
Die Wechseljahre sind kein Grund, mit Sportarten wie Laufen oder Joggen aufzuhören. Im Gegenteil: Frauen, die in die Menopause kommen, haben durch regelmäßiges Laufen die Chance, leichter mit den negativen Begleiterscheinungen dieser Umstellungsphase fertig zu werden als inaktive Frauen.
Was sind die Wechseljahre?
Die Wechseljahre sind die Jahre nach der letzten Menstruation. Die Eierstockfunktionen erlöschen, der Östrogenspiegel fällt stark ab, und die Frau ist nicht länger im gebärfähigen Alter. Unter dieser Umstellungsphase, die Körper und Seele betrifft, leiden Frauen in unterschiedlichem Ausmaß.
Zu den häufigsten Beschwerden des Klimakteriums gehören Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Gelenkbeschwerden und depressive Verstimmungen. Mit dem Eintritt in die Wechseljahre und dem sinkenden Östrogenspiegel erhöht sich zudem die Gefahr einer Osteoporoseerkrankung, bei der mit abnehmender Knochendichte auch die Gefahr von Ermüdungsbrüchen steigt, wie sie beim Laufen vorkommen können.
Die positiven Auswirkungen des Sports auf Wechseljahrsbeschwerden
Sport und Laufen sind gerade für Frauen in den Wechseljahren empfehlenswert. In Umfragen wurde herausgefunden, dass etwa drei Viertel aller Frauen die Beschwerden des Klimakteriums durch Laufen oder anderen Sport deutlich lindern konnten. Vor allem die positiven Auswirkungen des Laufens auf Depressionen und die Tendenz zur Gewichtszunahme wurden hervorgehoben.
Durch regelmäßiges Laufen werden der Stoffwechsel angekurbelt und zusätzliche Kalorien verbrannt, sodass es den Sportlerinnen leichter fällt, ihr Gewicht zu halten oder abzunehmen. Auch wirkt sich das Laufen positiv auf die seelische Befindlichkeit aus. Der sportliche Erfolg erhöht das Selbstbewusstsein, und die Bewegung an frischer Luft steigert das Wohlbefinden und wirkt ebenfalls Depressionen entgegen.
Worauf Frauen achten sollten, die in die Wechseljahre kommen und Sport treiben
Frauen, die Laufen oder einen anderen Sport ausüben, haben häufig einen deutlich geringeren Fettanteil als der Durchschnitt ihrer Altersgenossinnen. Ein niedriges Körpergewicht mit einem geringen Fettanteil kann zu einem vorzeitigen Östrogenmangel führen und damit zu einem früheren Eintritt in die Wechseljahre.
Auch eine unzureichende Ernährung und ein sehr hartes Lauftraining lassen den Östrogenspiegel sinken und können bewirken, dass vor allem sehr schlanke Frauen, die viel Sport treiben, schon ab einem Alter von Mitte bis Ende 40 in die Wechseljahre kommen. Zum Vergleich: Im Durchschnitt kommen Frauen in Deutschland erst mit etwa 51 Jahren ins Klimakterium. Da der Östrogenmangel eine Osteoporose begünstigt und die Schwächung der Knochenstabilität zur Folge haben kann, empfehlen viele Frauenärzte den betroffenen Sportlerinnen eine frühzeitige Östrogenbehandlung.
Die Anwendung von Östrogenpräparaten beugt nicht nur der Osteoporose und möglichen Ermüdungsbrüchen vor, sondern lindert auch die anderen Symptome der Menopause und soll zudem einen Schutz vor Gefäßerkrankungen wie Arterienverkalkung bieten. Allerdings sind in den letzten Jahren auch die möglichen Risiken einer solchen Hormonersatztherapie ins öffentliche Bewusstsein gedrungen. Eine Hormonbehandlung zur Bekämpfung von Wechseljahrsbeschwerden kann leider auch das Risiko erhöhen, an Krebs (vor allem Brustkrebs und Gebärmutterschleimhautkrebs) zu erkranken.
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