Spurenelemente und Mineralstoffe sind essenziell für den Körper
Mineralstoffe spielen eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel. Sie kommen in sehr unterschiedlichen Mengen im Körper vor; von Spurenelementen ist dann die Rede, wenn das Mineral mit weniger als 15 Milligramm im Körper vorhanden ist. Trotz ihrer geringen Menge sind Spurenelemente wie die anderen Mineralstoffe wesentlich an körperauf- und abbauenden Prozessen beteiligt. Dazu gehören der strukturelle Aufbau von Knochen und Zähnen, die Weiterleitung von Nervenimpulsen, Gewährleistung des Herzschlags, sowie die Speicherung von Fetten und die Proteinsynthese.
Anders als die Vitamine werden Mineralstoffe und Spurenelemente in die Strukturen und die chemischen Substanzen des Organismus eingebunden. Sie werden also beim Schwitzen ausgeschieden. Außerdem werden Sie während des Sports im stärkeren Maße verbraucht.
Je stärker die Belastung desto höher der Bedarf an Spurenelementen und Mineralstoffen
Beim Sport werden vermehrt Stresshormone freigesetzt. Die erhöhte Ausscheidung von Adrenalin und Endorphinen hemmt die Aufnahme und Verteilung, aber auch die Ausscheidung von Mineralien. Die Aufnahme notwendiger Spurenelemente wird ferner dadurch vermindert, dass während der körperlichen Belastung der Magen-Darm-Trakt weniger durchblutet wird.
Bei kurzeitiger Belastung kann es zu Stoffwechselproblemen und somit zu einer Schwächung des Immunsystems kommen, wodurch Mineralstoffe verstärkt abgebaut werden. Für Ausdauersportler, ganz besonders für Läufer, ist die Veränderung der Darmschleimhaut während des Laufens jedoch von größerer Bedeutung: Sie führt zum Verlust von Mineralstoffen und Spurenelementen und reduziert den Anteil von Eisen und Zink im Blut. Und neben dem Schweiß werden während Wettkampfzeiten auch über Urin und Stuhl vermehrt essenzielle Elemente ausgeschieden.
Einen Mangel an Spurenelementen und Mineralstoffen gilt es zu vermeiden
Auch wenn die starke, andauernde Belastung vorbei ist, verliert der Körper über die Nieren noch etwa eine Woche lang wichtige Mineralstoffe. In der Erholungsphase nach einem Marathon etwa gehen rund 4 Gramm Magnesium verloren. Verluste von Mineralstoffen und Spurenelementen müssen also nicht nur während und unmittelbar nach dem Sport sondern langfristig ausgeglichen werden.
In Zeiten extremer Belastung ist es umso wichtiger, auf die richtige Ernährung zu achten. Diese sollte nicht zu einseitig, regelmäßig und vor allem ausreichend sein. Wer sich falsch ernährt riskiert einen Mineralstoffmangel, der zu Leistungsabfall und sogar zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Sportler mit Untergewicht müssen außerdem auf eine ausreichende Kalorienaufnahme achten, da ein Mineralstoffmangel bei ihnen schnell zu hormonellen Regulierungsstörungen und somit zu Erkrankungen wie Magersucht und Bulimie führen kann.
Auch zu viele Spurenelemente und Mineralstoffe sind schädlich
Neben der ausreichenden Versorgung mit Mineralstoffen ist es auch wichtig, die richtige Balance zu halten. Ein Überschuss an Mineralstoffen und Spurenelementen ist ebenso schädlich wie ein Mangel. Mehr als 500 Milligramm des Mineralstoffs Bor am Tag können zum Beispiel zu Erbrechen und Durchfall führen, Eisen und Chrome im Übermaß vergiften den Körper. Zu viel Magnesium kann die Nieren schädigen.
Über die herkömmliche Nahrungsaufnahme die nötigen Überdosen zu erzielen ist jedoch beinahe unmöglich. Vorsichtig sollte sein, wer zusätzlich zur normalen Nahrung Mineralstoffe in Tabletten oder Pulverform zu sich nimmt. Gerade Calcium und Magnesiumpräparate werden Sportlern zum Ausgleich der verlorenen Stoffe empfohlen, doch zu hohe Dosen können unter anderem zu Nierensteinen führen.