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11.10.2012 von Marcel Kollmar

Susanne Hahn

In London ist dabei sein alles

Susanne Hahn wurde am 23. April 1978 als Susanne Ritter im niedersächsischen Hildesheim geboren.

Seit 2005 startet die Langstreckenläuferin für den SV Schlau.com Saar 05, trainiert wird sie von dem Marathonläufer Frank Hahn, mit dem sie auch verheiratet ist und einen Sohn hat.

Neben Sport und Familie strebt die heute 34-Jährige eine Promotion im Fach Germanistik an – Fachbereich Historische Sprachwissenschaften. Die mehrfache Deutsche Meisterin kocht gerne und stellt auf ihrer Website neben den sportlichen Aspekten ihres Lebens auch Rezepte vor; ferner gibt es eine Rubrik, die der lateinischen Sprache gewidmet ist – natürlich in Verbindung mit dem Laufen.

Im Oktober 2010, während ihrer Babypause, berief der Deutsche Leichtathletik-Verband Hahn als Athletensprecherin ins Präsidium, im Jahr darauf wählte ihre Wahlheimat die 1,69 Meter große und 50 Kilo schwere Sportlerin zur Saar-Sportlerin des Jahres 2011.

Nationale Erfolge, international Durchbeißen

2005, mit 27 Jahren, begann Hahn, sich nachdrücklich auf der Deutschen Langläuferbühne bemerkbar zu machen, als sie mit einer Zeit von 1:14,15 Stunden den Halbmarathon in Bonn gewann und später auch den Bietigheimer Silvesterlauf für sich entscheiden konnte.

Im Jahr darauf ging es noch erfolgreicher weiter: neben einer neuen Bestzeit über die 10 Kilometer Straßenlauf holte sie im Crosslauf ihren ersten Deutschen Meistertitel, wurde in Rotterdam bei ihrem Marathon-Debüt mit einer Zeit von 2:32:,4 Stunden Vierte und qualifizierte sich für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Göteborg, wo sie als Vierzehnte über die Ziellinie lief.

Im folgenden Jahr verfehlte Susanne Hahn zwar knapp die Einzelnorm für die Weltmeisterschaften in Osaka, wurde von Deutschen Leichtathletik-Verband jedoch für das Marathon Team nominiert und errichte Platz 43. Wenig später wurde sie bei den Deutschen Meisterschaften Dritte im 10.000-Meter-Lauf. Beim Gutenberg-Marathon 2008 stellte sie mit 2:29,35 Stunden nicht nur eine neue persönliche Bestzeit sondern auch einen neuen Streckenrekord auf und holte den Deutschen Meistertitel.

Wie bereits bei den Weltmeisterschaften in Osaka waren auch bei den Olympischen Spielen in Peking Susanne Hahn und Melanie Kraus die einzigen deutschen Starterinnen im Marathon, nachdem wie zuvor ihre mit-nominierten Landsfrauen wegen Verletzungen absagen mussten. Aufgrund schwerer Magenbeschwerden ab Kilometer 25 kam Hahn auf den letzten 17 Kilometern nur noch mühsam voran und beendete den Wettkampf als Zweiundfünfzigste.

2009 gewann sie mehrere nationale Wettbewerbe, darunter die Deutsche Meisterschaft im 10-Kilometer-Straßenlauf, und belegte den 34. Platz bei den Weltmeisterschaften in Berlin. 2010 folge die Geburt Ihres Sohns Michael, 2011 nahm die junge Mutter ihre Karriere erfolgreich wieder auf, gewann unter anderem den Münchner Marathon, und schaffte frühzeitig die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele von London.

Susanne Hahn: Als Mitläuferin nach London

Die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele von 2012 hat Hahn geschafft, nun muss sie nur noch für das deutsche Team nominiert werden. Die Chancen hierfür stehen gut, denn sie ist neben den Dauerrivalinnen Sabrina Mockenhaupt und Irina Mikitenko, die sich ebenfalls bereits qualifiziert haben, eine der besten Langstreckenläuferinnen Deutschlands.

Eine Chance auf den Sieg rechnet sich keine von ihnen realistisch aus, doch wenn es um einen Medaillenrang geht, hat, gemessen an den bisherigen Erfolgen, Irina Mikitenko als fünftschnellste Läuferin aller Zeiten die besten Aussichten, zumal sie auch mit den Verhältnissen in London besonders gut zurecht kommt. Im Falle Hahns wäre realistisch eine Platzierung im Mittelfeld ein gutes Ergebnis, ein Rang unter den ersten Dreißig ein sehr gutes. Das Ziel, mit dem sie nach England reist, ist daher nicht der Sieg sondern das Erlebnis und eine Verbesserung ihrer bisherigen Platzierungen im internationalen Wettkampf.

Foto: (c) Eastfrisian | Wikipedia.org

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