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Chiropraktiker

Regelmäßige Behandlungen beim Chiropraktiker können die sportliche Leistung verbessern

Chiropraktiker

Sportler, die sich regelmäßig zu einem Chiropraktiker in Behandlung begeben können ihre sportlichen Leistungen um rund zehn Prozent verbessern – davon sind Chiropraktiker und Chirotherapeuten überzeugt. Und tatsächlich sind nicht nur Leistungssportler, sondern auch immer mehr Hobbyläufer ein bis zwei Mal pro Jahr bei der Chiropraktik, um ihre Wirbelsäule „justieren“ und Gelenkblockaden beseitigen zu lassen.

Ein Chiropraktiker – andere Bezeichnungen sind unter anderem Chirotherapeut oder Manueller Therapeut, wobei der Chirotherapeut ein Arzt mit einer Zusatzausbildung ist – ist ein Heilpraktiker, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates befasst sowie den Auswirkungen von Gelenkblockaden auf das Nervensystem. Hauptbestandteil der chiropraktischen Behandlung, die hauptsächlich mit den Händen des Therapeuten erfolgt, ist die Justierung der Wirbelsäule und der Extremitäten. (Quelle)

Den im Altertum gebrauchten Ausdruck „Knocheneinrenker“ verdanken die Chiropraktiker sicher nicht zuletzt der Tatsache, dass sich quasi als hörbarer Erfolg ihrer Behandlung ein deutliches Knacken vernehmen lässt, wenn vorher gegeneinander verschobene Wirbel wieder in ihre Normalposition zurückspringen. Seit Einführung der modernen Chiropraktik durch Daniel David Palma (1845 – 1913) geht es allerdings bei einer manuellen Therapie so sanft zu, dass sich kein Sportler zu fürchten braucht, diese Behandlungen in Anspruch zu nehmen.

Bei Beschwerden ist die Wahl für einen Chiropraktiker oder Chiroptherapeuten sogar der eines Arztes vorzuziehen, wie eine Studie beweist, über die auch RP Online berichtet. Hier erzielte die Chiropraxis bei Nackenschmerzen die besten Ergebnisse gegenüber Behandlungen beim Arzt mit unterschiedlichen Medikamenten oder Bewegungsübungen in Eigenregie zu Hause.

Warum Sportler von einer chiropraktischen Behandlung profitieren

Durch einseitige Belastungen im Beruf, langes Sitzen oder auch einfach eine ungeschickte Bewegung kann es schnell zu einer Blockade in den Wirbeln und Gelenken kommen, die nicht nur die sportliche Leistung beeinträchtigen, sondern auch mit teilweise erheblichen Gelenkbeschwerden und Bewegungseinschränkungen einhergehen können. Durch eine eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit oder komplette Gelenkblockaden leiden alle Bewegungsabläufe eines Läufers, was nicht nur zu einer Verschlechterung des Laufstils führt, sondern sich auch negativ auf das Lauftempo auswirkt.

Da Läufer und andere Sportler nur dann die bestmögliche Leistung erbringen können, wenn sie gesund und beschwerdefrei sind, gehört für viele von ihnen der regelmäßige Check beim Chiropraktiker mit zum Trainingsplan. Für Leistungssportler wie Eliteläufer sind chiropraktische Behandlungen – vor allem zu Beginn der Wettkampfsaison – selbstverständlich. Mindestens zwei Mal pro Jahr lassen sie sich die Wirbelsäule justieren und haben damit auch gleich einen optimalen Schutz vor überlastungsbedingten Laufverletzungen. Hobbyläufern wird empfohlen, sich wenigstens ein Mal im Jahr in die Chiropraxis zu begeben, wobei Laufanfänger sich noch vor dem Einstieg in den Laufsport gründlich auf Wirbel- und Gelenkblockaden hin untersuchen und behandeln lassen sollten. Sehr oft reicht eine einzige 30-minütige chiropraktische Behandlung schon aus, um wieder völlig beschwerdefrei zu sein!

Wie sieht eine chiropraktische Behandlung aus?

Für den Chiropraktiker steht die Beseitigung der Ursachen in Vordergrund und nicht nur die Behandlung der Symptome, die von Hüftgelenkschmerzen, Knieschmerzen und Rückenschmerzen bis hin zu Kopfschmerzen reichen können. Da im Rückenmark die wichtigsten Nervenbahnen verlaufen, steht die Wirbelsäule im Mittelpunkt der chiropraktischen Behandlungsmethoden. Die Wirbelsäule zu justieren, den Extremitäten wieder zur vollen Funktionalität zu verhelfen und so muskuläre Dysbalancen zu beseitigen, ist für Läufer, die ihre Wirbel und Gelenke (vor allem in den Knien) stark beanspruchen, eine wichtige Maßnahme, um ihre Laufleistung zu optimieren und Sportverletzungen vorzubeugen.

Um Wirbel, Gelenke und Muskeln wieder voll funktionstüchtig zu machen und Schmerzen und Verspannungen zu beseitigen, benutzt der Chiropraktiker lediglich seine Hände: Zuerst untersucht er den Bewegungsablauf der gesamten Wirbelsäule und konzentriert sich danach auf die Stellen, an denen er Blockaden und Dysbalancen erspürt hat. Um diese Blockaden zu lösen, setzt der Chiropraktiker einen Hochgeschwindigkeitsimpuls, bei dem er nur minimale Kraft anwendet. Anschließend stimuliert der Therapeut die Muskulatur mit einem gezielten nervalen Reiz, der eine ähnliche Wirkung hat wie das Drücken eines Reset-Knopfes, durch den ein System in den Ausgangszustand zurück versetzt werden kann. Übertragen auf die Chiropraktik bedeutet das, dass sich der vorher blockierte und verspannte Gelenkmuskel nun wieder entspannen kann, und die Gelenkbeweglichkeit wiederhergestellt ist.

Die Kosten einer chirotherapeutischen Behandlung trägt die Krankenkasse, eine chiropraktische Behandlung wird laut H.Dethloff, praktizierender Heilpraktiker aus Essen, nicht immer übernommen. Der Grund: Während Chirotherapeuten ausgebildete Ärzte mit einer entsprechenden Zusatzausbildung sind, fällt die Chiropraktik in den Bereich der Heilpraktiker. In Deutschland ist dieser Beruf jedoch nicht anerkannt.

Bei den Behandlungsmethoden gibt es hier jedoch kaum Unterschiede, so dass jedem Sportler empfohlen werden kann, auch zu einem Chirotherapeuten zu gehen.

Welchen Sportlern die Chiropraktiker nicht helfen können

Die Chiropraktik hilft, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen, Chiropaktiker dürfen allerdings keine Medikamente verschreiben und auch keine chirurgischen Eingriffe vornehmen, weshalb Patienten mit ernsten Erkrankungen an Ärzte und Fachärzte verwiesen werden. Chirotherapeuten sind studierte Ärzte mit einer Zusatzausbildung, daher ist ihnen das Verschreiben von Medikamenten theoretisch gestattet ist. Die Idee der Chiropraktik und Chirotherapie ist es jedoch, allein mit den Händen zu heilen und auf Medikamente – besonders Schmerzmittel – gänzlich zu verzichten. Eine Antwort auf die Frage warum, bietet nachfolgendes Video.

 

Sportler, die unter Osteoporose oder Hämopholie (Bluterkrankheit) leiden, sowie all diejenigen, die extreme Gelenkfehlstellungen aufweisen oder einen Bandscheibenvorfall erlitten haben, sollten von chiropraktischen Anwendungen absehen. Das gilt umso mehr bei bösartigen Wirbelsäulenerkrankungen wie Krebs.

Ansonsten gesunde Sportler brauchen bei gut ausgebildeten und erfahrenen Chiropraktikern aber keine ernsthaften Nebenwirkungen zu befürchten, wenn von äußerst selten vorkommenden Nerven- oder Blutgefäß-Verletzungen einmal abgesehen wird.

 

Fazit

  • Durch Fehlhaltungen im Alltag und starke Belastungen der Gelenke beim Laufsport, kann es zu Wirbel- und Gelenkblockaden kommen, die die Behandlung durch einen Chiropraktiker erforderlich machen
  • Ein Chiropraktiker justiert die Wirbelsäule und mobilisiert die Gelenke, indem er mit seinen Händen Hochgeschwindigkeitsimpulse und Reize setzt, durch die die Blockaden sich lösen und die Gelenkbeweglichkeit wiederhergestellt wird
  • Sportler können durch regelmäßige Checks beim Chiropraktiker ihre Leistungen verbessern und gleichzeitig Sportverletzungen vorbeugen
  • Hobbyläufer sollten wenigsten ein Mal pro Jahr die Chiropraxis aufsuchen und Elitesportler mindestens alle sechs Monate – vor allem zu Beginn der Wettkampfsaison
 
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