Die Zwischensohle
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Laufschuhs und für die richtige Dämpfung und Abfederung des Gewichts des Läufers maßgeblich, ist die Zwischensohle. Sie besteht aus dämpfendem Material und ist Träger für weitere abfedernde Elemente. Früher wurde zur Dämpfung Schaumgummi benutzt. Heute wird für das Material der Zwischensohle Polyurethan (PU) und Ethylen-Venyl-Acetat (EVA) verwendet.
Zur Herstellung von Zwischensohlen können zwei unterschiedliche Verfahren angewendet werden. Die konventionelle Methode schneidet aus Materialplatten die Zwischensohlenform aus und befestigt diese mit der Sohle und dem Schaft. Der Vorteil liegt in einer sehr gleichmäßigen Dichte der Zwischensohle, in einem höheren Härtegrad und einer größeren Stabilität. Letzteres ist besonders für Läufer mit einem höheren Gewicht von Nutzen, da sie oft auf eine bestimmte Führungseigenschaft des Laufschuhs angewiesen sind.
Die Aufschäummethode kommt dieser Anforderung nicht entgegen. Dafür kann sie mit einem geringeren Gewicht punkten und sie macht die Sohle biegsamer und flexibler. Zudem lässt sie dem modischen Aspekt einen größeren Spielraum, da hier die Materialen Polyurethan und Ethylen-Venyl-Acetat in Form von Schaum in Spritzmulden gedrückt werden, so dass die Zwischensohle verschiedene modische Formen annehmen kann (Czioska, 2000, S. 28 ff.).
Der Läufer erfährt hier eine schonende und schützende Dämpfung seiner Gelenke, indem sich das Material der Zwischensohle und der eingearbeiteten Dämpfungselemente in der Schwung- beziehungsweise Flugphase entspannt und sich bis zu seiner ursprünglichen Form ausdehnt, so dass in der nächsten Stützphase die Zwischensohle das Gewicht des Läufers abfängt.
Qualitativ sehr hochwertige Laufschuhe besitzen im hinteren Bereich des Fußes und auch im Vorfußbereich ein Dämpfungssystem. Besonders für Läufer, die viel auf Asphalt trainieren, sind solche Laufschuhe gesundheitlich betrachtet von sehr großem Vorteil.