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04.02.2015 von Silvana Arndt

Joggen in Maßen statt in Massen

Langzeitstudie belegt negative Trainingsfolgen

Joggen in Maßen statt in Massen

Die Menschen sind im Allgemeinen in zwei Lager einteilbar: Die eine Hälfte vertritt die Meinung „Sport ist Mord!“ und verzichtet darum fast völlig auf Bewegung. Die andere Hälfte ist komplett konträr eingestellt und verfolgt die Devise „Viel hilft viel!“, weswegen sie sich kaum vom Sporteln abhalten lässt. Dass sich aber nachweislich beide Verhaltensweisen schlecht auf die Gesundheit auswirken können, das haben aktuell dänische Forscher bewiesen.

Intensives Joggen schmälert Lebenserwartung

In einer Langzeitstudie über zwölf Jahre sammelte das Team um Peter Schnohr vom Frederiksberg-Hospital in Kopenhagen die Daten von 1.098 Joggern und 413 unsportlichen Nicht-Joggern, die zu Beginn der Studie jedoch alle gesund waren. Am Ende der Datenerhebungsphase stellte sich heraus, dass die Sterblichkeitsrate bei den exzessiven Joggern annähernd so hoch war wie bei den Nicht-Joggern.

Die Forscher kamen darum zu dem Schluss, dass nach dem Herausrechnen von Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen oder das Alter, ein sehr intensives Joggen über mehrere Jahre hinweg hohe Gesundheitsrisiken, vor allem für das Herz-Kreislauf-System mit sich bringt und somit die Lebenserwartung schmälert.

Geschwindigkeit ist nicht das Wichtigste

Dieses Ergebnis bedeutet natürlich nicht, dass Joggen lebensgefährlich ist. Es wird lediglich bewiesen, dass wie überall im Leben die Dosis das Gift ausmacht. Jogger, die sich in die Kategorie „leicht“ oder „moderat“ einordnen lassen, leben demnach am gesündesten, so die Forscher.  

In ihrem Artikel im „Journal of the American College of Cardiology“ geben sie als perfekte Laufdauer ein bis zweieinhalb Stunden verteilt auf maximal drei Einheiten pro Woche an. Dabei wird eine Geschwindigkeit von unter zehn Stundenkilometern empfohlen. Alles, was sich länger oder schneller gestaltet, ist gemäß Schnohr unnötig, wenn nicht sogar auf Dauer schädlich.

Körperliche Betätigung in Maßen

Schon im vergangenen Jahr wies eine US-amerikanische Studie mit 55.000 Erwachsenen nach, dass ein tägliches Joggen von fünf bis zehn Minuten ausreicht, um das Leben um etwa drei Jahre zu verlängern. Die Studie bestätigt ebenfalls die Aussage, dass das Lauftempo nicht entscheidend für die Qualität des Joggens ist.

Die Forscher der Universität Iowa, welche die texanischen Daten der Studie auswerteten, gaben sogar an, dass für alle Lauf-Muffel 15 Minuten strammes Gehen bzw. Wandern den gleichen Effekt habe. Insgesamt zeigt sich also, dass eine körperliche Betätigung in Maßen oft sogar mehr bringt, als in Massen. Wenn das nicht auch die letzten Zweifler vom Sofa holt…

 

Quellen: welt.de | n-tv.de | stern.de

Foto: © Christopher Nuzzaco

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Dorislon
17 Juli 2017 - 07:50
Sport macht allerhöchstens Spaß, aber nicht gesund
Ein sehr schöner Beitrag, weil er das Joggen nicht als "Non plus ultra" darstellt, sondern aus einer vernünftigen Sichtweise betrachtet. Beide Betrachtungsweisen, wie sie am Anfang des Artikels vorgestellt werden, sind Extreme. Und Extreme können nie positive Wirkungen haben, weil sie immer die Grenzen überschreiten. Sportler sind meistens leistungsorientiert und machen sich dadurch das was nützlich sein kann zum Feind. Darum ist Sport tatsächlich Mord, auf alle Fälle nicht gesund. Eine Tätigkeit sollte Spaß machen. Leistungsdruck ist ein Faktor, der andere Bedürfnisse befriedigt als die des Genusses. Und das Leben sollte Genuss sein. Wahren Genuss erfährt man durch Vielseitigkeit, durch Kreativität, durch Flexibilität. Spielerisch und mit Leichtigkeit Bewegung genießen ist das Heilmittel für ein langes gesundes Leben. Den Sportlern fehlt diese spielerische Leichtigkeit, genauso aber auch denjenigen, die auf Bewegung verzichten und sich auf die Floskel "Sport ist Mord" berufen. Trägheit ist ebenfalls Mord, körperlich wie geistig. Es ist wichtig den Mittelweg zu finden. Bewegung aus Spaß an der Bewegung. Bewegung ohne sportlichen Ehrgeiz ist das Geheimnis für ein langes gesundes Leben. Bewegung sollte Kreativität, Flexibilität und Leichtigkeit beinhalten. Deswegen ist Joggen nur ein kleiner Teil für ein gesundes Leben. Joggen hält den Kreislauf in Schwung und das ist gut. Für ein erfülltes Leben gehört Befriedigung, Schmerzfreiheit und dauerhaftes Wohlgefühl. Dazu gehört mehr als nur Sport. Gesundheiht, bewusstes Leben, gesunde Ernährung, Freiheit der Gedanken, Kreativität sind die Aspekte, die Befriedigung schaffen. Ein bisschen Joggen oder Walken ist eine tolle Sache. Es sollte jedoch nicht zuviel sein, damit die anderen Aspekte eines gesunden und zufriedenen Lebens nicht zu kurz kommen. Joggen hält den Kreislauf in Schwung und fördert die Ausdauer. Joggen oder Walken hilft nicht für alle anderen gesundheitsfördernden Aspekte.Es ist deswegen wichtig, nicht zu viel Zeit für das Joggen oder Walken zu verwenden,. sondern der Kreativität, der Abwechslung Raum zu geben. Bewege dich im Geist und mit deinem Körper. Anregungen gebe ich Dir auf meiner Webseite http://bewegung-ernaehrung-entspannung.de/. Ich hoffe, Du schaust einmal vorbei.
Karl-Heinz Costin
16 November 2015 - 21:42

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