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10.01.2012 von Jennifer Albrecht

Pflege von Laufbekleidung

Laufbekleidung wachen und pflegen

Pflege von Laufbekleidung

Wer Sport treibt schwitzt, und wer schwitzt, muss seine Laufbekleidung regelmäßig waschen. Ansonsten kommt es früher oder später zu unerwünschter Geruchsbelästigung. Aber worauf sollte geachtet werden, wenn die Funktionsbekleidung in die Waschmaschine kommt? Denn schließlich hat die Sportkleidung ja eine Menge Geld gekostet.

 

Die Evolution der Laufbekleidung macht besondere Pflege erforderlich

Früher gab es noch keine Hightech-Materialien, die einer besonderen Pflege bedurft hätten. Da wurde das Baumwoll-T-Shirt einfach mit der Buntwäsche gewaschen. Doch heute ist das anders. Moderne Laufbekleidung besteht aus Lycra, Gore-Tex oder Sympatex. Also Mikrofasern, die verschiedene Funktionen erfüllen.

Zum einen soll Bekleidung einen Sportler warm halten, zum anderen soll der Schweiß von der Haut weg transportiert werden, damit diese möglichst lange trocken bleibt. Damit der Schweiß optimal nach außen transportiert wird, werden für Funktionsbekleidung semipermeable Membranen verwendet. Das heißt, Flüssigkeit kann nur in eine Richtung durch den Stoff gelangen, wodurch eine optimale Feuchtigkeitsregulierung gewährleistet wird.

So waschen Sie Ihre Laufbekleidung richtig

Damit das auch so bleibt, sollten Sie beim Waschen auf Weichspüler verzichten. Dieser zerstört die Faserstruktur, die den Feuchtigkeitsaustausch reguliert. Gleiches gilt zum Teil auch für Waschpulver. Die darin enthaltenen Tenside können im Gewebe zurückbleiben. Besser geeignet sind spezielle Feinwaschmittel, die rückstandslos aus der Wäsche verschwinden. Synthetische Fasern neigen dazu, unangenehme Gerüche anzunehmen. Einige Waschmittelhersteller haben bereits darauf reagiert und bieten spezielle Sportwaschmittel in ihrem Sortiment an, die Gerüche entfernen ohne die Funktion der Membranen zu beeinträchtigen.

Perwoll Sport gibt es im Handel für ca. 5,00 €. Um die Textilien zu schonen sollte die Pflegeanweisung beachtet und im Schonwaschgang bei 30°C gewaschen werden. Es gibt aber auch einen einfachen Trick, mit dem Gerüche effektiv aus der Kleidung entfernt werden können. Die vollständig getrocknete Funktionswäsche in einer Plastiktüte für bis zu 48 Stunden in den Gefrierschrank legen, dann sollten alle geruchsverursachenden Bakterien abgetötet sein.

Tipps für eine lange Freude an der Laufbekleidung

Grundsätzlich sollten Sie auf einen Wäschetrockner verzichten, denn Funktionstextilien sind besonders hitzeempfindlich. Besser ist es, die Laufbekleidung an der frischen Luft trocknen zu lassen. So haben Sie länger etwas von Ihrem Laufdress, vorausgesetzt es wird nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Waschen Sie die Kleidung auf links und verwenden Sie die für das jeweilige Material geeignete Pflegemittel. Schließen Sie alle Reiß- und Klettverschlüsse und stecken Sie die Kleidung zum Waschen in eine Kissenhülle.

Eine niedrige Umdrehungszahl beim Schleudern und geringe Lademenge der Trommel schont die Textilien zusätzlich. Die Pflegetiketten geben spezielle Hinweise, worauf beim Bügeln geachtet werden sollte. So wird bei Gore-Tex ein Tuch zwischen Bügeleisen und Kleidung gelegt und dann warm dampfgebügelt. Gore-Tex Kleidung kann auch bei warmer Temperatur im Trockner getrocknet werden. Wärme wirkt sich hier positiv auf die wasserdichte Imprägnierung aus.

Imprägnierung

Die Imprägnierung von Laufkleidung ist sehr sinnvoll, da sie tief in den Stoff eindringt und sich an den Fasern festsetzt. Die Oberflächenspannung des Kleidungsstücks wird verringert und Wasser perlt ab. Es gibt Laufbekleidung, die bereits imprägniert ist. Sie können diese aber auch mit einem speziellen Imprägnierspray selbst vor Nässe schützen. Eine Imprägnierung hält zwar sehr lange, aber doch nicht ewig. Durch häufiges Tragen, Schmutz und Waschmittel verringert sich die Wirkung, weshalb die Imprägnierung regelmäßig erneuert werden sollte.

Foto: @ esemelwe / istockphoto

 

Fazit

  • Beim Waschen auf Weichspüler verzichten
  • Gut geeignet sind Flüssigwaschmittel, die rückstandslos aus der Wäsche verschwinden
  • Zur Geruchsentfernung vollständig getrocknete Funktionswäsche in einer Plastiktüte für bis zu 48 Stunden in den Gefrierschrank legen
  • Grundsätzlich sollten Sie auf einen Wäschetrockner verzichten
 
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Kommentare

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Gefrierfach
meines wissens versetzt man die bakterien nur in ruhezustand, so dass diese wieder mit aufgetaut werden und dann weiter strinken. kochen tötet bakterien, aber leider auch die funktionsklamotte.
marcus
15 Oktober 2012 - 08:54

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