgegenwirken. Wählt man jedoch einen falschen Schuh, verschlimmern sich die Auswirkungen. Der Laufschuh korrigiert im Idealfalls die körperlichen Asymmetrien oder auch diejenigen Laufeigenschaften, die sich langfristig als gesundheitsschädlich herausstellen würden. Er gibt dem Körper den optimalen Halt und eine gute Ausrichtung auf den Untergrund.
Wer von Natur aus X-Beine hat, der sollte bei der Wahl seines Schuhs besonderen Wert auf eine Laufbandanalyse legen. Hier wird schnell ersichtlich, dass die Füße beim Laufen eine Tendenz entwickeln, in Knöchelhöhe nach innen abzuknicken. Der X-beinige Läufer wird feststellen, dass seine Laufschuhe ganz besonders an den Innenkanten schnell abgelaufen sind. Beim Phänomen des Abknickens nach innen spricht man von einer so genannten Pronation. Speziell für diese Besonderheit haben die führenden Hersteller von Laufschuhen die so genannten Pronationsstützen entwickelt. Sie bestehen aus im Schuh integriertem Stützmaterial, das weniger nachgiebig ist als beispielsweise eine Gel-Sohle. Die Pronationsstütze ist optisch nicht immer als solche zu erkennen, wird meist aber mittels einer Farbgebung am Schuh nach außen dargestellt. Fachkundiges Personal im Sportgeschäft sollte wissen, welcher Schuh über eine Pronationsstütze verfügt, und diesen empfehlen können.
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