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17.08.2012 von

Schultereckgelenksprengung

Eine Schultereckgelenksprengung resultiert oftmals aus Sportunfällen

Schultereckgelenksprengung

Das Schultereckgelenk ist durch seine Position bzw. Lage relativ anfällig für Verletzungen. Es fungiert als Stabilisator respektive Bindeglied zwischen dem äußeren Ende des Schlüsselbeins und dem Schulterblatt. Durch mehrere Bänder wird das Schultereckgelenk dabei in Position gehalten. Kommt es zu einem Sturz oder einem Zusammenprall, bei dem das Schultergelenk hohen Kräften ausgesetzt ist, kann eine Schultereckgelenksprengung ausgelöst werden.

Dabei wird eine Verletzung in unterschiedliche Schweregrade (nach Rockwood oder Tossy) aufgeteilt. Eine Grad I-Verletzung liegt bei einer Zerrung vor; dabei verschieben sich nicht sichtbar die Gelenkteile gegeneinander. Von einer Grad II-Verletzung wird gesprochen, wenn es zu einer Teil-Zerreißung der Bänder gekommen ist. Sind alle direkt oder indirekt stabilisierenden Bänder zerrissen, liegt eine Schultereckgelenksprengung im Rahmen einer Grad III-Verletzung vor. Bei einer Einstufung nach Rockwood werden zudem noch Spezialformen dieser Schulterverletzung unterschieden.

Sturz als häufige Ursache für Schultereckgelenksprengung

Gerade bei Sportarten, bei denen viel Körpereinsatz gefordert ist und es ständig Körperkontakt mit dem Gegenspieler gibt, müssen Spieler das ein oder andere Mal eine Schultereckgelenksprengung in Kauf nehmen. Fußball, Handball und vor allem Eishockey sind prädestiniert für diese Art von Verletzung, die Schmerzen im Ruhezustand und bei Bewegungen verursachen kann. Auch beim Skifahren, Reiten oder bei diversen Kampfsportarten rund um Judo und Ringen wird öfters auf Grund der Symptome eine Schultereckgelenksprengung diagnostiziert. Laut Statistiken sind insbesondere Männer zwischen 20 und 40 von dieser Verletzung betroffen, wie die apotheken-umschau.de zu berichten weiß. Auch bei den Fahrradfahrern steht die Schultereckgelenksprengung an erster Stelle, wenn es um Verletzungshäufigkeiten geht. Bei den Profis machen Verletzungen am Schultereckgelenk und Schlüsselbein etwa ein Viertel aller Verletzungen aus; bei den Hobbyfahrern liegt die Quote nach Angaben von schulterinfo.de bei rund 15 Prozent.

Eindeutige Symptome bei einer Schultereckgelenksprengung

Die Symptome einer Schultereckgelenkverletzung sind für den Betroffenen sofort spürbar und äußern sich direkt nach dem Sturz bzw. dem Unfall mit teilweise starken Schmerzen. Die Bewegungsfreiheit ist sofort stark eingeschränkt. Typische Symptome sind in der Regel ein Druckschmerz und das Entstehen einer Schwellung, die Schmerzen in den Schulterbereich und auf Teile des Oberarms ausstrahlen. Wenn sich als Unfallfolge das Schlüsselbein aus seiner Position gelöst und sich verschoben hat, treten Symptome auf, die als Klaviertastenphänomen zusammengefasst werden. Symptome wie eine Beulenbildung im Schulterverlauf deuten im Regelfall immer auf eine Schultereckgelenksprengung hin.

Die Dauer einer Schultereckgelenksprengung hängt vom Verletzungsgrad ab

Die Ausfallzeit, die einem Betroffenen bei einer Schultereckgelenksprengung droht, ist nur grob zu umreißen. Ohne operativen Eingriff und konventionelle Behandlungsmethoden wie eine Ruhigstellung des Gelenks durch verschiedene Verbandstechniken, kann die Dauer zwischen zwei und zwölf Wochen betragen. Muss demgegenüber operiert werden, kann sich die Dauer des Heilungsprozesses deutlich erhöhen. Sind beide Bänder nachhaltig beschädigt, entscheiden sich viele Mediziner für einen operativen Eingriff.

Laut Erfahrungswerten ist eine Schultereckgelenkverletzung aber eine meistens gutartig verlaufende Verletzung, bei der rund 90 Prozent aller Patienten keine Beschwerden oder Schmerzen zurück behalten. Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen im Anschluss eine chronische Instabilität des Gelenks, Schmerzen oder eine verminderte Gebrauchsfähigkeit des Arms festgestellt wurde, worauf solitude24.de hinweist.

 

Foto: © Light Impression - Fotolia.com

 

Fazit

  • Eine Schultereckgelenksprengung ist eine häufig auftauchende Verletzung im Schulterbereich.
  • Die Schultereckgelenksprengung wird meistens durch einen Sturz oder einen Zusammenstoß ausgelöst, bei dem die Bänder gedehnt werden oder zerreißen.
  • Der Grad der Verletzung wird analog den Einstufungen von Rockwood oder Tossy durch die auftretenden Symptome der Schultereckgelenksprengung bestimmt.
  • Eine Schultereckgelenksprengung geht einher mit teilweise heftigen Schmerzen, was eine sportliche Aktivität oder andere übermäßigen Belastungsszenarien verbietet.
  • Die Dauer der Ausfallzeit ist abhängig von der Schwere der Verletzung.
 
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