Bevor in diesem Artikel auf den näheren Aufbau von einem Laufschuh eingegangen wird, ist es wichtig, dass zunächst einmal einige Grundlagen erläutert werden, die Voraussetzung sind, dass der weitere Aufbau eines Laufschuhs veranschaulicht werden kann. Diese Grundlagen umfassen vor allem die grundsätzliche Bewegungsphase, die unterschiedlichen Laufstile und die Trennung von Überpronation und Übersupination. Darauf aufbauend wird der Laufschuh in seinen einzelnen Bestandteilen wie zum Beispiel dem Leisten, dem Schaft, der Zwischensohle oder auch den Dämpfungssysteme vorgestellt.
Grundlagen zu Einflüssen auf das Laufen
Das Laufen kann in drei Bewegungsabläufe gegliedert werden: die Stützphase, die Flugphase und die Schwungphase. Bei der Betrachtung von nur einem Bein wird deutlich, dass sich die Stützphase in drei weitere Abschnitte einteilen lässt.
Die richtige Passform der Leisten ist ausschlaggebend dafür, ob der Laufschuh gut sitzt. In seiner Form wird er der des menschlichen Fußes nachempfunden und sollte an seine Höhe und Breite, an seine Länge von Vor- und Rückfuß, an seine Gesamtform und an die Lage der Gelenke der Großzehen angepasst sein.
Als Schaft wird der den Fuß umschließende Teil des Laufschuhs bezeichnet, der den Fuß schützt, stabilisiert und in seiner Abrollbewegung unterstützt. Die Wahl des Außen- und Obermaterials spielt keine geringe Rolle.
Für das Obermaterial von Laufschuhen werden zunehmend künstliche Materialien wie Nylon, Kunstleder oder andere synthetischen Materialien verwendet. Diese Materialien haben den Vorteil, dass sie bei Nässe stabil, reiß- und dehnfest bleiben und schnell trocknen.
Der Schnürung eines Laufschuhs kommt eine nicht geringe Bedeutung zu; das spiegelt sich in den vielen verschiedenen Theorien zur Schnürtechnik wieder. Alle Theorien dienen dem stabileren Halt des Fußes, indem der Schaft so fest wie möglich den Fuß umschließen soll, ohne dabei unangenehme Druckstellen zu verursachen.
Die richtige Passform der Fersenschale ist wichtig und sorgt für einen festen Sitz der Ferse im Laufschuh und für eine optimale Kraftübertragung. Die Schale wird aus stabilen Materialien wie PVC oder Nylon gefertigt und in der Zwischensohle befestigt.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Laufschuhs und für die richtige Dämpfung und Abfederung des Gewichts des Läufers maßgeblich, ist die Zwischensohle. Sie besteht aus dämpfendem Material und ist Träger für weitere abfedernde Elemente.
Die Einlegesohle wird abschließend auf der Zwischensohle befestigt, um einen größeren Tragekomfort zu gewährleisten. Außerdem ist sie so geformt, dass sie dem Fuß zusätzlich mehr Halt bietet.
Der Teil des Laufschuhs, der unmittelbaren Bodenkontakt hat, der wird als Laufsohle bezeichnet. Die Laufsohle muss besonders robust sein, der ständigen Reibung standhalten und ein sicheres Laufgefühl auf unterschiedlichen Böden garantieren.
Für Läufer, die überprionieren, also beim Laufen mit dem Fuß zu stark nach innen kippen, gibt es die Pronationsstütze. Diese Verstärkung wird in der hinteren Hälfte des Schuhs an der Innenseite befestigt. Die Pronationssützte wird meistens aus sehr festem Material hergestellt.
Typische Beschwerden eines Läufers und nicht selten der Grund dafür, dass der Sport ausgesetzt werden muss, sind Knie- und Gelenkbeschwerden, die oft im Zusammenhang mit dem Kapitel „Dämpfung“ stehen.