2 Kommentare
11.10.2012 von

Lauferlebnisse: Spontaner Ultra-Lauf

Meine Laufeindrücke eines geplanten 30km-Laufs, mit dem Ende eines kleinen Ultras

Du wachst auf, gehst arbeiten und hast einen normalen Tag.
Die Laune fällt, alles läuft schief! 
Du denkst "What a ... day". 
Du nimmst dir vor zu laufen um abzuschalten.
Du machst Feierabend, fährst nach Hause und steckst dir ein Ziel.

30km sollen es sein, ein bisschen mehr als sonst, um Aggressionen abzubauen.
Du ziehst deine Laufkleidung und die Running-Schuhe an.
Steckst Dir die Ohrhörer deines Ipods ins Ohr und es passiert - 
Du spürst deine Sohlen auf dem Apshalt.
Du fühlst den Rhythmus und läufst los.
Die Welt um Dich herum verschwimmt, 
Deine Gedanken gehen ins Leere.
Der Beat bringt dich mit Leichtigkeit voran.
Kilometer zehn, du lächelst, du wirst Eins mit dem Beat und deinem Puls.
Das Gefühl, dass dich nichts bremsen kann, wächst. 
Du vergisst die Zeit und den geplanten U-Turn bei Kilometer 15.
Bei Kilometer 20: Alles unverändert. Autofahrer und Fußgänger wundern sich über dein Lächeln und wie du relaxt mit Armen und Händen dem Beat deiner Musik folgst.
Kilometer 21, Du merkst das dein Equipment den Schweiß nicht mehr abtransportiert. 
Es wird frisch! Du schaust auf Dein Nike+ GPS und siehst: Du bist weit über den geplanten Kilometern.
Schnell ein Foto, irgendwo, um die Welt daran teilhaben zu lassen, 
dass dir an diesem Tag, die 30km NICHT reichen können und werden. 
Danke Facebook, auch wenn es nur wenige interessiert.
Die Pause für ein Bild tut nicht gut!
Egal, es sind nicht deine ersten 42,195km, die Du nun beschlossen hast, anzustreben. 
Lediglich die Vorbereitung fehlt, aber gut, was soll passieren? Dein Herz? Deine Knochen? 
Zu spät, du bist schon zu weit gelaufen um normal zu denken.
Du läufst zurück, bei Kilometer 30 beginnt dein Equipment schwerer zu werden. 
Der Rücken und die Schultern beginnen leicht zu schmerzen.
Das Gefühl, nicht besiegbar zu sein, schwindet.
Kilometer 35: Du fängst an zu denken, hörst den Beat nicht mehr!
Gedanken schießen dir in den Kopf: "War der Tag so ....." um dir diese Schmerzen anzutun? 
Kilometer 37: Du versuchst zwanghaft, die Gedanken einzustellen. 
Entscheidest Dich zu dem Entschluss "Alles war fair, alles ist OK."
Du findest wieder deinen Lauf, aber die Schmerzen werden immer erdrückender.
Kilometer 40: Erneut kommende Gedanken, du erinnerst dich an ein heutiges Facebook Posting, in dem steht: 30 Km sind mir heute zu wenig, bei 40 km wäre ich dabei.
Du musst Dich entscheiden: Lachst Du nun über das Posting oder weinst Du?
Kilometer 41: Tränen laufen dir herunter, du bist platt! 
Noch ein paar Meter und du hast die volle Distanz.

Kilometer 43,62. 
Too much, du hörst auf zu laufen. 
Du weinst.
Alles tut weh. 
Gefühle überrennen Dich.

Du bist oben, im Runners High.
Du brauchst 20 Minuten um dich zu finden und hoffst, dass die Schmerzen nachlassen.
Die Glückshormone kommen hervor, in der Badewanne sammelst du dich und denkst:
What the hell... Was hast Du getan? 
Läufst einen kleinen Ultra-Lauf und warum? Weil Dein Tag ... war?
Ja, genau deswegen! Und nachdem die Schmerzen abklingen, kommen die Glückshormone 
und die Welt sieht temporär anders aus.

Andere nehmen Drogen,
Andere Alkohol,
Andere laufen sich High.

Ich möchte dennoch nicht beurteilen was davon die beste Art ist.
Es sind einfach nur andere Arten um an einen Punkt zu kommen.

Das waren ein paar Eindrücke des heutigen Laufs.

LG, Frank
 

"Pain is temporary - pride is forever." 
(Dave Scott)

 

Copyright: Frank Hoffecker

Noch keine Bewertungen vorhanden
Weitere Artikel


Kommentare

Array

3fg1q83q
wh0cd293025 <a href=http://retina.fashion/>retin a</a> <a href=http://buy-prednisolone.site/>prednisolone</a> <a href=http://buybentyl.webcam/>bentyl</a> <a href=http://retinaa.site/>where can i buy retin a</a> <a href=http://advaironline.link/>advair</a> <a href=http://buyatarax-365.top/>atarax pills</a> <a href=http://mobicmedication.site/>mobic</a> <a href=http://orderviagraonline.us/>can you order viagra online</a>
Caseydup
31 Januar 2017 - 23:30
Oh Man
Bitte, bitte liebe Leser, macht so einen Unsinn niemals nach! Das hat mit Sport nichts zu tun. Es wäre schön wenn dieser verantwortungslose Beitrag schnellstens hier verschwindet.
Sven Bauer
22 Februar 2013 - 17:22

Kommentar abgeben

CAPTCHA
Bitte geben Sie die angezeigten Zeichen in das Feld unten ein. (Groß- und Kleinschreibung wird nicht beachtet)
 

2 Kommentare