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18.03.2012

Nagelbettentzündung

Schmerzhafte Entzündung nicht nur bei Läufern

Nagelbettentzündung

Eine Nagelbettentzündung ist eine der häufigsten Infektionen der Finger oder Zeh.

Unter einer Nagelbettentzündung, auch Paronychie oder Umlauf genannt,  versteht man eine Hautinfektion, bei der Finger- oder Zehennägel von Bakterien befallen werden. Dabei können die Nägel direkt oder auch die Umgebung betroffen sein.

Panaritium parunguale

Bei dieser Variante geht die Entzündung innerhalb kürzester Zeit auf die Haut um den Nagel herum über, weswegen sie auch echter Umlauf genannt wird.

Panaritium subunguale

Bei dieser Variante ist das Nagelbett selber betroffen. Eiter sammelt sich unterhalb des Nagels.

Symptome einer Nagelbettentzündung

Die ersten Symptome einer Nagelbettentzündung äußern sich in Form von geröteter Haut um den Nagel herum. Zudem fühlt sich die Haut heiß an und ist (leicht)geschwollen, was zu Schmerzen führen kann. Unter Umständen tritt aus den Ecken am Nagel Eiter aus, auch ein Jucken wird als ein Symptom für eine Nagelbettentzündung gewertet.

Wenn eine Nagelbettentzündung nicht behandelt wird, sind Wachstumsstörungen eine Folge. Auch kann es passieren, dass der Nagel komplett abgestoßen wird oder dass die Entzündung auf umliegende Weichteile und Knochen übergeht. Eine Sehnenscheidenentzündung oder Osteomyelitisn (bakterielle Entzündung des Knochens) kann auftreten.

Zu unterscheiden gilt es die akute und die chronische Nagelbettentzündung. Während eine akute Entzündung sehr schmerzhaft ist und meist nur einen Nagel betrifft, verursacht die chronische Entzündung weniger schmerhaft, dafür tritt sie aber an mehreren Nägeln auf.

Klingt eine Nagelbettentzündung nicht innerhalb von drei Tagen ab oder werden die Schmerzen immer schlimmer, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Auch ist der Gang zum Arzt erforderlich, wenn der Betroffene ein geschwächtes Immunsystem hat oder unter Wundheilstörungen leidet. 

Zu unterscheiden gilt es die akute und die chronische Nagelbettentzündung. Während eine akute Entzündung sehr schmerzhaft ist und meist nur einen Nagel betrifft, verursacht die chronische Entzündung weniger schmerhaft, dafür tritt sie aber an mehreren Nägeln auf. 

Klingt eine Nagelbettentzündung nicht innerhalb von drei Tagen ab oder werden die Schmerzen immer schlimmer, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Auch ist der Gang zum Arzt erforderlich, wenn der Betroffene ein geschwächtes Immunsystem hat oder unter Wundheilstörungen leidet. 

Risikogruppen 

Insbesondere Diabetiker sind von einer Nagelbettentzündung an den Füßen betroffen. Eine weitere Risikogruppe sind Menschen, die viel mit Wasser und/oder Reinigungsmitteln Kontakt haben.  

Therapie

Betroffene können selber etwas tun. 

  • Waschen Sie täglich die betroffenen Nägel in warmem Wasser, um die Hornschicht zu lösen und so Eiter besser entfernen zu können
  • Seife, Kamille oder Salz als Badezusatz wirken zudem entzündungshemmend
  • Nach dem Bad sollten die Nägel vorsichtig trocken getupft werden. 
  • Desinfizierende Salben wie Povidon-Jod  oder Salben mit Phenol-Methanal-Harnstoff-Polykondensat wirken antibakteriell und lindern den Juckreiz. 
  • Stark eiternde Stellen können mit Ammoniumbituminosulfonat eingerieben werden, das ebenfalls entzündungshemmend wirkt. Zudem erleichtert diese Salbe oder Tinktur das Abfließen des Eiters. 
  • Vermieden werden sollte der Kontakt mit Reinigungsmitteln. 

Schneiden Sie jedoch niemals eine entzündete Stelle selber auf! Gehen Sie hierfür unbedingt zum Arzt. 

Medizinische Möglichkeiten

Darüber hinaus hat der Arzt verschiedene Möglichkeiten, eine Nagelbettentzündung zu behandeln. 

  • Zu Beginn der Entzündung wird er die Haut mit desinfizierenden Arzneien therapieren. 
  • Antiseptische Salben mit einer Bandage darüber sind eine weitere Therapiemöglichkeit. 
  • Hat sich die Entzündung bereits ausgebreitet, werden antibiotische Tabletten verschrieben – vorzugsweise Penicilline (Flucloxacillin  und Oxacillin), da sich diese als hilfreich in der Bekämpfung von Staphylokokken erwiesen haben
  • Bessert sich die Nagelbettentzündung trotz der Maßnahmen nicht, wird anhand einer Röntgenaufnahme geprüft, ob und wie weit die Entzündung bereits in die umliegenden Knochen oder das Gewebe übergegangen ist. Unter Umständen muss der Eiter operativ entfernt werden (ambulant). Wie genau das von Statten geht, ist von der Intensität und Platzierung des Eiterherdes abhängig. Im Anschluss wird die betroffene Stelle mittels einer Gipsschiene zur Ruhe gebracht und sollte am besten hochgelagert werden. 

Ursachen

In fast allen Fällen sind Staphylokokken der Auslöser einer Nagelbettentzündung. Durch kleine Wunden in der Nagelhaut erreichen die Bakterien das unter dem Nagel befindliche Gewebe. 

Weitere Bakterienherde sind: 

  • Zu enge Schuhe 
  • Eingewachsene Nägel
  • Eingerissene Nagelhaut 
  • Zu kurz geschnittene Nägel 

(c) Christoph Hähnel

 

Fazit

  • Eine Nagelbettentzündung kann akut oder chronisch sein
  • Meist geht eine Nagelbettentzündung mit Schmerzen einher
  • Vieles kann ein Betroffener bereits selber tun
  • Besonders gefährdet sind Diabetiker und Menschen, die viel mit Wasser und Reinigungsmitteln in Berührung kommen
  • Sportliche Aktivitäten sind trotz eines entzündeten Nagelbettes möglich. Der betroffene Nagel sollte mit einem Verband gegen etwaige Bakterien geschützt werden. Bei einem entzündeten Zehennagel sollte zudem beachtet werden, dass die Sportschuhe nicht zu eng sein, um die Entzündung nicht zu verstärken
 
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Kommentare

Suche Rat
Echter Umlauf am großen Zeh, Zehnagel steckt in Schwellung. Druckempfindlich, deshalb auch noch nirgends vorgestellt. Angst vor Sprize und Schmerz. Guter Rat?
Jutta
15 Januar 2014 - 01:28
Sehr hilfreich!
Vielen Dank! Hat mir sehr geholfen.
Antonia
07 Februar 2013 - 15:10

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