18.09.2012 von

Fisch

Fisch

Fisch: Nährstofflieferant aus dem Meer

Fisch ist in der menschlichen Ernährung ein wichtiger Bestandteil. Ähnlich wie Fleisch enthält Fisch 15-20% Eiweiß, das der Körper unter anderem für den Muskelaufbau benötigt. Doch nicht nur Eiweiß ist im Fisch enthalten, auch Vitamin B12, Vitamin D und Omega 3 Fettsäuren, um nur einige der wichtigen Inhaltsstoffe zu nennen. Letztere sorgen nicht nur für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem. Forscher konnten außerdem feststellen, dass eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Aminosäuren außerdem zu einer ausgeprägtem geistigen Fitness bis ins hohe Alter. Auch Vitamin B12 schützt vor einem erhöhten geistigen Zerfall. Taurin, welches in vielen Fischarten enthalten ist, besonders aber zum Beispiel in Hering und Seezunge, beeinflusst die Entwicklung des Gehirns schon beim Fötus und unterstützt die Entwicklung der Augen-Netzhaut.  Ein weiterer, wichtiger Vorteil von Fisch ist sein hoher Jodanteil.

Welcher Fisch ist besonders empfehlenswert?

Aus gesundheitlichen Aspekten dienen unterschiedliche Fischarten der Abdeckung unterschiedlicher Bedürfnisse. Besonders jodhaltig und daher empfehlenswert sind Speisefischarten wie Schellfisch und Kabeljau, oder Meeresfrüchte wie Garnelen.

 Während einer fettarmen Diät sollte man vor allem zu fettarmen Fischen greifen. Auch hier ist der Kabeljau angeraten, aber auch Alaska Seelachs und Scholle haben einen Fettgehalt von unter 2%.

Wie bei allen Lebensmitteln sollte der ernährungsbewusste  Verbraucher jedoch auch beim Fisch für Abwechslung sorgen, denn auch fettreiche Fische wie  Makrele, Lachs und Hering haben ernährungsphysiologisch viel zu bieten: Sie sind besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese sind für den aktiven Stoffwechsel unerlässlich.

Möchte der Verbraucher umweltbewusst leben, so spielt neben den ernährungsphysiologischen Werten auch die Herkunft des Meeresproduktes eine Rolle. Überfischung ist ein ernstes Thema und die Liste der bedrohten Fischarten ist lang. Die Organisation Greenpeace hat Fische und Meerestiere, die der Käufer besser meiden sollte, auf ihrer Homepage zusammengestellt. Hier finden sich zu bedrohten Arten wie dem Schellfisch auch Ausnahmen.

Einige Fischarten sind nur in bestimmten Gewässern überfischt, kommen aber in anderen noch in ausreichender Zahl vor. Das MSC Gütesiegel kann beim Kauf des Fisches Aufschluss darüber geben, ob ein Fisch aus unbedenklicher Fischerei stammt. Neben dem Gütesiegel kann sich der Verbraucher auch an den Fanggebieten orientieren. Diese sind auf den Verpackungen von Tiefkühlfischen angegeben.

Fisch und Sport

Für den Leistungssportler ist vor allem der jodgehalt im Fisch von Bedeutung.

Jod ist für den menschlichen Körper essenziell und wird für die Herstellung zweier besonders wichtiger Hormone benötigt, die in der Schilddrüse produziert werden: T3 (Triiodthyronin) und T4 (Tyroxin).

Diese Hormone steuern vor allem den Stoffwechsel und sind somit mitverantwortlich für Fitness und Wohlbefinden. Bei Leistungssportlern kann häufig ein massiver Jodmangel beobachtet werden, der schließlich zu Leistungseinbrüchen und Konzentrationsschwächen führen kann. Die Ursache:  ein vermehrter Schweißverlust. Schon ein Liter führt zu einer Einbuße von 15% der täglich aufgenommenen Jodmenge. Ein gut durchtrainierter Sportler verliert in etwa 1,5 Liter Schweiß pro Stunde. Diese Zahlen machen darauf aufmerksam, dass gerade bei längeren Läufen, etwa beim Marathon, auf eine ausreichende Jodzufuhr geachtet werden sollte.

Foto: (c) Christian Schwier | Fotolia.com

Noch keine Bewertungen vorhanden