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Blasen vom Laufen

Hautblasen sind das Leid eines fast jeden Läufers.

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Laufen führt zu Reibung zwischen Fuß und Schuhwerk. Die betroffenen Hautstellen, zum Beispiel an Ferse, Zehen und Zehenballen, entzünden sich. Schmerzhafte, flüssigkeitsgefüllte Hautblasen entstehen so. Der Arzt bezeichnet sie gelegentlich auch als Pustula, Bulla oder Vesicula, wobei sich diese Ausdrücke auf Hautblasen im Allgemeinen und nicht nur auf die im Laufsport auftretenden beziehen.

Wenn die Blase platzt, kann alles noch schlimmer werden.
Die mit seröser Flüssigkeit gefüllte Hautblase kann aufreißen, wenn weiterer Reibungsdruck auf die betroffenen Hautpartien einwirkt. Dann fließt die Flüssigkeit heraus und die Reibung wird direkt auf das darunter liegende Gewebe übertragen, was noch schmerzhafter ist. In seltenen Fällen könnte es so auch zu einer Infektion kommen.

Der Läufer braucht also ein Hausrezept gegen Blasen.
Die Heilungskraft der Natur kommt ihm da entgegen. Nach dem Lauf wird die seröse Flüssigkeit nämlich oft von alleine absorbiert. Die Blase verschwindet. Nur wenn man unbedingt selbst palliative Maßnahmen ergreifen will, kann man versuchen, die Blase aufzustechen.

Das Aufstechen der Blase erfordert Sauberkeit und Desinfektion.
24 Stunden nach ihrer Entstehung kann man die Blase aufstechen. Dabei ist die Hygiene wichtig, damit bakterielle Infektionen vermieden werden. Kochendes Wasser tötet die Bakterien an der Stechnadel ab, oder man sterilisiert sie zumindest mit Alkohol bzw. einem anderen Desinfektionsmittel. Das ist unbedingt zu beachten. Dann nimmt man die Nadel und sticht zart zwei winzige Löchlein in die die Blase umgebende Haut. Nun kann man mit einem sterilen Gazetupfer vorsichtig und sanft die seröse Flüssigkeit aus der Blase herausdrücken.

Behandeln Sie die Blase auf sanfte Weise.
Nachdem nun die Flüssigkeit draußen ist, bedarf es weiterhin der Umsicht beim Behandeln der Blase. Lassen Sie die nun lockere Haut unbedingt dran und ziehen Sie sie nicht ab. Eine antibakterielle Creme wird aufgetragen und die gesamte Leichtverletzung wird mit einem Pflaster behutsam bedeckt. Nur wenn erneut Flüssigkeit entsteht, muss die Blase nochmals aufgestochen werden. Bei eventuellen weiteren Komplikationen sollten Sie aber besser zum Hautarzt gehen.

Um dieses so typische Läufer-Problem in den Griff zu kriegen, sollten Sie von vorneherein darauf achten, dass das Schuhwerk Ihnen gut passt, nicht zu eng ist, und dass auch die Socken nicht reiben. Aus synthetischer Faser gemachte Socken eignen sich besser. Den Hautblasen beugt man übrigens auch mit Vaseline, Talkumpuder oder Hirschtalg vor, bereits vor dem Laufen.