Einlagen für Laufschuhe
Wie wirken Einlagen und wann sind sie sinnvoll?
Der Fuß ist in seiner Konstruktion ein kleines Wunder. Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder sind so beschaffen, dass unsere Füße große Belastungen unbeschadet aushalten können. Bleiben aber regelmäßige Reize aus, kann das Fußgewölbe einbrechen. Die Folge sind Fehlbelastungen. Als orthopädisches Hilfsmittel, sollen Einlagen helfen, den Fuß wieder in seine natürliche Position zu bringen.
Eine gesicherte wissenschaftliche Datenbasis über die Wirkungsweise von Einlagen gibt es bis heute nicht. Aber es gibt eine Reihe Erfahrungswerte für einen sinnvollen Einsatz von Einlagen. Wann brauchen Läufer also Einlagen?
Zunächst einmal sollte man sich anschauen, welche Funktionen unsere Füße erfüllen, bevor man diese Frage beantworten kann. Ein Fuß passt sich dem Untergrund an, verzögert den Aufprall bei der Laufbewegung, dämpft die Aufprallenergie und ist an der Vortriebsbewegung beteiligt. Es hätte schwerwiegende Folgen, wenn man eine dieser Funktionen beeinträchtigt. Aber genau das tut man, wenn man ohne Grund Einlagen verwendet. Denn diese sollen zwar das Fußgewölbe unterstützen, nehmen den Muskeln aber die benötigte Arbeit ab. Mit den ausbleibenden Reizen ermüdet die Muskulatur und eine bereits vorhandene Fußfehlstellung wird schlimmer statt besser. Das beste Training für Ihre Füße ist es, regelmäßig barfuß zu laufen.
Dennoch gibt es sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Einlagen. Besonders wenn ein Läufer unter Schmerzen oder Problemen leidet, die man anders nicht mehr in den Griff bekommt. Insbesondere wenn die Schmerzen durch eine Verbesserung der Lauftechnik, Athletiktraining oder einen Schuhwechsel nicht zu beeinflussen sind. Auch bei akuten Problemen kann übergangsweise eine Einlage zu Einsatz kommen. Bei absehbaren orthopädischen Folgeschäden durch eine starke Abweichung der Gelenkstellung von der Normalposition sind ebenfalls Einlagen zu empfehlen.
Einlagen sind aber keinesfalls Ersatz für ein aktives Training der Fußmuskulatur. Sie sollten so oft wie möglich barfuß trainieren. Besonders positiv wirkt sich Laufen auf Sand aus, weil die Zehen sich hier tief in den Sand graben und so die Fußmuskulatur besonders intensiv arbeitet.
Sollten Präventivmaßnahmen nicht mehr ausreichen, gibt es verschiedene Korrekturelemente, die nach vorheriger Analyse individuell angepasst werden sollten.
Längsgewölbestützen
Durch eine Erhöhung an der Innenseite der Einlage wird eine Überbeweglichkeit eingeschränkt. Menschen mit Knick-, Senk- oder Plattfuß brauchen häufig eine solche Stütze.
Pelotten im Vorfußbereich und Zehenleiste
Wer unter Spreizfußbeschwerden leidet, kann sich eine Einlage mit angepasster Pelottenform zulegen, die das geschwächte Quergewölbe im Vorfußbereich wieder aufrichtet. Auch eine Zehenleiste unterstützt das Gewölbe aktiv, indem die Greiffunktion der Zehen animiert wird.
Supinationskeil
Ein Supinationskeil kippt den Fuß in die Supination. Er dient als Unterstützung einer Längsgewölbestütze und wird zum Abfangen von Knickfüßen und X-Beinen benutzt.