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10 Tipps zum Laufschuhkauf

Informationen und Beratung ist das A und O

Laufen ist in Deutschland zum Volkssport herangewachsen, nicht zuletzt weil die Anforderungen an die Ausrüstung denkbar einfach sind. Um diesem Hobby nachzugehen braucht es allen voran das richtige Schuhwerk. Zudem ist es erforderlich einen Kleidungsbestand im Schrank zu haben der allen Witterungsverhältnissen Rechnung trägt. Herzfrequenzmesser und weitere Accessoires sind kein Muss, können aber hilfreich sein. Vor dem Kauf des richtigen Laufschuhs gibt es allerdings eine Fülle von Punkten zu beachten, die ein verletzungsfreies und angenehmes Laufen sicherstellen.

1. Gehen Sie in ein Fachgeschäft Ihres Vertrauens

Suchen Sie sich ein Geschäft mit einer großen Auswahl an Sportschuhen und mit kompetenter Beratung. Neben der Information über Fachmagazine empfiehlt sich immer der Kontakt zu anderen Läufern und ihren persönlichen Erfahrungen. Dabei geht es in erster Linie nicht um die Festlegung auf einen bestimmten Schuh sondern vielmehr um die Empfehlung für einen kompetenten Anbieter in Ihrer Nähe. Hier sollten Sie den Schuh finden, der "für Sie gemacht" ist.

2. Zeitpunkt des Kaufs kann entscheidend sein

Am besten kaufen Sie die Laufschuhe abends oder nachdem Sie ein Lauftraining absolviert haben. Da Ihre Füße sich zu diesem Zeitpunkt ausgedehnt haben, können Sie besser einschätzen, ob der Schuh passt.

3. Vorbereitung vor dem Beratungsgespräch

Bevor Sie in ein Fachgeschäft gehen und sich beraten lassen, sollten Sie sich einige Dinge klarmachen und diese Fragen beantworten:
  • Körpergewicht und Körpergröße
  • Wieviele Laufkilometer absolvieren Sie pro Woche?
  • Auf welchem Laufuntergrund laufen Sie häufig?
  • Wie sieht der Einsatzbereich der Schuhe aus?
  • Welche Fußform haben Sie? Wurde bereits eine Fußfehlstellung bei Ihnen festgestellt?
Ein guter Berater wird Ihnen diese Fragen auf Anhieb stellen, wenn Sie einen Laufschuh kaufen möchten. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie eventuell ein anderes Fachgeschäft in Betracht ziehen.

4. Alte Laufschuhe können helfen

Um den individuellen Laufstil zu ermitteln, sollten Sie ein Paar Ihrer alten Laufschuhe zur Verkaufsberatung mitbringen. Das Personal wird anhand der Abnutzung schnell feststellen, worauf in Ihrem Fall zu achten ist.

5. Die Laufbandanalyse als Grundlage

Gerade als Laufanfänger sollten Sie auf jeden Fall eine Laufbandanalyse durchführen lassen. Bei der Laufbandanalyse kann festgestellt werden ob eine Überpronation oder Supination vorliegt. Mithilfe der Analyse kann der richtige Laufschuh ausgewählt werden, der diese Fehlstellung aufhebt. Ein Footscan oder das auffällig platzierte Laufband zur Analyse sind wichtige Komponenten vor dem Kauf, ersetzen aber niemals den fachlich geschulten Berater, der aus dem breiten Sortiment mindestens drei Modelle herausfiltern sollte, die Ihren Anforderungen gerecht werden.

6. Lassen Sie sich Zeit

Bei einer detaillierten Beratung mit einer vielfältigen Auswahl von Modellen werden Sie schnell feststellen wie viele Unterschiede es tatsächlich gibt - der Teufel steckt manchmal im Detail. Daher ist es auch unbedingt notwendig, beim ersten Schuhkauf oder einem anvisierten Modellwechsel ausreichend viel Zeit einzuplanen. Nur so hat der Berater Gelegenheit auf Sie einzugehen und zu gewährleisten, dass sich der anschließende Laufspaß mit großer Wahrscheinlichkeit erhöht.

7. Laufsocken als Unterstützung

Bringen Sie zum Kauf auch Ihre Laufsocken mit. Dadurch bekommen Sie ein besseres Gefühl dafür, ob der Schuh auch beim richtigen Lauftraining gut passen wird.

8. Vielleicht eine Nummer größer?

Verlassen Sie sich nicht auf Ihre normale Schuhgröße. Oft fallen Laufschuhe verschieden groß aus, deshalb kann es sein, dass Sie einen Schuh zwei Nummern größer brauchen. Hier gilt die Daumenregel: Eine Daumenbreite Platz sollte zwischen der längsten Zehe und der Spitze des Schuhs sein – auch im Stehen!

9. Extra Frauenmodelle

Es gibt nicht umsonst von jedem Laufschuh noch ein Modell extra für Frauen. Die Damenwelt sollte sich prinzipiell für das Frauenmodell entscheiden, da diese der Anatomie des weiblichen Fußes angepasst sind.

10. Subjektives Gefühl muss entscheidend sein

Aller Beratung zum Trotz sind letztendlich Sie der Entscheider über Kauf oder Nichtkauf. Dabei ist das subjektive Gefühl im Schuh elementar. Wenn der Schuh passt, sich bei einem kurzen Testlauf gut anfühlt und alle Anforderungen an die Anatomie erfüllt, steht einer Investition nichts mehr im Wege.  
  • Beim Laufschuhkauf sollte viel Zeit eingeplant werden, um auch den richtigen Laufschuh finden zu können.
  • Laufbandtests können helfen, allerdings nur, wenn die spätere Laufstrecke auch eben ist.
  • Bei Schuhen für Geländeläufe ist ein Laufbandtest nicht sehr effektiv.
  • Am Ende muss auf jeden Fall das subjektive Gefühl entscheiden, ob der Schuh passt und gekauft werden soll.
Quellen und weiterführende Links:

Foto: unsplash.com