Pulsuhr

Pulsuhren

Pulsuhren im Test

Pulsuhren gibt es in den verschiedensten Varianten, von einfach bis hin zur professionellen Pulsuhr. Es ist ratsam, dass bereits Laufanfänger eine Pulsuhr tragen, da sich so die Herzfrequenz über das komplette Training kontrollieren lässt und man so schon zu Beginn etwaige Lauf-Fehler in dieser Hinsicht verbessern kann. Dabei reicht die Auswahl von Einsteigermodellen von Sigma wie der Sigma Onyx Easy bis hin zu den Topmodellen unter den Pulsuhren wie der Garmin Forerunner 310XT oder der Polar RS 800.

Eine falsche Anzahl von Herz- Schlägen während de Laufens kann von Atembeschwerden über Seitenstechen bis hin zu einer Ineffizienz des Trainings führen und kann dann auch in einer nachlassenden Motivation enden. In dieser Kategorie stellen wir Ihnen in unseren Testberichten ausführlich die unterschiedlichen Modelle vor, zeigen Vor- und Nachteile und erläutern die Unterschiede zu anderen Pulsuhren. Zu jeder Pulsuhr haben wir Test und Testberichte recherchiert und das Ergebnis für Sie zusammengefasst.

Pulsuhren bei Stiftung Warentest

Auch die Stiftung Warentest hat insgesamt 18 Pulsuhren getestet. Die verschiedenen Kriterien wie Funktion (Testmessungen der Werte zur Herzfrequenz mit Probanden verschiedenen Alters und Geschlechts, Messungen der Pulsuhren neben Störungsquellen wie Straßenbahnen oder Hochsicherheitsleitungen), Haltbarkeit (Kratzfestigkeit der Displays, Wasserfestigkeit, Batterielaufzeit), Handhabung (Verständlichkeit der Gerbauchsanleitung, Einfachheit der Bedienung und Komfort des Brustgurts, wenn vorhanden), Vielseitigkeit (Weitere Funktionen der getesteten Pulsuhr) und Schadstoffe (Tests auf schädliche Inhalte in den Uhren oder Brustgurten) flossen zu unterschiedlichen Teilen in die Bewertung ein. Funktion und Handhabung fielen mit jeweils 40% am stärksten ins Gewicht . Insgesamt 11 Pulsuhren erhielten das Prädikat "gut"; die Polar FT60 ging mit einer Durchschnittsnote von 1,9 als Testsieger hervor. Dahinter reihen sich die Gamin Forerunner 110, die Polar FT40 und die Sigma RC1209 mit einer Note von 2,0 ein. Nicht empfehlenswert ist der Weltbild Pulsring, der als einziger die Note mangelhat erhielt.

Pulsuhren im Training?

Um das Lauftraining möglichst effektiv zu gestalten, wird von Sportmedizinern empfohlen mit einer Pulsuhr zu Laufen. Hierdurch lässt sich ein Training im optimalen Pulsbereich / bei optimaler Pulsfrequenz fokussieren. Ziel ist es beim Laufen den Körper zu fordern, aber weder zu über- noch zu unterfordern. Vorsicht ist aber auch hier geboten: Nicht der Pulsmesser sollte die Geschwindigkeit im Endeffekt bestimmen, sondern der eigene Körper. Faustregel ist hier, wer auf etwa 8 Schritte noch einmal aus- und einatmen kann, befindet sich noch auf einem guten Niveau.

Das Herz und seine Aufgaben

Das Herz ist das wohl wichtigste Organ des Menschen und schlägt im Schnitt in etwa 70 Mal in der Minute. Diese Zahl gilt allerdings nur im Ruhezustand. Schon bei geringer Aktivität des Körpers steigt die Herzfrequenz und der Ruhepuls von ca. 70 wird überschritten. Wenn das Herz maximale Belastungen aushalten muss, kann es auch dreimal so hoch schlagen. Jedes Mal wenn das Herz schlägt, werden alle Zellen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt. Das Herz pumpt das Blut durch den gesamten Körper und nimmt dieses im Anschluss wieder auf, damit die Blutkörperchen erneut mit Sauerstoff angereicht werden können.

Bei jedem Herzschlag werden ca. 70 Milliliter Blut durch den Körper gepumpt. Hochgerechnet sind dies ca. 4,9 Liter Blut in der Minute, in der Stunde 294 und am Tag in etwa 7.100 Liter. Wenn man bedenkt, dass das Herz lediglich 300 Gramm schwer ist, ist diese Leistung schon bemerkenswert. Jedes Herz schlägt allerdings anders, auch bei Zwillingen können Belastungs-, Maximal- und Ruhefrequenzen sehr unterschiedlich sein. Das Herz braucht konstant Herausforderungen und wächst mit seinen Aufgaben.

Durch die Benutzung eines Pulsgerätes kann das Herz überwacht werden

Die Benutzung einer Pulsuhr ist mittlerweile für viele Personen eine Selbstverständlichkeit geworden, dabei spielt es keine Rolle, ob die Sportler Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis sind. Pulsgeräte sind für alle Leistungsstufen geeignet und vermitteln dem Benutzer die Körperwerte. Überlastungen können jederzeit vermieden und entsprechende Informationen gesammelt werden. Viele Pulsuhren sind des Weiteren in der Lage die Hfmax zu ermitteln, diese berechnet sich aus dem Lebensalter und der maximalen Herzfrequenz. Zu beachten ist hier allerdings die Tatsache, dass die Fehlerquellen hier sehr hoch liegen.

Es gibt jedoch eine Faustformel, bei welcher man die Trainingsleistung sehr gut verfolgen kann. Man sollte das Tempo jede Minute so stark steigern, dass der Puls um jeweils zehn Schläge ansteigt. Falls diese Steigerung nicht mehr realisiert werden kann, sollte man versuchen das Tempo nochmals zu steigern und direkt im Anschluss den Puls zu messen. Bei gesunden Personen sollte man in etwa 50 bis 60 Prozent des HFmax erreichen. Der ideale Trainingsbereich liegt in etwa bei 60 bis 75 Prozent.

Wie sollte man das Training gestalten?

Die Pulsuhr sollte für das Training konstant mit Daten gefüllt werden, dadurch kann der persönliche Trainingsbereich ermittelt werden. Dies ist von größter Wichtigkeit, denn dann kann die Pulsuhr das richtige Signal aussenden und dem Benutzer vermitteln, ob dieser das ideale Trainingtempo einhält.

Das Training wird des Weiteren wesentlich einfacher, denn der Benutzer muss sich nicht auf seine Herzfrequenz konzentrieren, diese Aufgabe übernimmt die Uhr. Laut aktuellen Studien benutzen Läufer zumeist lediglich die Funktionen der HF-Anzeige, die Stoppuhr und die Uhr. Da viele Läufer auch abnehmen wollen, sollte man jedoch die Funktion der Kalorienanzeige kennen. Wer wirklich abnehmen möchte, muss zusätzlich die Essgewohnheiten ändern, allerdings kann man den Kalorienverbrauch durch die Pulsuhr ungefähr erkennen.

Genauigkeit der Messung und Übertragung der Pulsuhr

Insbesondere wenn Sie in der Stadt laufen, ist wichtig, dass die Pulsuhr störungsunempfindlich gegenüber elektromagnetischen Felder, wie zum Beispiel von Strommasten, Handyantennen, Verkehr etc., und auch noch genaue Messergebnisse liefert, wenn Stöße und unebenes Gelände den Pulsmesser und Brustgurt fordern.

Tragekomfort von Pulsuhr und Brustgurt

Als Sensor dient in den meisten Fällen ein Brustgurt, der die Daten an die Pulsuhr übermittelt. Dieser sollte gut und fest sitzen, nicht scheuern oder rutschen, das Material sollte hautverträglich und am besten aus weichem Stoff sein, der sich auch waschen lässt. Als Primus gilt hier die Firma Polar mit ihren Brustgurten.

Läufer, die absolut keine Brustgurte wollen, können auch auf Alternativen zurückgreifen, zum Beispiel bietet die Firma Dunlop Pulsuhren, die auch ohne Brustgurt funktionieren. Die EKG-Messgenauigkeit ist allerdings etwas schlecht bzw. weniger genau. Wer auf Pulsuhren komplett verzichten möchte findet allerdings nur wenige Alternativen. Ein Ohrclip ist für das Fitnesscenter eine Alternative, allerdings beim Trainingslauf in freier Wildbahn, ist das Kabel meistens zu störend.

Wie Sie die individuell passenden Funktionen finden

Generell gilt, dass teurere Geräte meistens mit einem umfangreichen Funktionsangebot werben und Verkäufer auch diese gerne in Vordergrund stellen. Welche Funktionen für Sie relevant sind, liegt an Ihren eigenen persönlichen Wünschen und auch an Ihrem Leistungsstand.

Das wichtigste ist, dass die Herzfrequenz deutlich und gut lesbar angezeigt wird. Weitere Basisfunktionen sind die Einstellbarkeit von Alter, Gewicht, so dass zum Beispiel der Body-mass-Index errechnet werden kann. Weiter sollte die Einstellmöglichkeit einer Herzzielfrequenz gegeben sein, um hiermit entscheiden zu können in welche Richtung das Lauftraining tendieren soll: Ausdauer, Kraft oder zur Fettverbrennung. Akustische Signale helfen dabei den passenden Pulsfrequenzbereich zu finden bzw. beim Laufen beizubehalten. Dazu müssen der obere und untere Pulsbereich eingestellt werden. Um Wasserschäden zu vermeiden macht es aber auch durchaus Sinn, dass die Pulsuhr wasserfest bzw. wasserdicht ist.

Welche Pulsuhr sollte man auswählen?

Die Pulsuhr sollte ein einem Fachsportgeschäft gekauft werden, dort werden auch direkt die Funktionen erklärt. Normale Sportler müssen keine hochleistungsfähige Pulsuhr besitzen, es existieren sehr billige Modelle, welche alle benötigten Funktionen besitzen. Falls man sich dennoch für eine hochleistungsfähige Uhr entscheidet, können zusätzliche Funktionen wie beispielsweise ein Interface zum PC, GPS, Infrarot, Kompass, Höhenmesser und Barometer erlangt werden. Ob die Investitionen ihr Geld wert sind, muss jeder Sportler für sich selbst entscheiden. In der Regel reicht für den Freizeitsportler allerdings die billigere Variante.