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21.07.2012 von

Osteoporose

Durch Joggen der Osteoporose vorbeugen

Osteoporose

Osteoporose oder Knochenschwund ist die häufigste Knochenerkrankung in Deutschland und wurde laut Apothekenumschau bereits von der Weltgesundheitsorganisation in den Rang der zehn am häufigsten diagnostizierten Krankheiten erhoben. Unterschieden wird dabei zwischen der primären und der sekundären Osteoporose, wobei die sekundäre Osteoporose eine Begleiterscheinung anderer Krankheiten ist oder durch Medikamenteneinnahme verursacht wurde.

Von der Osteoporose sind weit mehr Frauen als Männer betroffen. Aber nicht nur das Geschlecht entscheidet über das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Eine ganze Reihe weiterer Faktoren können zur Entstehung der Knochenkrankheit beitragen oder diese begünstigen – wie Untergewicht, körperliche Inaktivität, ein höheres Lebensalter, Rauchen, Alkohol und Mangelernährung. Auch die genetische Disposition spielt bei der Entstehung der Osteoporose eine Rolle, sowie Veränderungen im Hormonhaushalt, Stoffwechselstörungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente.

Viele dieser Risikofaktoren lassen sich durch eine vernünftige Lebensweise, eine ausgewogene Ernährung mit viel Calcium und vor allem durch regelmäßige sportliche Betätigung möglichst niedrig halten, wobei neben Krafttraining auch Joggen dabei hilft, frühzeitig einer Osteoporose vorzubeugen.                                               

Wie entsteht Osteoporose?

Die Knochen unterliegen einem ständigen Aufbau, Abbau und Umbau. Wird dieser Prozess gestört, so dass über einen längeren Zeitraum hinweg mehr Knochensubstanz abgebaut als wieder neu aufgebaut wird, beginnt schleichend ein Schwund der Knochenmasse, die ab dem Alter von 40 Jahren bei gesunden Menschen jährlich um einen geringen Prozentsatz abnimmt. An Osteoporose Erkrankte verlieren sogar bis zu sechs Prozent ihrer Knochenmasse pro Jahr! Da die Osteoporose zu Anfang keinerlei Beschwerden verursacht, eine frühzeitige Therapie aber wichtig ist, sollten vor allem Frauen ab den Wechseljahren vorsorglich eine Knochendichtemessung vornehmen lassen. Diese geschieht zum Beispiel via einem Röntgen oder einer Computertomografie. Eine Blutuntersuchung sorgt schließlich dafür, dass andere Knochenerkrankungen ausgeschlossen werden können.

Wegen der hormonellen Umstellungen sind Frauen ab 50 von der Osteoporose besonders häufig betroffen: Jede Dritte unter den Betroffenen Frauen  erleidet laut Dr. med. Jörg List eine Wirbelkörperfraktur, die die Folge des Mineralverlusts der Knochen ist. Vor allem ein Mangel an Calcium in der Ernährung leistet dabei der Osteoporose Vorschub, da dieser Mineralstoff unentbehrlich ist für den ungestörten Auf- und Umbaus des Knochens.

Ein höherer Verzehr von Milch und Milchprodukten kann die Calciumversorgung optimieren, wobei allerdings auch für eine ausreichende Menge an Vitamin D gesorgt werden muss, weil das Calcium sonst nicht in die Knochen eingebaut werden kann. Nun ist der Körper zwar in der Lage, Vitamin D selbst herzustellen, aber dazu benötigt er Sonnenlicht. In den Wintermonaten kann es daher sinnvoll sein, sich vom Arzt eine Nahrungsmittelergänzung verschreiben zu lassen. Je nach Schwere der Krankheit kann auch eine Vitamin D Versorgung über die Ernährung ausreichen, zum Beispiel indem häufiger Fisch und Milchprodukte auf dem Speiseplan stehen.

Die Auswirkungen der Osteoporose

Je weiter der Knochenschwund voranschreitet, desto wahrscheinlicher wird auch das Auftreten von Schmerzen, die anfangs oft mit „normalen“ Rückenschmerzen, Hexenschüssen oder Ischiasbeschwerden verwechselt werden. Die immer poröser werdenden Knochen bergen ein hohes Risiko für Ermüdungsbrüche bzw. Stressfrakturen in sich, da sie zunehmend entmineralisiert und damit weniger widerstandsfähig werden. Einer der am stärksten gefürchteten Brüche, der vor allem bei der Altersosteoporose auftritt, ist der Oberschenkelhalsbruch, der meist die Folge eines Sturzes ist.

Typischer für Osteoporose sind allerdings die scheinbar ohne erkennbare Ursache auftretenden Spontanfrakturen – häufige Wirbelbrüche, die schlagartig einsetzen, starke Schmerzen verursachen und bei fortschreitender Erkrankung immer häufiger vorkommen. Diese Wirbelkörperbrüche als Folge des zunehmenden Knochenschwunds beeinträchtigen nicht nur die Alltagsbewegungen und die sportliche Leistungsfähigkeit, sondern können zur Ausbildung eines Rundrückens, einer starken Krümmung der Lendenwirbelsäule nach vorn und sogar zu einem Verlust von mehreren Zentimetern Körpergröße führen. Dies erklärt, wieso ältere Menschen oft immer kleiner werden, sagt auch Richtigfitab50.de

Sportler sind zwar insgesamt weniger häufig von Osteoporose betroffen als körperlich inaktive Menschen, aber vor allem ältere Läufer sowie untergewichtige Läuferinnen sollten auf die Warnzeichen ihres Körpers achten, die neben dem Auftreten von Ermüdungsbrüchen und Rückenschmerzen auch in Störungen des Hormonhaushalts in Erscheinung treten können. Ein unregelmäßige Zyklus oder ein völliges Ausbleiben der Regel kann bei jungen Läuferinnen unter Umständen die Folge eines zu intensiven Trainings sein, weshalb betroffene Sportlerinnen ihren Trainingsplan auf eventuelle Überlastungen hin überprüfen sollten.

Spielen die genetische Veranlagung, bestimmte Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktionen und Diabetes oder die veränderte hormonelle Situation in den Wechseljahren die Hauptrolle beim Auftreten des Knochenschwunds, wird der Arzt die nötigen Therapiemaßnahmen bestimmen, zu denen oft die Behandlung mit Bisphosphonaten sowie die Einnahme von Calcium in Verbindung mit Vitamin D gehören. Bei Läuferinnen in den Wechseljahren sollte mit der Frauenärztin das Für und Wider einer Hormonersatztherapie geklärt werden.

Osteoporose vorbeugen durch Sport und eine calciumreiche Ernährung

Besser als die Therapie einer bereits bestehenden Osteoporose sind Maßnahmen zur Vorbeugung dieser, die schon in jungen Jahren beginnen sollte, um der schmerzhaften Knochenkrankheit zu entgehen. Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Da sich Untergewicht negativ auf die Knochenstabilität auswirkt, sollte ein BMI unter 20 vermieden werden, was sich durch eine vermehrte Zufuhr von Kalorien erreichen lässt
  • Die tägliche Aufnahme von Calcium sollte zwischen 1.000 und 1.500 Milligramm liegen, wobei vermehrt Milch und Milchprodukte sowie Brokkoli, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Grünkohl verzehrt werden sollten. Übrigens: Parmesan hat laut Netdoktor einen Calciumwert von 1120 mg pro 100 g. Auch das Spaghettigericht kann also, richtig verfeinert, Osteoporose vorbeugen.
  • Osteoporose vorbeugend wirkt auch die Aufnahme von Vitamin D, das unter anderem in Eiern und Leber enthalten ist, oder aber ein tägliches „Sonnenbad“ von rund 30 Minuten, wobei es ausreicht, Gesicht und Hände dem Sonnenlicht auszusetzen
  • So wie es Lebensmittel gibt, die Osteoporose vorbeugen, gibt es auch solche, die die Knochenkrankheit begünstigen. Hierzu gehören neben ungesunden Genussmitteln wie Cola laut der Ärzte Zeitung auch Fleischwaren, Spinat und Schmelzläse
  • Ohne ausreichende Bewegung und Sport lässt sich der Osteoporose nicht vorbeugen und kann ein bereits fortgeschrittener Knochenschwund auch nicht wirkungsvoll therapiert werden. Deshalb kann die Rolle des Sports bei der Vorbeugung und Behandlung der Osteoporose gar nicht überbetont werden. Vor allem Laufen, Joggen, Walken, Nordic Walking und Krafttraining sind in der Lage, den Knochenstoffwechsel anzuregen und das Voranschreiten des Knochenschwunds zu stoppen oder zu verzögern. Dass sich sportliche Betätigung so positiv auf den Knochenaufbau auswirkt, liegt daran, dass während der Bewegung mechanische Reize (Ziehen und Zerren) auf den Knochen erfolgen, worauf dieser mit einem vermehrten Stoffwechsel und der Bildung neuer Knochenzellen reagiert. Da beim Krafttraining größere Druck- und Zugbelastungen auf den Knochen erfolgen als beim reinen Ausdauertraining, sind Sportarten wie Gewichtheben, Rudern, Bergwandern, Klettern und Laufen besser geeignet zur Vorbeugung der Osteoporose als Radfahren oder Schwimmen, die den Aufbau und Erhalt der Knochenmasse weniger wirkungsvoll beeinflussen. Aber auch Alltagsbewegungen wie häufiges Treppensteigen können einen Beitrag zur Osteoporoseprophylaxe leisten.
  • Neben dem vorbeugenden Sport kann jedoch auch Sport bei schon vorhandener Osteoporose helfen, die Knochendichte wieder zu vergrößern. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die sportliche Betätigung auch nach Erfolg regelmäßig weitergeführt wird, wie auch Richtigfitab50.de weiß.
  • Auch Übungen, die die Krankengymnastik empfehlen kann, können Osteoporose laut Apotheken Umschau vorkommen.
  • Das Zentrum der Gesundheit empfiehlt außerdem auch noch eine Untersuchung des Magen-Darm Traktes, um sicher zu gehen, dass entsprechende Nährstoffe  korrekt verarbeitet werden.

 

© Stefan Redel | Fotolia

 

Fazit

  • Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, bei der die Knochen zunehmend instabiler und brüchiger werden.
  • Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, steigt allgemein mit höherem Lebensalter und speziell bei Frauen mit dem Eintritt in die Wechseljahre.
  • Da Osteoporose anfangs schmerzlos verläuft, ist eine frühzeitige Knochendichtemessung durch den Arzt sinnvoll.
  • Langfristig führt Osteoporose zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen, Ermüdungsbrüchen, einem Rundrücken und zu einer Verringerung der Körpergröße.
  • Durch eine calciumreiche Ernährung, viel Bewegung durch Sportarten wie Joggen und Laufen sowie durch Krafttraining, lässt sich der Osteoporose vorbeugen.
 
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