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Sport während der Schwangerschaft

Kann ich in der Schwangerschaft Sport treiben?

Sport während der Schwangerschaft

Grundsätzlich können Frauen auch in der Schwangerschaft ohne Probleme Sport treiben, wenn sie sich nicht zu stark belasten und keine Risikoschwangerschaft vorliegt. Sport stärkt die Abwehrkräfte, versorgt den Organismus mit viel Sauerstoff und regt die Durchblutung an, was sich förderlich auf die Gesundheit der werdenden Mutter auswirkt. Infolge der großen Veränderungen im Körper der Schwangeren kann es beim Laufen allerdings auch zu einigen Schwierigkeiten kommen.

Ziehen in der Leistengegend

Treten während des Laufens Schmerzen in der Leistengegend auf, ist das Lauftempo zu verlangsamen. Auch eine leichte Massage kann hilfreich sein. Der Grund für das unangenehme Ziehen sind die Mutterbänder der Gebärmutter, die sich zusammen mit den Bändern im Verlauf der Schwangerschaft um das 600-fache dehnen und nicht nur beim Sport, sondern auch bei anderen Bewegungen, zu Problemen führen kann.

Schmerzen unter den Rippen

Etwa zwischen der 30. und 36. Schwangerschaftswoche können Schmerzen unter den Rippen das Laufen beeinträchtigen, da der Uterus an die Rippen drückt. Schwangere Läuferinnen sollten daher besonders auf eine aufrechte Haltung achten, um mehr Platz für das Baby zu schaffen.

Krämpfe in den Beinen

Kommt es beim Sport zu Krämpfen in den Beinen, kann ein Mangel an Kalzium und Vitamin D vorliegen. Ein weiterer Grund für diese unangenehmen Begleiterscheinungen beim Laufen in der Schwangerschaft ist, dass das Blut dickflüssiger wird, was zu einer Verlangsamung des venösen Rückstroms führen kann. Schnelle Abhilfe bei diesem Problem schafft die sofortige Streckung der Wade, indem im Sitzen die Fußspitze zum Körper gezogen wird. Kann kein Laufpartner dabei behilflich sein, leistet auch ein Handtuch gute Dienste. Die Zirkulation in den verkrampften Beinen lässt sich anschließend durch Kreisen mit den Fußspitzen wieder anregen.

Inkontinenz

Eines der unangenehmsten Probleme in der Schwangerschaft ist der häufige Drang zur Toilette zu müssen oder sogar das Auftreten einer leichten Inkontinenz. Gerade beim Laufen kann es passieren, dass Schwangere einige Tropfen verlieren. Der Grund für dieses unwillkürliche Wasserlassen ist der Uterus, der mit fortschreitender Schwangerschaft auf den Beckenboden drückt und der Blase zu wenig Platz lässt. Gegen dieses Problem helfen ein Beckenbodentraining sowie speziell den Becken- und Bauchraum unterstützende Hosen. Betroffene Sportlerinnen sollten bei Inkontinenzproblemen auch ihr Lauftempo etwas verringern.

Hyperthermie und Dehydrierung

Frauen, die während der Schwangerschaft laufen, sollten Überanstrengungen vermeiden, um einer zu starken Erhöhung der Körpertemperatur und einer möglichen Dehydrierung vorzubeugen. Über 140 sollte der Puls beim Laufen nicht ansteigen. Außerdem in der Schwangerschaft besonders auf luftdurchlässige Kleidung zu achten. Bei großer Hitze ist es besser, ganz auf das Lauftraining zu verzichten. Zum Vermeiden einer Dehydrierung ist vor allem auch eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit sicherzustellen. Ob man genug trinkt, ist an der Farbe des Urins zu erkennen. Je dunkler er ist, desto mehr Wasser benötigt der Körper.

Schwellungen (Ödeme) an Händen und Beinen

Mit fortschreitender Schwangerschaft vermindert sich die Blutzirkulation. Außerdem erweitern sich die Gefäße, was zu einer zusätzlichen Wassereinlagerung führt. Die Folge können geschwollene Hände und Beine sein, die das Laufen erschweren. Hilfe gegen Ödeme bietet eine Ernährung mit ausreichend Salz, da das Wasser im Körper nur mit Hilfe von Natrium befördert werden kann. Auch Bewegung hilft bei diesen Schwangerschaftsproblemen – vor allem im Wasser, da der Wasserdruck dabei behilflich ist, die Flüssigkeit in Händen und Beinen zurück in den Kreislauf zu befördern, von wo aus sie zu den Nieren gelangen und schließlich ausgeschieden werden kann.

Hypoglykämie

Überschreitet die Laufdauer während der Schwangerschaft etwa 45 Minuten, kann es zu Beginn des Laufens zu einem Glukosemangel kommen. Um einer Unterzuckerung vorzubeugen, sollten schwangere Läuferinnen auf eine ausreichende Kalorienzufuhr achten, wobei kurz vor dem Laufen leicht verdauliche Kohlenhydrate zum empfehlen sind (zum Beispiel Bananen oder Müsliriegel). Bei Problemen in der Schwangerschaft gegebenenfalls auf Alternativen zum Laufen ausweichen. Mit zunehmender Körperfülle fällt das Laufen immer schwerer, und auch die Gelenke werden immer stärker belastet. Schwangere Sportlerinnen könnten in den letzten Monaten vor der Entbindung eventuell auf Joggen, Walken, Spazieren gehen oder Schwimmen umsteigen. Bei diesen alternativen Bewegungsarten sind sie auch vor gefährlichen Stürzen besser geschützt. Während der Schwangerschaft lockern sich die Bänder, Sehnen und Gelenke, um den Körper auf den Geburtsvorgang vorzubereiten. Das erhöht auch die Gefahr, sich oder das Ungeborene zu verletzen.

 

Fazit

  • Im Normalfall können Frauen auch während der Schwangerschaft Sport treiben und laufen, wenn sie sich nicht überlasten.
  • Während der Schwangerschaft können diverse körperliche Probleme beim Laufen auftreten, gegen die es aber Abhilfe gibt.
  • Überanstrengung und große Hitze sollten vermieden werden.
  • Auch an Alternativen wie Walken und Schwimmen bei fortschreitender Schwangerschaft denken
 
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