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13.09.2012 von

Wasser in den Beinen

Wasser in den Beinen – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Wasser in den Beinen

Schwere Beine und geschwollene Füße hat wohl jeder schon einmal gehabt. Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen können solche Probleme auftreten, und auch Schwangere, Menschen, die in stehenden Berufen arbeiten sowie solche mit erheblichem Übergewicht leiden häufig unter Wasser in den Beinen. Schwere Beine und geschwollene Knöchel und Füße beeinträchtigen nicht nur das äußere Erscheinungsbild.

Viele kennen das Phänomen, dass am Abend die Schuhe, die am Morgen noch wie angegossen saßen, plötzlich viel zu eng sind. Befindet sich viel Wasser in den Beinen, können auch die Bewegungen mechanisch behindert sein, wie heilpraxisnet.de schreibt. Die Schwellungen in den Beinen fühlen sich darüber hinaus unangenehm an und rufen manchmal einen dumpfen Schmerz hervor. Neben Spannungsgefühlen können sich die betroffenen Stellen auch taub anfühlen.  

Häufige Wasseransammlungen in den Beinen sind dabei nicht immer harmlos oder lediglich ein  kosmetisches Problem, denn es gibt eine Reihe von ernsten Erkrankungen, die mit schweren Beinen einhergehen und unbedingt behandelt werden müssen. Durch viel Bewegung, den Abbau von Übergewicht und einige einfache Selbsthilfemaßnahmen kann aber jeder Betroffene  auch selbst etwas dafür tun, dass sich die Ödeme in den unteren Extremitäten rasch wieder zurückbilden und das Wasser aus den Beinen abtransportiert wird.

Wasser in den Beinen: Mögliche Ursachen

Ganz allgemein kommt es zu Wasser in den Beinen dadurch, dass sich durch einseitige Belastungen (lange stehen, lange sitzen) das Blut in den Venen der Beine staut und sich Flüssigkeit im Gewebe sammelt. In den meisten Fällen reicht es schon aus, die schweren Beine hochzulagern, damit der Rückstrom des Blutes durch die Venen wieder funktioniert und die Schwellungen in Beinen und Füßen zurückgehen.

Häufig sind die Gründe für den Flüssigkeitsstau in den Beinen in einer ungesunden Lebensweise zu finden, die durch einen Mangel an Bewegung, ein zu hohes Körpergewicht und zu viel Alkohol gekennzeichnet ist. Manche Übergewichtige verwenden zudem Abführmittel und Entwässerungstabletten, um ihre Diät zu unterstützen, die den Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen.  

Tritt das Problem der geschwollenen Beine häufig auf und kommen zu den Wasseransammlungen auch noch Besenreiser oder Krampfadern hinzu, treten Hautveränderungen auf oder schmerzen die schweren Beine, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt umso mehr, wenn nur ein Bein von Wasserödemen betroffen ist oder aber die Wasseransammlungen sehr plötzlich auftreten (Quelle: apotheken-umschau.de).

Neben zu wenig Bewegung im Alltag sind es häufig Venenschwächen oder Probleme mit den Lymphgefäßen, die zu einer schlechten Durchblutung und Wassereinlagerungen in den Beinen führen. Wie auf helpster.de erklärt wird, ist das Verhältnis von Wasseraustritt zu Wiedereintritt ins Gefäßsystem nicht im Gleichgewicht. Es tritt mehr Flüssigkeit ins Gewebe ein, als wieder aus ihm heraus transportiert werden kann. Die Gründe dafür können in einer Herzinsuffizienz, einer Nierenschwäche, einer Leberzirrhose oder auch einer Infektion liegen.

Darüber hinaus sind auch Insektenstiche, Allergien und bestimmte Medikamente wie Cortison, Hormonersatzpräparate und hormonelle Verhütungsmittel mögliche Gründe für Wasser in den Beinen. Weitere Krankheiten, die als Ursache für vermehrte Wasseransammlungen in den Beinen in Frage kommen, sind Diabetes, Krebs und Schilddrüsenunterfunktionen.

Warum besonders häufig Frauen von Wasser in den Beinen betroffen sind, weiß Apotheken-umschau.de. Der Website zufolge sind es nicht nur Schwangerschaften, die ebenso wie permanentes Übergewicht zu Schwellungen in den unteren Extremitäten führen können, sondern auch die für den weiblichen Organismus typischen Hormonschwankungen, von denen zum Beispiel die Wechseljahre gekennzeichnet sind. Und junge Frauen kennen von den Tagen vor ihrer Periode die vermehrten Wassereinlagerungen im Körper.,

Geschwollene Beine: Was hilft?

Da verschiedene Erkrankungen als  Ursache von Wasser in den Beinen in Frage kommen, muss der Arzt darüber entscheiden, wie das Problem zu behandeln ist – ob medikamentös, durch Kompressionsstrümpfe, Lymphdrainagen oder Einreibungen mit Schwellungen verringernden Salben. Bekannte Wirkstoffe, die es in Salbenform auch rezeptfrei in Apotheken zu kaufen gibt, sind die Blätter des roten Weinlaubs sowie Rosskastanien und Steinklee.

Um die Flüssigkeitsausscheidung anzuregen und das Wasser in den Beinen zu verringern, können auch Arzneitees mit entwässernder Wirkung hilfreich sein, wie sie von  Zubereitungen aus Brennnesseln, Birkenblättern, Schachtelhalm und Wacholderbeeren bekannt sind.

Als Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Wasser in den Beinen bzw. bei geschwollenen Beinen ist es ratsam, die Beine kalt abzuspritzen und hochzulagern. Nachts kann ein spezielles Venenkissen sehr nützlich sein.  Kalte Kompressen sind laut medikamente.onmeda.de vor allem bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe hilfreich, die sich aufgrund von Entzündungen gebildet haben.

Auch abwechselnde Anspannung und Entspannung der Beine und Füße durch gymnastische Bewegungen helfen, den Flüssigkeitsstau in den Beinen und Füßen aufzulösen und den venösen Rückfluss des Blutes zu unterstützten. Heilpraxisnet.de empfiehlt zudem eine vertiefe Bauchatmung bei Problemen mit Wasseransammlungen in den Beinen sowie das Erlernen von Yoga oder Feldenkrais-Übungen, die durch den Wechsel von Bewegungs- und Ruhephasen gekennzeichnet sind.

Schweren Beinen und geschwollenen Füßen vorbeugen

Um Wasseransammlungen im Beingewebe zu reduzieren, ist es nach Aussage der apotheken-umschau.de unerlässlich, die bekannten Risikofaktoren Alkohol und Rauchen zu meiden, da beide Substanzen Gift für die Gefäße sind. Zudem sollte vorhandenes Übergewicht abgebaut und die Ernährung so umgestellt werden, dass die Aufnahme von Fett und Kalorien reduziert wird.

Durch viel Bewegung im Alltag und regelmäßigen Sport wird nicht nur das Abnehmen erleichtert, sondern auch die Durchblutung der Beine verbessert. Da Wasser in den Beinen auch schwere Erkrankungen zur Ursache haben kann, ist es sinnvoll, mit dem Arzt die passende Sportart auszuwählen. Um Überlastungen zu vermeiden, könnten sich Betroffene auch speziell auf ihre Probleme zugeschnittenen Sportgruppen anschließen – etwa einer Herzsportgruppe.

Grundsätzlich ist es hilfreich, die Position der Beine tagsüber möglichst häufig zu verändern. Ein paar Schritte gehen, mit den Füßen kreisen oder die Zehen hochziehen und wieder fallen lassen, sind ganz einfache, aber wirkungsvolle Hilfsmittel, um Wasser in den Beinen vorzubeugen. Überdies können  kleine Pausen dazu genutzt werden, die Beine eine Weile hochzulagern, um den Rücktransport aus den Venen zu unterstützen. Achtung: Die Hochlagerung der Beine sollte bei Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen unterbleiben!

Eine weitere Möglichkeit, Wasser in den Beinen vorzubeugen, ist das Tragen von Stützstrümpfen bzw. individuell angepassten Kompressionstrümpfen.

 

Foto: © Valery Bareta - Fotolia.com

 

Fazit

  • Schwere Beine entstehen durch Ansammlungen von Blut in den Venen und Wasser im Gewebe, was sich durch Schwellungen bemerkbar macht.
  • Betroffen von Wasseransammlungen in den Beinen sind neben Schwangeren und Übergewichtigen auch Menschen, die sich wenig bewegen und kaum Sport treiben.
  • Wer häufig unter Wasser in den Beinen leidet, sollte sich ärztlich untersuchen lassen, damit mögliche Ursachen wie Herz- oder Niereninsuffizienzen behandelt werden können.
  • Als Soforthilfe bei schweren Beinen hilft es, die Beine hochzulagern und zu kühlen.
  • Vorbeugend können Kompressionsstrümpfe, gymnastische Übungen, der Abbau von Übergewicht und eine gesunde Lebensweise ohne Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss hilfreich sein.
 
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Kommentare

thaivita gefunden, allerdings hatte ich mit der Roskastanie Schwierigkeiten
also die Thaivitas habe ich ja im Netz gefunden, aber wie finde ich denn die Rosskastanie? Ist das ein Salbe?
Andreas aus der Schweiz
06 Oktober 2013 - 21:32
Orthosiphon thai vita Aristatus Katzenbart
Also wer sich diesen Namen ausgedacht hat, gehört verhaftet, aber die Wirkung von den Thaivitas ist sensationell. Bin richtig süchtig nach diesen Kräutern, hatte noch nie so schlanke Waden.;-) Super Tipp Barbara
Nelly
24 Juni 2013 - 11:43
Heilkräuter helfen
Hallo Barbara, habe Deinen Tipp mal ausprobiert und bin thai vita begeistert. Danke, da ist das Internet ein schon sehr nützlicher Helfer. VG
Johannes
12 Juni 2013 - 19:58
Wasser in den Beinen, Heilkräuter helfen
Das bekannteste Mittel ist sicherlich die Rosskastanie, die sowohl innerlich als auch äußerlich zur Anwendung kommt. Vor allem dem Wirkstoff Aescin, der aber nur in geringen Mengen enthalten ist, wird eine ödemhemmende Wirkung zugesprochen. Nun gibt es eine neue (seit 5000 Jahren in Asien bekannt) pflanzliche Wunderwaffe das Orthosiphon Aristatus Katzenbart Das thailändische Thai Vita Kraut Orthosiphon Aristatus thaivita Katzenbart vermag den Lymphfluss zu verbessern und regt den venösen Rückfluss an. Dadurch werden die Beschwerden wie Schweregefühl und Schwellungen in den Beinen pflanzlich gelindert. Die Wirkung von Orthosiphon Aristatus Katzenbart beruht auch auf einer vermehrten Harnausscheidung und einer damit verbundenen Verminderung von Wasser in den Beinen.
Barbara Weiling, Essen
17 Mai 2013 - 08:22

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