
Das Schienbein ist die bevorzugte Stelle für das Auftreten einer Knochenhautentzündung, unter der vor allem Laufanfänger zu leiden haben. Durch Laufen auf harten Untergründen in schlecht gedämpften Sportschuhen kommt es an der verhältnismäßig dünnen Knochenhaut des Schienbeins zu Vibrationen und Reizungen, die schließlich in eine Entzündung der Knochenhaut münden, welche im weiteren Verlauf mit zunehmenden Schmerzen einhergeht.
Die Symptome der Knochenhautentzündung am Schienbein
Eine Knochenhautentzündung macht sich durch stechende Schmerzen am Schienbein bemerkbar – vor allem an dessen Vorderseite und etwas seitlich. Normalerweise sind die Beschwerden zu Beginn des Laufens besonders stark und lassen im weiteren Verlauf mit zunehmender Muskellockerung nach. Der Anlaufschmerz kann sich auch kurz nach dem Aufstehen am Morgen einstellen.
Neben den Schmerzen, die unter Belastung und Berührung auftreten, kann es auch zu unterschiedlich stark ausgeprägten Schwellungen und Ödeme im betroffenen Bereich kommen, die auf Fingerdruck eine Delle hinterlassen. Außerdem fühlt sich die schmerzende Stelle aufgrund der Entzündung warm an und ist rötlich verfärbt.
Die Ursachen von Knochenhautentzündungen / Schienbeinreizungen
Die Entzündung der Knochenhaut des Schienbeins ist die Folge einer Überlastung der Fußstreckermuskulatur. Vor allem Menschen, die neu ins Lauftraining einsteigen oder nach langer Inaktivität wieder mit dem Laufen beginnen, überstrapazieren ihre Fußmuskulatur oft durch zu rasche oder zu hohe Umfangssteigerungen – verbunden mit noch ungewohnten Laufbewegungen wie dem höhere Heben des Vorfußes.
Zu den häufigsten Ursachen von Knochenhautentzündungen im Bereich des Schienbeins zählen:
Die Therapie der entzündeten Knochenhaut
Bei Knochenhautentzündungen im Schienbeinbereich, die bereits beim normalen Gehen schmerzen, sollten Sportler eine Laufpause einlegen, damit die Beschwerden abklingen können. Um sich trotzdem fit zu halten, kann auf alternative Ausdauersportarten wie Radfahren oder Schwimmen umgestiegen werden.
Als Sofortmaßnahme bei entzündeter Knochenhaut helfen Eisbeutel, die auf das gereizte Schienbein gelegt werden. Der schmerzende Unterschenkel sollte dabei hoch gelagert werden. Auch schmerzhemmende und entzündungsreduzierende Tabletten und Salben können hilfreich sein, wobei am besten ein Arzt oder Sportmediziner zu Rate zu ziehen ist.
Knochenhautentzündungen am Schienbein vorbeugen
Um Schienbeinreizungen zu verhindern, sollten sich die betroffenen Sportler in einem Fachgeschäft Laufschuhe mit guter Dämpfung besorgen, um die Vibrationen beim Laufen abzufedern, die zu Entzündungen an der dünnen Haut über dem Schienbein führen. Läufer mit Fußfehlstellungen können Reizungen der Knochenhaut auch durch spezielle Einlagen in ihren Sportschuhen reduzieren. Durch eine Analyse des Fußabrollverhaltens lassen sich solche Fehlstellungen leicht diagnostizieren. Eine weitere Maßnahme, die geeignet ist, übermäßigen Reizungen der Knochenhaut vorzubeugen, ist der Wechsel des Laufuntergrunds: Statt Laufen auf Asphalt und Beton sollten besser weiche Laufuntergründe wie Kunststoffbahnen und Waldböden bevorzugt werden. Darüber hinaus sind für die von Knochenhautentzündungen betroffenen Läufer regelmäßiges Krafttraining sowie Dehnungsübungen für die Schienbeinmuskulatur wichtig; und auch Barfußläufe dürfen nicht zu kurz kommen.
Vorhandenes Übergewicht sollte durch eine Reduktionsdiät abgebaut werden, da sich auch dadurch Überlastungen der Fußmuskulatur verhindern lassen.
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