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von Jennifer Albrecht

Immunsystem

Wettlauf mit dem Immunsystem

Immunsystem

Auch wenn es im ersten Moment etwas eigenartig erscheint, wird gerade einem gut trainierten Körper der Winter oftmals zum Verhängnis. Denn obwohl die "Killerzellen" des Immunsystems - die körpereigene Abwehrpolizei - durch Ausdauertraining zunächst nachweislich gestärkt werden, so fällt dieser Wert in der Erholungsphase danach wieder rasch ab und der Organismus bietet eine größere Angriffsfläche für Erreger.

Um der Gefahr einer Erkältungskrankheit vorzubeugen, sollte es der Athlet deshalb vermeiden, sich in der Nähe von bereits erkrankten Menschen aufzuhalten. Auch die Laufeinheiten sollten den Umständen angespasst werden. Ein moderates Laufen stärkt sicherlich das Immunsystem nicht so sehr, wie ein forderndes, aber die Schwächung danach ist im Gegenzug nicht so hoch und somit für das Abwehrsystem verträglicher.

Lieber Aerobes Training als Bestzeiten

Anstatt also Rekordzeiten hinterherzulaufen, ist eine Konzentration auf aerobes Training, also auf Ausdauertraining, empfehlenswert. Aerob bedeutet, dass der Körper Kohlenhydrate und Fette zur Energiegewinnung in den Muskelzellen verbrennt, wobei eine relativ niedrige Pulsfrequenz (150-160) nicht überschritten werden soll. Neben der Fettverbrennung wird das Herz-Kreislaufsystem gestärkt und die Lungenfunktion gesteigert.

Der Organismus arbeitet somit ökonomischer und nutzt den aufgenommenen Sauerstoff effektiver. Es ist ausreichend, wenn dieses Training drei- bis viermal die Woche für 30-40 Minuten stattfindet. Solange der Körper nicht überanstrengt wird, stellt auch die kalte Luft für den Läufer kein großes Risiko dar.

Nasenatmung hilft gegen Winterluft

Dennoch reagieren die Atemwege empfindlich auf Kälte. Deshalb ist es wichtig, dass die eingeatmete Luft mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 37 Grad in die Lunge gelangt. Sich mit entsprechender Kleidung auf das Laufen im Winter vorzubereiten schadet zwar nicht, aber um die Lungen vor der Aufnahme zu kalter Luft zu bewahren, hilft es nur, durch die Nase zu atmen.

Die Nasenatmung ist der physiologische Weg des Atemstromes. Die Sauerstoffaufnahme über die Nase erfüllt die Funktion eines Katalysators: Die aufgenommene Luft kommt mit der Nasenschleimhaut in Berührung, welche die Luft anfeuchtet, reinigt und aufwärmt. Erst dann gelangt sie über den Rachen in die unteren Atemwege und somit in die Lunge. Wem diese Technik Schwierigkeiten bereitet, sollte vermehrt darauf Acht geben, den Organismus nur mit bis zu 60 Prozent der eigentlichen Leistungsfähigkeit zu belasten und im aeroben Trainingsbereich zu bleiben.

Die eigene Gesundheit unterstützen

Hartes Training allein ist also kein Erfolgsgarant für die Gesundheit. Wichtig ist es auch, auf gesteigerten Konsum von Genussmitteln wie Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Eine ausgewogene Ernährung ist demzufolge von großer Bedeutung: Es müssen beispielsweise ausreichend Vitamine zu sich genommen werden. Dies dient ebenfalls der Stärkung des Immunsystems.

Neben regelmäßiger frischer Luft ist auch ein ausreichender Schlaf ein entscheidender Faktor. Der Körper benötigt Refraktär-, oder Ruhephasen ebenso dringend wie Bewegung, um leistungsfähig zu bleiben. Bereits Hippokrates war der Ansicht, dass das richtige Maß der Dinge der Schlüssel zur Gesundheit ist. Wer also auf gewisse Dinge achtet, dem steht einem Laufvergnügen auch im Winter nichts mehr im Weg.

 

Quellen: runnersworld.de | netdoktor.de | stern.de

Foto: © Jürgen Fälchle | Fotolia.com

 

Fazit

  • Läufer sollten im Winter vor allem aerobes Trainung, also Ausdauertraining, durchführen
  • Um die Lunge vor zu kalter Luft zu schützen, sollte durch die Nase eingeatmet werden
  • Es sollte auf den Genuss von Alkohol oder Zigaretten weitestgehend verzichtet werden, um die Gesundheit zu schützen
 
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Kommentare

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Dankeschön!
<p> Das ist nat&uuml;rlich nicht so gemeint. Vielen Dank f&uuml;rs Darauf aufmerksam machen, wir haben es schon ge&auml;ndert. :)</p>
Joggen Online
20 Mai 2011 - 11:48
Typo?
"Um der Gefahr einer Erkältungskrankheit vorzubeugen, sollte es der Athlet deshalb vermeiden, sich von bereits erkrankten Menschen fernzuhalten." Ist dieser Satz wirklich so gemeint oder hat sich der Author nur verschrieben?
Markus
20 Mai 2011 - 09:47

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