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Erkältungskrankheiten vermeiden

Wettlauf mit dem Immunsystem

Unsere Empfehlung

Gesund trainierenAuch wenn es im ersten Moment etwas eigenartig erscheint, wird gerade einem gut trainierten Körper der Winter oftmals zum Verhängnis. Ein überdurchschnittlich trainierter Organismus bietet eine größere Angriffsfläche für Erreger, weshalb Sportler in der kalten Jahreszeit öfter unter Erkältungskrankheiten leiden.

Um der Gefahr einer Erkältungskrankheit vorzubeugen, sollte es der Athlet deshalb vermeiden, sich von bereits erkrankten Menschen fernzuhalten. Dies gilt vor allem in den Stunden nach der gesteigerten, körperlichen Belastung , da der Organismus in diesem Stadium besonders anfällig ist.
Da gerade Läufer im Winter besonders mit Lungenkrankheiten geplagt sind, sollte man deshalb auch Folgendes beachten:

Anstatt Rekordzeiten hinterherzulaufen, sollte man sich auf aerobes Training konzentrieren, also auf Ausdauertraining. Aerob bedeutet, dass der Körper Kohlenhydrate und Fette zur Energiegewinnung in den Muskelzellen verbrennt, wobei eine relativ niedrige Pulsfrequenz (150-160) nicht überschritten werden soll. Neben der Fettverbrennung wird das Herz-Kreislaufsystem gestärkt und die Lungenfunktion gesteigert. Der Organismus arbeitet somit ökonomischer und nutzt den aufgenommenen Sauerstoff effektiver. Es ist ausreichend, wenn dieses Training drei- bis viermal die Woche für 30-40 Minuten stattfindet. Solange der Körper nicht überanstrengt wird, stellt auch die kalte Luft für den Läufer kein großes Risiko dar.

Dennoch reagieren die Atemwege empfindlich auf Kälte. Deshalb ist es wichtig, dass die eingeatmete Luft mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 37 Grad in die Lunge gelangt. Sich mit entsprechender Kleidung auf das Laufen im Winter vorzubereiten schadet zwar nicht, aber um die Lungen vor der Aufnahme zu kalter Luft zu bewahren, hilft es nur, durch die Nase zu atmen.
Die Nasenatmung ist der physiologische Weg des Atemstromes. Die Sauerstoffaufnahme über die Nase erfüllt die Funktion eines Katalysators. Hierbei kommt die aufgenommene Luft kommt mit der Nasenschleimhaut in Berührung. Diese bewirkt, dass die Luft angefeuchtet, gereinigt und aufgewärmt wird. Erst dann gelangt sie über den Rachen in die unteren Atemwege, und somit (Luftröhre, Bronchien) in die Lunge.

Im Falle, dass Ihnen diese Technik Schwierigkeiten bereitet, sollten Sie vermehrt darauf Acht geben, den Organismus nur mit bis zu 60 Prozent der eigentlichen Leistungsfähigkeit zu belasten und im aeroben Trainingsbereich zu bleiben.

Da hartes Training allein ist jedeoch noch kein Erfolgsgarant für die Gesundheit. Wichtig ist es auch, auf gesteigerten Konsum von Genussmitteln wie Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Achten Sie stattdessen auf die Ernährung und nehmen Sie ausreichend Vitamine zu sich. Regelmäßig frische Luft und ausreichend Schlaf sind ebenso Faktoren, welche der Stärkung des Immunsystems dienen. Der Körper benötigt Refraktär-, oder Ruhephasen ebenso dringend wie Bewegung, um leistungsfähig zu bleiben. Bereits Hippokrates war der Ansicht, dass das richtige Maß der Dinge der Schlüssel zur Gesundheit ist und wenn Sie gewisse Dinge beachten, steht dem Laufvergnügen auch im Winter nichts mehr im Weg.