
Laufen im Sommer macht den meisten Sportlern mehr Spaß als das Training bei Kälte und Schnee, aber der Sommer und die Sonne bergen leider auch erhebliche Gefahren für die Haut, wenn ohne ausreichenden Sonnenschutz trainiert wird. Selbst in Deutschland und anderen gemäßigten Regionen nimmt das Risiko für Hautkrebserkrankungen aufgrund der UV-Belastung zu, die durch die weiter schwindende Ozonschicht immer stärker wird.
Sonnenschutzmittel für Läufer gewinnen noch mehr an Bedeutung, wenn etwa Marathons in südlichen Ländern gelaufen werden oder der Urlaub in Gegenden mit hoher UV-Belastung verbracht wird. Schon heute ist jeder fünfte Deutsche von Hautkrebs betroffen, weshalb das Tragen von spezieller Sonnenschutz-Laufbekleidung und das Eincremen der unbedeckten Hautpartien mit Sonnenschutzcremes von großer Bedeutung sind. Ohne Sonnschutz zu laufen ist aber auch aus kosmetischen Gründen nicht zu empfehlen, denn die UV-A-Strahlen der Sonne bringen es mit sich, dass die Haut vor der Zeit faltig und alt wird. Wie viel Sonnenschutz der einzelne Läufer benötigt, ist dabei individuell verschieden und hängt unter anderem davon ab, welchem Hauttyp er angehört, zu welcher Tageszeit das Lauftraining absolviert wird und wie hoch die aktuelle UV-Belastung ist.
Mit spezieller Laufbekleidung vor den UV-Strahlen der Sonne schützen
Textiler Sonnenschutz für Läufer gewinnt mit immer dünner werdender Ozonschicht an Bedeutung, wobei es verschiedene Möglichkeiten gibt, die Laufbekleidung undurchlässig für die UV-Strahlen der Sonne zu machen: Entweder werden dunkle, dichte und dicke Materialien gewählt oder die Gewebefasern chemisch beschichtet, um den nötigen Ultraviolet Protection Factor (UPF) zu bekommen, der dem eher bekannten Ausdruck Lichtschutzfaktor (LSF) entspricht, der bei kosmetischen Sonnenschutzmitteln verwendet wird. Sowohl der UPF als auch der LSF geben an, um wie viel länger man sich mit bloßer Haut der Sonne aussetzen darf, wobei die maximale Verweildauer in der Sonne vom jeweiligen Hauttyp abhängt.
Besonders interessant für Läufer ist textiler Sonnenschutz aus Hightech-Materialien wie hauchdünnen und luftigen Mikrofaserstoffen, die gerade im Sommer angenehm zu tragen sind. Sie bestehen meist aus Polyester oder Polyamid, wobei schon im Herstellungsprozess Nanopartikel aus Titanoxid oder Zinkoxid in die Fasern eingeschmolzen werden. Das hat gegenüber den chemisch beschichteten Gewebefasern den Vorteil, dass der Sonnenschutz durch Waschen oder Reibung nicht gemindert wird und sich auch durch Schwitzen nicht verringert.
Die Hersteller von Laufbekleidung mit UPF können dabei drei verschiedene Standards zugrunde legen:
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der australisch-neuseeländische Standard misst nur in trockenem Neuzustand, wobei Läufer wissen sollten, dass sich der Sonnenschutz durch das Tragen, durch Dehnung und durch Nässe deutlich verringern kann
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der europäische Standard EN-13758 misst den Sonnenschutz ebenfalls ohne die Berücksichtigung der Dehnung, aber dafür müssen die Kleidungsstück geeignete Schnitte aufweisen, die Ellenbogen und die Kniekehlen verdecken und mindestens UPF 40 besitzen
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der universale UV-Standard 801, der bei den Laufmaterialen auch Dehnung, Reibung, Nässe und Abnutzung berücksichtigt, gilt als der strengste weltweit
Den eigenen Hauttyp kennen, um das richtige Sonnenschutzmittel zu finden
Um die unbedeckten Hautpartien beim Lauftraining vor Sonne zu schützen, ist ein Sonnenschutzmittel erforderlich, das mindestens den Lichtschutzfaktor 15 aufweist. Um abschätzen zu können, wie viele Minuten sich die gesundheitlich unbedenkliche Verweildauer in der Sonne durch das Auftragen der Sonnenschutzcreme erhöht, ist es aber wichtig, vorab den eigenen Hauttyp zu bestimmen:
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Hauttyp 1 hat blasse Haut, rote oder blonde Haare und blaue Augen („irischer Typ“) und eine Eigenschutzzeit vor Sonne von 10 Minuten
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Hauttyp 2 ist ähnlich dem Typ 1, nur mit etwas dunklere Haut, Eigenschutzzeit 20 Minuten
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Hauttyp 3 besitzt hellbraune Haut und braune Augen und bräunt gut, Eigenschutzzeit 30 Minuten
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Hauttyp 4 hat braune Haut und schwarze Haare und bekommt kaum Sonnenbrand, Eigenschutzzeit 45 Minuten
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Hauttyp 5 kommt in Schwarzafrika vor und bekommt auch ohne Sonnenschutz fast nie einen Sonnenbrand
Bei der Sonnenschutzwirkung ist ferner zu bedenken, dass sich die Eigenschutzzeit beim Laufen im Hochgebirge, am Strand und im Schnee und auf Sand erheblich verringert, da der helle Laufuntergrund die Sonnenstrahlen reflektiert.
Weitere Tipps zum optimalen Sonnenschutz beim Laufen
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Es gibt keine gesunde Bräune, denn jede Bräunung ist eine Abwehrreaktion der Haut
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Auch Läufer mit gebräunter Haut benötigen Sonnenschutzmittel, wenn sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten
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Auch an bedeckten Tagen gelangen noch rund 50 Prozent der UV-Strahlen auf die Haut, weshalb bei Dauerläufen und längeren Laufstrecken nicht am Sonnenschutz gespart werden sollte
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Das Lauftraining im Sommer sollte möglichst vor 11.00 Uhr vormittags oder nach 16.00 Uhr nachmittags absolviert werden, da die Sonne dann weniger intensiv scheint
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Wer nur in der Mittagszeit trainieren kann, sollte sich Laufstrecken im Schatten suchen und zum Beispiel Waldläufe bevorzugen
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Den besten Sonnenschutz bietet langärmelige Laufbekleidung mit UV-Schutz
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Normale Laufbekleidung aus dünnen und helle Materialien – vor allem Baumwolle – bietet keinen ausreichenden Schutz vor der UV-Strahlung
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Auch der Kopf und der Nacken müssen vor der Sonne geschützt werden – zum Beispiel durch einen Sonnenhut und ein Halstuch
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Sonnenschutzcremes, Sonnenschutzlotionen und Sonnenschutzgels sollten wasserfest sein, da die Schutzfunktion durch Schwitzen und Reibungen beim Laufen sonst schnell verpufft
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Beim Eincremen mit Sonnenschutzmitteln ist vor allem auf die Nase, die Stirn, den Nacken, das Dekolletee und die Ohren zu achten
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Wer nach dem Lauftraining noch länger in der Sonne bleiben möchte, muss sich nach dem Duschen nochmals mit Sonnenschutzmitteln einreiben
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Die Sonnenschutzcremes sollten mindestens LSF 15 besitzen, wobei Sonnenschutzmittel mit chemischen Filtern eine halbe Stunde vor dem Lauftraining aufgetragen werden müssen, damit sie ihre volle Schutzwirkung erlangen
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Mit Sonnenschutzcreme sollte nicht zu sparsam umgegangen werden: pro Quadratzentimeter Haut sind etwa 2 mg nötig
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Der Lichtschutzfaktor erhöht sich nicht durch mehrmaliges Eincremen
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Sonnenschutzmittel sollten hautverträglich und möglichst frei von Fettstoffen sein, damit sie die Hautporen nicht verstopfen
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Es ist darauf zu achten, dass die Sonnencreme nicht nur vor UV-B-, sondern auch vor UV-A-Strahlen schützt
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