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von Jennifer Albrecht

Laufsocken

Die Vereinigung von Fuß und Laufschuh

Laufsocken

 

Warum ein Läufer bei der Laufbekleidung nicht auf Laufsocken verzichten sollte, zeigt sich schnell, denn welcher Läufer kennt das nicht: Man läuft gerade richtig schön, genießt die Welt und freut sich des Lebens, da kommt plötzlich dieser Schmerz am Fuß - eine Blase. Die Freude ist vorbei. Doch woher kommt die Blase? Oftmals ist die Ursache eine schlecht sitzende Socke. Durch die Faltenbildung entsteht Reibung, so dass die empfindliche Haut am Fuß gereizt wird und sich an der Reibungsstelle eine Blase bildet.

Deshalb gilt für jeden Läufer: auf die richtige Laufsocke kommt es an, damit Sie beim Lauftraining keine schmerzenden und qualmenden Füße bekommen. Eine der wichtigsten Regeln lautet: Lieber einen etwas größeren Laufschuh und kleinere Socken wählen, allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie in den Laufschuhen nicht hin- und her rutschen, denn gerade das ist dafür verantwortlich, dass Blasen entstehen.

Die Wahl der richtigen Laufsocken

Die Wahl der richtigen Socke ist mitentscheidend für den Lauferfolg und den Laufspaß. Ein wichtiges Kriterium für die passende Laufsocke ist das Material. Laufsocken aus Elasthan oder Lycra passen sich dem Fuß an, sind aber dennoch so dehnbar und flexibel, dass Ihr Fuß nicht eingeengt oder gar abgeschnürt wird. Allerdings haben diese synthetischen Materialien den Nachteil, dass sie mehr Feuchtigkeit speichern und dadurch Ihre Füße stärker zum Schwitzen bringen. Hersteller von Laufsocken versuchen diesem Effekt durch die Verwendung von weniger synthetischen Fasern entgegen zu wirken. Neben dem Material ist auch die Form der Socke für das Fuß-Wohlbefinden beim Laufen ausschlaggebend.

Die Laufsocke hat zwei stützende Bereiche. Zum Einen den Beinabschluss, der nicht zu eng und nicht zu schlabbrig sein darf, damit weder das Bein abgeschnürt noch die Socke störend nach unten rutschen kann, und die Mittelfußstütze, die dafür sorgt, dass sich die Socke während des Laufens nicht verdreht. Die meisten Sportsocken verfügen über eine Polsterung. Dabei gilt: Je wettkampftauglicher die Socke sein soll, desto dünner sollte die Polsterung ausfallen, damit der Läufer das Gefühl für den Lauf und die Strecke behält.

Die Polsterung dient dazu, zu dämpfen, und die Bildung von Blasen zu verhindern. Sollten Sie gerne mit dick gepolsterten Socken laufen, achten Sie darauf, dass Sie unter Umständen Ihren Laufschuh eine halbe Nummer größer als normal wählen.

Atmungsaktive Socken

Ein anderer Fokus wird auf die Atmungsaktivität der Laufsocken gelegt. Der so genannte Wicking-Effekt, der den Feuchtigkeitstransport bezeichnet, spielt bei Läufern und Herstellern zunehmend eine Rolle, denn gerade feuchte Füße sind besonders anfällig für Blasen. So enthalten die meisten Sportsocken ein Wicking-Material, wie CoolMax, Polypropylen oder Merino-Wolle, das dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit schnell nach außen transportiert wird und sich der Fuß auch nach längerem Lauf noch trocken anfühlt.

Eine ganz neue Entwicklung des Laufsports sind die Energizing Socken. Die kniehohen Strümpfe stabilisieren die Wadenmuskulatur und vermindern ein frühzeitiges Ermüden, außerdem sorgen sie dafür, dass die Blutzirkulation verbessert wird und haben auf diese Weise einen positiven Effekt auf die Energie und Kraft des Läufers.

Sportbandagen und Laufsocken

Eine Möglichkeit den Halt zu verbessern und die Gelenke zu schonen sind Sportbandagen. Doch auch manche Laufsocken sind so verstärkt, dass sie sich positiv auf die Gelenke und Knöchel auswirken und einen zusätzlichen Schutz gegen das Umknicken bieten.

Sie sehen schon, die Laufsocke ist eine Wissenschaft für sich. Wichtig, damit Sie und Ihr Fuß sich rundum wohl fühlen ist die Kombination von passendem Laufschuh und passender Socke, denn auch die beste Socke hat keine positiven Auswirkungen, wenn der Schuh drückt. Es empfiehlt sich daher also immer mit dem Schuh auch gleich die Socke auszuwählen. Damit Sie wissen, ob die Socke auch tatsächlich passt, müssen Sie sie unbedingt anprobieren und am besten eine Weile gemeinsam mit dem Laufschuh Probe laufen.

Sie müssen sich mit Ihrer Laufsocke wohl fühlen und dies hängt entscheidend von Material, Größe und Passform ab. Weniger ist hier oft mehr, zumindest in Bezug auf die Stoffdicke.

Dicke Socken halten Ihren Fuß zwar warm, allerdings dürften sicher die wenigsten Läufer während des Laufens kalte Füße bekommen. Auf jeden Fall gilt: Mit der passenden Laufsocke und den richtigen Laufschuhen wird das Laufen deutlich angenehmer und Blasen gehören zunehmend der Vergangenheit an.

 

Fazit

  • Oftmals ist die Ursache für eine Blase eine schlecht sitzende Socke, durch die Faltenbildung dann Reibung und somit die Blase entsteht
  • Lieber einen etwas größeren Laufschuh und kleinere Socken wählen
  • Material und Form der Laufsocke sind entscheidend für das Fuß-Wohlbefinden beim Laufen
  • Der Wicking-Effekt bezeichnet den Feuchtigkeitstransport und Atmungsaktivität der Laufsocken
 
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Kommentare

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Sportsocken mit Kompression?
Sehr interessanter Bericht. Ich habe nun einige Artikel zu Sportstrümpfen gelesen und bin dabei auf Kompressionsstrümpfe für Läufer geraten. Diese sind ja auch mit Lycra und anderen Mikrofasern hergestellt. Was haltet ihr z.B. von sowas? Bringt das was? http://www.youtube.com/watch?v=ltsUF5oGT9Y Grüsse Reto
Reto
20 Februar 2012 - 01:27

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