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24.06.2014 von Silvana Arndt

Vom Einzelgänger zum Mitläufer

Laufen in der Gruppe als Motivationsspritze

Vom Einzelgänger zum Mitläufer

Mal ehrlich – sind wir nicht alle kleine Misanthropen? Ständig spielen wir eine Rolle: auf Arbeit den braven Angestellten, Daheim den treusorgenden Partner, am Wochenende Muttis kleinen Liebling oder den Kummerkasten für die besten Freunde. Wann ist da noch Zeit für uns? Genau, beim Laufen!

Hier sind die Gedanken frei und jeder findet sein inneres Gleichgewicht. Wieso dieses also schon wieder durch andere Menschen stören? JoggenOnline hat sich ein wenig umgeschaut und hier einige Vorteile des Gruppentrainings für Euch zusammengetragen.

1. Gruppenlaufen macht den Anfang leichter

Gerade als Lauf-Neuling gibt es so viele Schwierigkeiten und Stolpersteine, die es zu nehmen gilt. Ein Laufpartner oder eine Gruppe kann hier jedoch helfen! Zum einen vertreibt die feste Verabredung zum Laufen bereits den inneren Schweinehund, wodurch der schwerste Schritt auf dem Weg zum Laufolymp bereits getan ist: Anfangen.

Zum anderen profitiert der Laufanfänger auch vom vielleicht schon etwas erfahreneren Mitläufer. Dieser kann helfen, das richtige Tempo zu finden, Tipps bei der geeigneten Läuferausstattung geben sowie auch schlicht fordern. Denn nicht umsonst werden bei Wettbewerben oft professionelle Zug-Läufer eingesetzt. Es pusht ungemein!

2. Die Gelegenheit zum Austausch

Sorgen und Nöte zu besprechen fällt vielen nicht zu leicht. Oft fehlt die Zeit, die Ruhe, die Gelegenheit. Beim Joggen sollte sich doch aber ohnehin in einem Tempo bewegt werden, bei dem ein gemütliches Schwätzchen möglich ist. Wieso diese Zeit nicht nutzen und sich den ganzen emotionalen Kram nicht nur von der Seele laufen, sondern auch sprechen.

Natürlich lässt sich auch Positives miteinander teilen oder neue Gemeinsamkeiten feststellen. Es ist ein Geben und Nehmen und lenkt so von der Tätigkeit selbst ab. Schwupp, sind plötzlich viel mehr Meter gelaufen als zuvor. Wieder einmal hat der Laufpartner einen beflügelt. Außerdem gibt es dadurch sicherlich neue Impulse für das tägliche Training. Warum nicht mal eine ganz andere Strecke laufen? Die Gruppe bringt mehr Abwechslung!

3. Fortgeschrittene sollten auch Gruppen nutzen

„Die anderen laufen mir zu langsam!“, ist sicherlich eine tiefsitzende Überlegung bei inzwischen schon erfahreneren Laufkollegen. Aber ein bewusst gedrosseltes Training hat auch seine Vorteile: Wann sonst wird sich Zeit für die Verfeinerung seines Laufstils genommen oder um sich zu üben, den Pulsschlag niedrig zu halten.

Grundsätzlich gilt die ungeschriebene Regel des Lauf-Kodex: Der langsamste Läufer der Gruppe bestimmt das Tempo, die schnelleren halten sich zurück. Das ist nur fair, denn jeder war einmal Anfänger und hatte sicherlich die Sorge, den Partner oder die Gruppe auszubremsen. Am nächsten Tag kann wieder losgesprintet werden!

Das Gruppentraining hat somit tatsächlich viele Vorteile. Es lohnt sich also, beim Laufen aus seinem Schneckenhaus herauszukommen – und sei es nur für einen Termin pro Woche. Denn irgendwann möchte wohl keiner mehr ständig reden oder sich selbst immer drosseln müssen. Irgendwann will jeder auch einfach nur loslaufen…

Noch mehr Infos zum Thema.

 

Quellen: runnersworld.de | netzathleten.de | abendzeitung-muenchen.de

Foto: © Tyler Olson - Fotolia.com

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