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Wundscheuern

Wundscheuerung vom Laufen

Unsere Empfehlung

Über wundgescheuerte Stellen wird ungern geredet. Gerade im Sport treten sie aber häufig auf, werden doch hierbei viele Hautstellen lange und stark belastet. Da reicht ein schlecht sitzender Rucksackgurt beim Wandern, um die empfindliche Achselhaut aufzuscheuern.

Die bekannteste wunde Stelle ist die Blase. Auch Radfahrern ist Wundscheuern ein vertrauter Begriff: Wer kennt nicht die schmerzhafte Reizung der Haut bei der ersten langen Radtour nach dem Winter? Früher fetteten sich Profiradler das Ledersitzpolster der Radhose ein, um sich nicht wundzuscheuern.

Manchmal hilft es, das entsprechende Kleidungsstück einfach gegen ein anderes auszutauschen. Oft sind es billige Sportshirts und –hosen oder Schuhe, die zu wunden Stellen führen. Qualitativ hochwertige Sportbekleidung ist aufwändig gefertigt und berücksichtigt beim Zuschnitt alle kritischen Stellen. Sie verwendet außerdem spezielle Flachnähte oder gesonderte Abdeckungen für Reißverschlüsse.

Frauen benötigen zum Sport unbedingt einen speziellen Sport-BH. Er stützt speziell bei Bewegung stärker als ein üblicher BH. Dennoch kann auch er zu Reibungen führen. Insbesondere die Brustwarzen sind besonders empfindlich. Bei Marathonläufern sieht man oft, dass die Brustwarzen mit Leukoplast abgeklebt und damit geschützt sind. Vaseline hilft hier ebenso.

Wundscheuern kann auch durch feuchte Kleidungsstücke entstehen. Vermeiden Sie daher das Tragen von Baumwollshirts oder –hosen. Sie saugen sich schnell voll und reiben dann auf der Haut. Funktionskleidung leitet Feuchtigkeit und Schweiß schnell nach außen ab, die Haut bleibt trocken.

Gefährdet sind insbesondere alle empfindlichen Hautpartien, das sind Füße, Genitalien, Brustwarzen, aber auch die Innenseite der Oberschenkel. Das Einfetten mit Hirschtalg oder Vaseline ist hier oft hilfreich. Am besten sollte es bereits prophylaktisch erfolgen, besonders bei Mehrtagestouren. Dann haben Hautreizungen keine Chance.