
Darmstadt. Dem Deutschen-Leichtathletik-Verband steht ein Jahr voller spannender Wettkämpfe bevor. Die nationalen Meisterschaften, zahlreiche internationale Laufmeetings und nicht zuletzt die Olympischen Spiele in London sorgen für Vorfreude im Lager der deutschen Athleten.
Der Sportdirektor des DLV, Thomas Kurschilgen, äußerte sich nun zu den Themen des Laufjahres 2012: den Nachwuchshoffnungen des DLV, den Zielen und nicht zuletzt seiner persönlichen Erwartungshaltung.
Kurschilgen sieht die deutsche Nationalmannschaft nach den dargebotenen Leistungen auf einem guten Weg für ein erfolgreiches Abschneiden bei Olympia. Der ehemalige Stabhochspringer freut sich besonders auf das Comeback der lange verletzten Ariane Friedrich, doch warnt vor überzogener Erwartungshaltung: „Übersteigerte Erwartungshaltungen der Öffentlichkeit sind sicherlich verständlich, aber fehl am Platze. Sie wird konsequent ihren Weg gehen und wir sollten ihr und ihrem Trainer dazu die notwendige Ruhe und Zeit geben.“
Olympia im Fokus
Der Diplom-Sportwissenschaftler erklärt deutlich, dass sich die Hallenweltmeisterschaften in Istanbul, die im März stattfinden, der Olympia-Vorbereitung unterzuordnen haben und dass der DLV nur einen Teil der qualifizierten Athleten entsenden werde. Laut Kurschilgen spielen die Nachwuchsstars in den Planungen des Verbandes eine große Rolle. Durch die guten Ergebnisse der Jugendnationalmannschaften bei internationalen Wettbewerben werde eine Integration in den Profibereich deutlich erleichtert.
Die Kritik, Deutschland besäße zu wenig Sprinter, die auch im weltweiten Vergleich um Medaillen mitlaufen können weißt der Sportdirektor entschieden zurück: „Mit Verena Sailer und Carolin Nytra kommen die Europameisterin und die Hallen-Europameisterin aus Deutschland. In den Staffelwettbewerben konnten wir uns in 2010 in Barcelona auf europäischer Ebene mit 18 Nationenpunkten hinter Russland auf Platz 2 platzieren. Hinzu kamen weitere Medaillenerfolge von Thomas Schneider bei den Hallen-Europameisterschaften in Paris. Mit Georg Fleischhauer und Cindy Roleder konnten sich zwei junge Hürdenläufer bei der WM in Daegu unter den TOP 14 platzieren.“
Abschließend sieht Kurschilgen Olympia optimistisch entgegen und rechnet mit einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten beiden Spielen.
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