
Ganz allgemein ausgedrückt sind die Gründe für eine Laufverletzung darin zu sehen, dass sich die läuferischen Belastungen und die individuellen Belastbarkeiten der Läufer in einem Missverhältnis befinden. Die zu hohen Trainingsumfänge oder Trainingsintensitäten führen zu einer Überlastung von Muskeln, Bändern, Knochen und Gelenken, was sich in Laufverletzungen wie Achillessehnenreizungen, Kniegelenkbeschwerden, Muskelfaserrissen und anderen Erkrankungen niederschlägt.
Ein Ansatz, Laufverletzungen zu vermeiden, besteht in einer Reduzierung der sportlichen Belastung. Diese im akuten Fall notwendige Maßnahme muss aber ergänzt werden durch einen zweiten Schritt, der sogar noch wichtiger ist – nämlich die Erhöhung der Belastbarkeit des eigenen Bewegungsapparats. Wird es versäumt, die tiefer liegenden Gründe für häufige Laufverletzungen zu beseitigen, werden diese bei steigenden Trainingsumfängen immer wieder auftreten.
Die wichtigsten Ursachen von Laufverletzungen
Unter den vielen Gründen, die zu einer Laufverletzung wegen übermäßiger Belastung der Sehnen, Knochen, Bänder und Muskeln führen können, sind vor allem folgende zu nennen:
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muskuläre Dysbalancen, verkürzte Muskeln und eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit
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zu schnelle Trainingssteigerungen und zu hohe Trainingsumfänge bei nicht ausreichenden Regenerationszeiten
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Fehlstellungen des Beckens, der Hüfte, der Beine oder der Füße
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falsche Laufschuhe und das Laufen auf rutschigem oder unebenen Laufuntergrund
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eine fehlerhafte Lauftechnik
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Übergewicht
Weitere Gründe für eine Laufverletzung
Neben den oben genannten Gründen gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die die Belastbarkeit des Bewegungsapparats vermindern, so dass dieser den Anforderungen eines umfangreichen Trainings nur vermindert gewachsen ist. Dazu zählen unter anderem
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längere Inaktivität – zum Beispiel nach einer Sportverletzung oder einer langen sportlichen Auszeit
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gesundheitliche Probleme wie Osteoporose, die mit einer verminderten Belastbarkeit der Knochen einhergehen kann
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die Einnahme bestimmter Medikamente wie Cortison, die die Stabilität der Sehnen beeinträchtigen können
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unzureichende Nährstoffversorgung – zum Beispiel durch übertriebene Diäten
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und bei Seniorenläufern schließlich auch das steigende Lebensalter, das eine verminderte Belastbarkeit und Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit mit sich bringt
Mangelnde Belastbarkeit ist der wichtigste Grund für Laufverletzungen
Die vielen verschiedenen Gründe, die zu einer Laufverletzung führen können, lassen sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Der Bewegungsapparat des Läufers ist den Anforderungen nicht gewachsen. Da jeder Sportler seine ganz eigenen körperlichen Schwächen hat, ist es auch individuell verschieden, ab welchen Trainingsumfängen das Risiko für Laufverletzungen besteht. Ein Läufer, der seine Lauftechnik optimiert hat, in passenden Laufschuhen trainiert, Trainingssteigerungen nur allmählich vornimmt und seine Kraft- und Dehnübungen nicht vernachlässigt, wird Trainingsumfänge verkraften, die bei schlecht ausgebildeten Läufern mit muskulären Defiziten und fehlerhafter Lauftechnik schon längst Grund für eine Laufverletzung gewesen wären.
Jeder Läufer sollte sich daher seiner eigenen körperlichen Schwächen bewusst werden, um dann gezielt gegen diese vorzugehen und somit den wichtigsten Grund für eine Laufverletzung auszuschalten. Hilfreich zur Seite stehen können dabei:
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Ärzte und Sportärzte, die etwaige Fehlstellungen diagnostizieren, die eine der Gründe für Laufverletzungen darstellen
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Orthopäden, die für Fehlstellungen ausgleichende Einlagen sorgen
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Physiotherapeuten, die Muskeln und Gelenke mobilisieren und Übungspläne aufstellen
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Schuhfachverkäufer, die Bewegungsanalysen durchführen und die optimalen Laufschuhe suchen
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Lauftrainer, die das Trainingsprogramm so gestalten, dass die Belastungen der individuellen Belastbarkeit des Läufers angepasst sind
Die Belastbarkeit des Bewegungsapparats zu steigern ist die beste Vorbeugung vor Laufverletzungen, die, wenn die Gründe für die erhöhte Verletzungsanfälligkeit nicht beseitigt werden, immer wieder auftreten können.
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