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Wie messe ich meine Laufstrecke und die Laufgeschwindigkeit?

Wie weit und schnell bin ich gelaufen?

Wer beim Laufen Spaß und Effektivität verbinden will, ist mit den seit kurzem erhältlichen GPS- Geräten bestens bedient - denn die relativ neuen Produkte informieren nicht nur über die gelaufene Spitzengeschwindigkeit, sondern geben dem Läufer auch zuverlässig Auskunft über die Durschnittsgeschwindigkeit. Damit dies funktioniert, werden werden drei verschiedene technische Messverfahren verwendet: GPS, Beschleunigungssensoren und Radar.

Lieferung von Trainingsinformationen dank Satelliten

Das Global Positioning System (GPS), funktioniert dank dem permanenten Aussenden von Signalen an mindestens drei sich im All befindlichen Satelliten, durch deren jeweilige Signallaufzeit innerhalb kurzer Zeit eine exakte Position auf der Erde bestimmt werden kann.
Dank dieser einfachen Funktionsweise gilt GPS als eine sehr störungssichere Methode, einen genauen Standpunkt zu bestimmen. Sei es stark variierender Laufstil, oder sich laufend verändernder Untergrund - es funktioniert ohne auch nur kalibriert zu werden. Ein Manko ist jedoch vorhanden: GPS funktioniert nur unter freiem Himmel zuverlässig. Beim Belaufen von dicht bewachsenen Wäldern, sehr starken Steigungen oder tiefen Häuserschluchten ist eine Störung zu erwarten, da das GPS-Modul hier die Verbindung zum Satelliten kurzzeitig verliert. Kommt das Signal nicht wie geplant an, reagiert das Gerät, indem es die Lücke zwischen dem letzten erhaltenen Signal und dem ersten nach der Störung empfangenen Signal als Luftlinienstrecke bemisst und damit falsche Informationen an das Gerät liefert. Hier sind allerdings noch Verbesserungen zu erwarten, da diese Branche weiterhin fleissig am entwickeln ist.

Die zweite Messtechnik: Radar

Doch die neuen Werkzeuge des Läufers bieten noch andere Methoden, um zuverlässig Auskunft über die Trainingsdaten zu geben, wie etwa das Radar Distance System (RDS). Es macht sich den, auch bei beispielsweise Radarfallen eingesetzten, Dopplereffekt zu Nutzen: Je nach Entfernung des Läufers zu der Radarstation verändert sich die Stärke der Frequenz, aufgrund welcher man dann die Geschwindigkeit auswerten kann. Während sich die Frequenz bei Annährerung von Sender und Empfänger erhöht, verringert sie sich, wenn die beiden Signalgeber sich weiter von einander entfernen. Inkludiert man in die Berechnung dann noch die für die Frequenzverschiebung benötigte Zeit ist es für das Gerät ein Leichtes die Länge der Strecke, wie auch die Geschwindigkeit auszugeben.
Das Radar Distance System benötigt jedoch im Gegensatz zu GPS eine Kalibrierung, um einwandfrei zu funktionieren. Weiters sollte einem bewusst sein, dass diese Methode nur für den Einzelläufer geeignet ist, da das Gerät beim Gruppenlauf nicht die Geschwindigkeitsdifferenz zum Boden, sondern zu den anderen Laufpartnern misst.

Unabhängig vom Laufumfeld dank Beschleunigungssensoren

Um eine möglichst gute Funktionalität zu gewährleisten, werden die eben genannten zwei Messtechniken durch eine dritte ergänzt: die Verwendung von Beschleunigungssensoren. Hierzu misst ein eigens dafür angeschnallter Fühler die Trägheitskraft der Masse (i.e. des Läufers) und deren Ab- bzw. Zunahme bei Geschwindigkeitsveränderungen. Dies eignet sich vorzüglich zur Bestimmung der aktuellen Laufgeschwindigkeit.
Das große Plus dieser Methode ist die Vielseitigkeit der Anwendbarkeit. Egal ob in Häuserschluchten, in einem Haus oder im Wald voller hoher Bäume - der Beschleunigungssensor funktioniert unabhängig vom Ort an dem gelaufen wird. Um jedoch in den Genuss dieser Methode zum Erhalten von Trainingsinformationen zu kommen, ist eine Kalibrierung ein absolutes Muss. Des Weiteren werden insbesondere Trailläufer auf ein Problem stoßen: Da man den Sensor am Laufschuh befestigt, läuft dieser Gefahr, von sich auf der Laufstrecke befindlichen Steinen, Ästen oder Wasserpfützen beschädigt zu werden.