
Jeder fünfte Unfall in Deutschland passiert beim Sport. Jährlich verletzen sich etwa zwei Millionen Menschen bei der Leibesertüchtigung, Tendenz steigend.
Man unterscheidet zwischen endogenen (ohne äußere Einflüsse zugezogenen) und exogenen (z.B. durch den Gegner verursachten) Sportverletzungen. Je nach Belastung und Risiko häufen sich in bestimmten Sportarten bestimmte Verletzungen.
Bei der Deutschen liebster Mannschaftssportart, dem Fußball, treten neben harmlosen Verletzungen wie Prellungen, Schürf- oder Platzwunden, vor allem Muskelzerrungen oder –faserrisse auf. Auch das Knie ist bei diesem Ballsport stark gefährdet, da es häufig ausgeprägte Drehbewegungen aushalten muss. Meniskus- und Kreuzbandrisse sind daher häufige Fußballverletzungen. Durch Kollisionen mit dem Ball oder den anderen Spielern kann es außerdem leicht zu Verletzungen im Gesichtsbereich kommen – neben schmerzhaften Nasen- und Jochbeinbrüchen treten besonders häufig Augenprellungen auf. Durch Stürze sind auch Arm-, Schulter- und Sprunggelenksverletzungen möglich.
Laufverletzungen oft durch Überlastung
Aber auch im Laufsport kann es zu verschiedenen Verletzungen kommen. Sie entstehen häufig dadurch, dass die eigene Kondition überschätzt und die Muskulatur überlastet wird. Besonders oft leiden Läufer daher unter Muskel- und Sehnenverletzungen, sowie Gelenkbeschwerden.
Läufer laufen besonders im unebenen Gelände oder bei Ermüdung Gefahr, umzuknicken und sich am Sprunggelenk zu verletzen. Bänderüberdehnungen oder schlimmstenfalls ein Bruch des Außengelenks sind die Folge. Häufig ist auch das sogenannte „Runner’s Knee“, das Knieschmerzen durch Knorpelschädigung der Kniescheibe und ihres Gleitlagers auf dem Oberschenkel, sowie eine lokale Entzündung als Ursache haben kann. Beim Joggen ebenfalls häufige Muskelzerrungen und –faserrisse entstehen oft durch Ermüdung und nicht aufgewärmte Muskulatur. Seltener kommen Ermüdungsbrüche im Mittelfuß vor, sie entstehen meist durch zu hartes Training, zum Beispiel vor einem Wettkampf.
Um Laufverletzungen zu vermeiden, sollten die Muskeln stets aufgewärmt und das Trainingsprogramm an die eigene Leistungsfähigkeit angepasst werden. Auch auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte immer geachtet werden, da es sonst zu Erschöpfungszuständen oder sogar einem Kollaps kommen kann.
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