
Der Begriff Haglundferse geht auf den schwedischen Chirurg Patrik Haglund (27.5.1870 – 8.12.1937) zurück, der diese Variante des Fersensporns in seinem Orthopädie-Lehrbuch von 1923 erstmals beschrieb.
Bei der Haglundferse (Haglund-Exostose) handelt es sich um einen Knochenvorsprung am seitlichen Rand des Fersenbeins – im Ansatzbereich der Achillessehne. Haglundfersen, die sich oft bei chronischen Reizzuständen ausbilden, müssen nicht unbedingt Beschwerden verursachen, gehen aber häufig mit Schmerzen einher, die das Lauftraining beeinträchtigen. Auffallend häufig treten Haglundfersen zugleich mit Achillessehnenentzündungen auf.
Ursachen der Haglundferse
Hinsichtlich der Ursachen der Haglundferse ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz einig. Zum Teil scheint die Haglundferse angeboren zu sein, zu einem weitaus größeren Teil aber führen zu hohe Laufbelastungen (zu lange Laufstrecken oder ein zu intensives Lauftraining) ohne ausreichende Dehnübungen, sowie schlecht sitzendes Schuhwerk zu diesen oft schmerzhaften Knochenvorsprüngen an der Ferse. Nicht zuletzt kann sich eine Haglund-Exotose auch aufgrund von Fußfehlstellungen herausbilden.
Symptome der Haglundferse
Die durch Haglundfersen verursachten Druckschmerzen im Bereich der Achillessehnen treten vor allem beim Laufen und Gehen auf. Oft zeigen sich an den Verknöcherungszonen rund um die Fersen auch Hautschwielen, Schwellungen und Blasen, die durch Druck auf schlecht sitzendes Schuhwerk entstehen. Wie beim Fersensporn ist auch bei der Haglundferse nicht der Sporn selbst die Ursache der Schmerzen, sondern die durch ständige Reizung ausgelöste Entzündung der Ferse.
Tragen Sportler mit Haglundfersen perfekt passende Straßen- und Laufschuhe, die den Fersenbereich unterstützen und Druck von ihm nehmen, kann es sein, dass die oft angeborenen Verknöcherungen überhaupt keine Beschwerden verursachen.
Haglundfersen therapieren
Bei schmerzhaften Haglundfersen sollte zunächst eine Laufpause eingelegt werden. Während der Schonzeit können Läufer auf alternative Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren auseichen, um sich fit zu halten. Zum Lindern der Beschwerden eignen sich Kühlungen der Ferse mit Eis sowie Quarkumschläge. Auch Ultraschall- und Stromanwendungen sowie die Stoßwellentherapie sind hilfreich, um eine Haglundferse konventionell zu therapieren und eine Operation nach Möglichkeit zu vermeiden. Als begleitende medikamentöse Behandlungsmaßnahmen kommen schmerz- und entzündungshemmende Tabletten und Salben in Frage.
Nach Abklingen der Beschwerden sollte der Wiedereinstieg ins Lauftraining sehr behutsam erfolgen, wobei beim Laufen immer wieder Gehpausen eingelegt werden sollten, um eine Überbelastung zu vermeiden.
Die Prognose für eine erfolgreiche Therapie der Haglundferse ist gut; allerdings kann sich die Behandlung über längere Zeit hinziehen.
Haglundfersen vorbeugen
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Eventuell vorhandene Fußfehlstellungen können durch Einlagen korrigiert werden, wodurch sich das Risiko für erneute Entzündungen der Ferse reduziert.
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Die Laufschuhe sollten ein Fersenpolster mit Locheinlage sowie einen hohen Schuhrand aufweisen.
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Läufer sollten auf das Tragen von engen Straßenschuhen verzichten, die einen Druck auf die Ferse ausüben, und sich stattdessen Schuhe kaufen, die durch eine leichte Fersenerhöhung Druck vom Fersenbein nehmen.
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Im Sommer lassen sich die Beschwerden durch Haglundfersen besonders leicht vermeiden, indem Schuhe mit freier Ferse getragen werden.
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Läufer mit Übergewicht können auch durch eine Gewichtsreduktion dazu beitragen, dass sich der Druck auf die Fersen reduziert.
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Nach dem Lauftraining ist es sinnvoll, die Fersen vorsorglich mit Eis zu kühlen.
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