Lauftechnik
Mit besserer Lauftechnik zu mehr Leistung
Viele Läufern entwickeln dabei ihren ganz eigenen Stil. Dieser aber sollte mit den grundlegenden Technik-Standards des Laufens in Übereinstimmung stehen. Wichtig sind flüssiges Laufen, Lockerheit der Muskeln und Beweglichkeit in der Hüfte und in den Schultern. Die Schritte sollten nicht zu klein sein. Mit den Armen wird die Lauftechnik unterstützt, indem Bein und Arm an beiden Körperseiten in die Laufrichtung gehen. Diesen Reflex vollzieht der Körper automatisch, um die Haltung zu stabilisieren. Der Läufer muss nur darauf achten, dass immer ein Dreieck zwischen Rumpf, Unteram und Oberam zustande kommt, wenn der Arm nach hinten geht. So wird der Schwung erhöht. Eine gute Technik schützt vor Verletzungen.
Lesen Sie, wie Sie Ihre Lauftechnik verbessern und worauf Sie achten sollten.
Eine falsche Handhaltung beeinträchtigt nicht nur den Laufstil, sondern hat auch einen unnötigen Energieverbrauch zur Folge, der seinerseits negative Auswirkungen auf die gesamte Laufleistung hat.
Der Haltung der Hände ist daher bei einer gründlichen Laufstilanalyse ebenso viel Aufmerksamkeit zu widmen wie den anderen Elementen der Laufbewegung – der Rumpfhaltung, der Beinarbeit und dem Aufsetzen der Füße.
Wie ökonomisch der Laufstil ist, hängt entscheidend davon ab, wie es um die Haltung der Arme und des Oberkörpers beim Laufen bestellt ist. Die Arme steuern die Beine. Dieser so genannte Marionetteneffekt bedeutet, dass wenn der Läufer die Arme dicht am Körper nach oben führt, die Knie automatisch mit angehoben werden.
Über den Kniehub ist also die Armarbeit mit dem gesamten Laufschritt verknüpft und der Laufstil bildet damit eine Einheit zwischen Beinen, Oberkörper und Armen!
Es sind nicht nur die Beine, die beim Laufen Bedeutung haben: Eine Verbesserung der Lauftechnik ist ohne das Erlernen der optimalen Armhaltung und der richtigen Armbewegungen nicht zu erreichen!
Der Körper sorgt zwar ganz automatisch dafür, dass sich Arme und Beine beim Laufen oder Gehen in Kreuzkoordination bewegen - was den Vorteil hat, dass sich durch die bessere Lastverteilung die Stabilität des Körpers im Augenblick der Vorwärtsbewegung erhöht -; aber durch leichte Positionsveränderungen der Arme haben Läufer die Möglichkeit, zugleich mit der Frequenz der Armbewegungen die der Beine mit zu kontrollieren und so ihren Laufstil und ihr Lauftempo zu verbessern.
Übungen für die richtige Lauftechnik sind nicht nur für Einsteiger, sondern auch für Laufprofis ein unverzichtbarer Bestandteil des Lauftrainings. Schließlich beeinflusst eine unsaubere und Energie vergeudende Lauftechnik die gesamte Laufleistung.
Sowohl das Lauftempo als auch der Laufstil leiden unter einer schlechten Lauftechnik, weshalb bei Laufanfängern von Trainingsbeginn an viel Wert auf das Einüben der richtigen Techniken gelegt werden sollte.
Zur richtigen Körperhaltung beim Laufen gehört nicht nur die optimale Haltung von Kopf, Armen und Beinen, sondern vor allem auch eine korrekte Rumpfhaltung. Ohne einen starken Rumpf ist es nicht möglich, die optimale Laufleistung zu erzielen, da der Rumpf für die Stabilisierung der gesamten Laufbewegung sorgt und die Basis für die freien Bewegungen der Arme und Beine bildet.
Ist diese Basis nicht stabil genug und wackelt der Rumpf aufgrund der fehlenden Körperspannung hin und her, werden die Bewegungen der Gliedmaßen davon beeinträchtigt.
Während beim Kniehub die Knie nach oben gezogen werden, versucht man beim Anfersen, die Fersen weit nach oben zu ziehen. Dabei kann es vorkommen, dass die Fersen das Gesäß berühren.
Für den einen oder anderen mag es unökonomisch aussehen, die Füße weit vom Boden anzuheben und so schneller laufen zu können.
Schließlich wird der Weg zum Boden weiter für die Füße, wenn man sie weit nach oben zieht.
Die Schrittlänge und die Schrittfrequenz entscheiden darüber, welche Geschwindigkeit ein Läufer erreichen kann. Die einzelnen Laufschritte dürfen dabei weder zu kurz noch zu lang ausfallen, da beides die Laufgeschwindigkeit negativ beeinflusst und bei zu großen Schrittlängen zudem Kniegelenkbeschwerden und andere Laufverletzungen auftreten können.
Um eine bessere Laufleistung und eine höhere Laufgeschwindigkeit zu erzielen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder vergrößert der Läufer die Schrittlänge oder aber er erhöht die Schrittfrequenz pro Minute. Die Laufgeschwindigkeit ist das Produkt aus Schrittfrequenz und Schrittlänge (Lauftempo = Schrittfrequenz x Schrittlänge), wobei allerdings extreme Schrittlängen zu einem ineffektiven Lauf führen, so dass es sinnvoller ist, das Lauftempo durch eine höhere Schrittfrequenz zu verbessern.