18.09.2012 von

Obst

Obst

Wozu ist Obst gut?

Obst und Gemüse sind für unsere Ernährung unerlässlich. Vor allem die dort enthaltenen Vitamine (v.a. Vitamin C) benötigt unser Körper um genügend Abwehrstoffe zu entwickeln und leistungsfähig zu sein. Die meisten Säugetiere können Vitamin C selbst produzieren- Primaten und damit auch Menschen können das jedoch nicht, wie man Wikipedia entnehmen kann, deshalb sind wir darauf angewiesen, Vitamin C in ausreichender Menge über die Nahrung aufzunehmen. Der Bedarf eines Menschen an Vitamin C liegt bei mehreren 100 mg. Ein zu viel gibt es nicht. Da Vitamin C zu den wasserlöslichen Vitaminen gehört, kann es nicht gut vom Körper gespeichert werden, ein Übermaß an Vitamin C wird jedoch für den Körper völlig unbedenklich einfach ausgeschieden. Nur bei empfindlichen Personen kann es gelegentlich und bei einer extremen Überdosierung zu Durchfall kommen. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist eine Überdosierung von Vitamin C jedoch nicht möglich.

Obwohl der Vitamin C Gehalt für den Menschen der wichtigste Vorteil an einer mit Obst angereicherten Ernährung ist, haben die gesunden Früchte noch einiges mehr zu bieten. Neben zahlreichen weiteren Vitaminen, Spurenelementen und Polyphenolen (sekundäre Pflanzenstoffe wie Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Gerbstoffe), haben sie oft auch eine gesunde physische Wirkung auf unseren Körper, die wir direkt spüren. So kann der Verzehr von Obst vor allem Verstopfung vorbeugen. Inhaltsstoffe wie Polyphenolen gelten laut Wikipedia als entzündungshemmend und können Krebs vorbeugen. Studien mit Granatapfel-Polyphenolen haben ein gehemmtes Wachstum von Krebszellen im Brust-, Prostata- und Lungenbereich gezeigt.

5 a day – Täglich Obst und Gemüse hält den Körper fit

Unter dem Kampagnentitel „5 a day“, zu Deutsch 5 am Tag, hat sich die Prämisse etabliert, etwa fünf Gemüse- und Obstportionen am Tag zu sich zu nehmen. Die Portionen richten sich dabei nach der Größe des Menschen. Ein Leitfaden zur Portionsabmessung besagt, dass eine Portion etwa der Menge entspricht, die in zwei Hände passt. Das bedeutet also: Große Menschen- große Portionen, kleine Menschen - kleine Portionen. Für eine optimale Ernährung empfiehlt der Online-Ratgeber netdoktor.de, etwa 600 bis 700 Gramm Obst und Gemüse pro Tag zu sich zu nehmen. Die meisten Menschen nehmen jedoch nur die Hälfte, also etwa 300 Gramm, zu sich. Dies ist zu wenig.

Das liegt häufig daran, dass sie nicht wissen, wie sie die fünf Rationen am besten in ihren Alltag integrieren können. Dabei ist das gar nicht so schwer, denn als Obst-Portionen zählen nicht nur Apfel oder Orange, sondern auch Säfte und Smoothies, wobei industriell hergestellte Smoothies oft zu viel Zucker enthalten. Mit einem Glas Orangensaft zum Frühstück decken Sie bespielsweise bereits eine der täglichen Portionen ab. Stellen Sie sich eine Obstschale an den Arbeitsplatz oder nehmen Sie sich einen Obstsalat mit und greifen Sie zum Snacken lieber dazu als zur Schokolade. Und abends vor dem TV ist klein geschnittenes Obst eine bessere Alternative zu Chips und Co. Wenn Sie dazu noch einige Gemüserationen kombinieren (z.B.: Salat auf dem Pausenbrot oder eine Salatbeilage zum Abendessen), kommen Sie problemlos auf die empfohlenen 5 Obst-/Gemüseportionen pro Tag.

Obst kaufen, lagern und zubereiten

Die Obstauslagen des Wochen- und Supermarktes locken mit einem reichhaltigen Angebot. Auch wenn es hier dazu verlockt umfangreich zuzugreifen, ist es empfehlenswert immer nur kleine Mengen zu kaufen. Im „Laufbuch für Frauen“ von Thomas Steffens und Martin Grüning (erschienen 2007 im Rowohlt Taschenbuch Verlag) wird außerdem empfohlen, saisonales Obst zu kaufen, da dieses oftmals die größtmögliche Qualität und besonders viele Nährstoffe aufweist. Obst verdirbt schnell oder bekommt Druckstellen. Eine korrekte Lagerung ist daher äußerst wichtig. Die Apotheken Umschau gibt diesbezüglich wichtige Tipps. So kann einheimisches Obst wie Rhabarber oder Erdbeeren im Kühlschrank aufbewahrt werden. Südfrüchte wie Bananen und Mango sollten jedoch nicht unter 13°C gelagert werden und für sie ist daher der Kühlschrank ungeeignet. Einige Obstsorten wie Äpfel und Birnen lagert man am besten in der Speisekammer oder an einem anderen, kühlen und trockenen Ort.

Was ist besser: Obst oder Gemüse?

Die Experten vom Verein 5 am Tag raten dazu, 2 der 5 Portionen am Tag in Form von Obst zu sich zu nehmen. Die restlichen Portionen sollten aus Gemüse bestehen, da dieses nährstoffreicher ist. Außerdem enthält Gemüse weniger Kalorien als Obst, da in diesem kein Fruchtzucker enthalten ist. Während man vor einigen Jahren noch davon ausging, dass Fruchtzucker gesünder ist und weniger Einfluss auf den Insulinstoffwechsel des menschlichen Körpers hat, muss diese These mittlerweile überdacht werden. Eine Studie der University of California hat ergeben, dass Fruchtzucker ähnlich negativ wirkt wie normaler Haushaltszucker. Allgemein sollten Sie jedoch auf den Zuckergehalt von Obstsäften oder Smoothies achten. Smoothies sind zwar gesund, da sie die Teile der ganzen Frucht und damit mehr Nährstoffe enthalten, aber oft mit viel Zucker versetzt. Smoothies daher lieber selbst machen.

Wissenswertes rund um Obst

Bei der Vielfalt, die uns die Natur bei Obst bietet, ist es nicht schwer, die oben genannte 5 am Tag-Regel einzuhalten. Unterschieden werden kann in fünf verschiedene Obstarten, die wir im Folgenden einmal mit ein paar Beispielen aufzählen.

  • Kernobst: Kernobst sind alle Obstsorten, die einen Kern in ihrer Mitte haben. Dieser Kern dient der Pflanze (zum Beispiel dem Baum) schlussendlich zur Fortpflanzung. Das wohl bekannteste Kernobst ist der Apfel. Unbekanntere Kernobstsorten sind die Mispel oder die Eisbeere.
  • Steinobst: Steinobst hat einen größeren Kern, den man Stein nennt. Kirschen, Pflaumen und Nektarinen zählen bespielsweise zu den Steinobstsorten.
  • Beerenobst: Beeren können ebenfalls in Unterkategorien eingeteilt werden, nämlich Sammelsteinfrüchte und Sammelnussfrüchte. Sammelsteinfrüchte sind z.B. die Brombeere und die Himbeere. Bei den Sammelnussfrüchten können Erdbeere und Holunderbeere exemplarisch genannt werden.
  • Schalenobst: Anders als vielleicht beim Namen assoziiert verbergen sich hinter dem Begriff Schalenobst nicht etwa Früchte, die sich hinter einer Schale schützen. Schalenobst ist hier lediglich ein anderer Begriff für Nüsse, wie zum Beispiel Walnüsse, Kokosnüsse u.ä.
  • Südfrüchte: Unter Südfrüchten versteht man, wie der Name bereits richtig verrät, Früchte aus dem Süden. Auch das beliebteste Obst der Deutschen, die Banane, zählt zu den Südfrüchten.

Neben diesen Obstarten gibt es noch einige Ausnahmen, die identifiziert werden können. So nennt Wikipedia noch weitere exotische Früchte wie den Granatapfel und die Acerola. Außerdem gibt es Gemüsesorten, die, teilweise nur in bestimmten Regionen, als Obst behandelt wird. Darunter zählt neben Fruchtgemüse wie Tomaten, Melonen und Kürbisse auch Blattgemüse wie Rhabarber.

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