App’s, die Kurzform von Applications, sind Anwendungsprogramme für Smartphones. Der Gedanke hinter einer App ist, dass für viele Tätigkeiten wie Kochen, Navigieren oder Nachrichten lesen ein spezielles Programm zur Verfügung steht, das individuelle Leistungen erbringt, die das Smartphone sonst nicht leisten kann.
Schon auf den älteren Handys waren zum Beispiel Kalender gespeichert, die per Definition auch als Apps gelten. Die Anzahl der Applications geht inzwischen in die Millionenhöhe.
Laufapps sollen also dem Sportler helfen sein Hobby besser oder effizienter ausführen zu können. Viele von ihnen bieten statistische Aufzeichnungen, Karten oder Trainingsprogramme, die individuell auf den Nutzer zugeschnitten werden können. In unserem Test wollen wir die wichtigsten Apps vorstellen, die Funktionen erklären und ein Urteil abgeben.
Was Lauf-Apps leisten können
Viele Läufer greifen heutzutage auf Apps zurück, die gegenüber den herkömmlichen Aufzeichnungsmethoden einige Vorteile bieten. Sie sind leicht zu speichern, immer einsehbar und bieten durch anschauliche Grafiken und wissenschaftlich fundierte Messungen einen genauen Überblick. Durch die Verknüpfung mit dem Smartphone kann der Läufer seine Daten teilen und hat durch den Vergleich mit Freunden nicht nur einen neuen Ansporn, sondern auch eine einfache Vergleichsmöglichkeit. Viele Apps in unserem Test können allerdings viel mehr als das bloße Aufzeichnen von Geschwindigkeit, Strecke oder das navigieren mit einer Karte.
Integrierte Musikplayer, das Einbinden von Fotos, das Führen von Lauftagebücher sind nur einige Funktionen, die Lauf-Apps mit sich bringen. Apps kosten selten mehr als 5 Euro, manche wie runtastic sind auch in der kostenlosen Version eine absolute Bereicherung für den täglichen Trainings- oder Wettkampflauf. Doch Apps bringen auch einige Probleme mit sich: Zum einen sind die sie auf das GPS Signal angewiesen, das nicht immer gefunden werden kann. Fehler- oder lückenhafte Statistiken sind die Folge. Zum anderen und das ist das Hauptproblem, muss der Läufer immer ein Smartphone mit sich führen, das durch sein Gewicht und die entstehenden Bewegungen beim Laufen von vielen nur ungern in der Tasche getragen wird. Eine Pulsuhr bringt diesen Nachteil nicht mit sich, kostet aber auch ein Vielfaches.
Für wen sind Apps geeignet?
Die Apps richten sich eigentlich an all die, die ihren Lauf aufzeichnen möchten und nicht nur einfach locker loslaufen möchte. Wer sein Training aber mit der Zeit etwas ambitionierter angehen möchte, der wird um Themen wie Zeit und Geschwindigkeit nicht herumkommen, da sie elementarer Teil der Trainingslehre sind. Apps sprechen Neulinge und ambitionierte also gleichermaßen an, besonders da die einzig wirkliche Voraussetzung der Besitz eines Smartphones ist.
Unser Testverfahren
Wir möchten gleich klarstellen, dass Dinge wie die Qualität von Design und auch Menüführung natürlich im Auge des Betrachters liegen. Im Zweifelsfall heißt es hier: ausprobieren, zumindest bei den kostenlosen Apps. Unsere Läufer sind geübte Smartphone-User, die nicht zum ersten Mal mit einer Laufapp unterwegs sind, deshalb können auch bei Selbstverständnis mancher Menüpunkte ihre Eindrücke abweichen.
Dennoch lassen sich problemlos allgemein gültige Parameter wie Preis, Funktionsumfang und Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Geräten finden. Unsere Tester sind mit den Apps laufen gegangen und haben eine Auswertung am Computer oder Smartphone vorgenommen. Nach dem Abarbeiten des Kriterienkatalogs hat uns natürlich besonders interessiert wie genau die Messungen waren und ob während der Läufe alles funktioniert hat.
Ergebnisse des Tests
Runtastic heißt der Sieger unseres großen Joggen Online App Tests. Die App aus Österreich überzeugt durch ihre hohe Nutzerfreundlichkeit und das klare Design. Dahinter reihen sich Nike+Gps, Runkeeper, Runmeter, SportsTracker Pro, Endomondo und adidas miCoach ein, die alle ebenfalls empfehlenswert sind. Insgesamt waren alle Apps mindestens befriedigend, so dass die hinteren Pätze mit Sports Tracker und Runstar immer noch eine akzeptable Qualität bieten. Die App GPSMotionX hat uns sehr gut gefallen, allerdings nicht wegen ihrer Tracking-Möglichkeiten, sondern da sie besonders für Trailrunner einige Vorzüge bietet. Wir haben GPSMotionX deshalb ein wenig anders gewertet.
Unsere Redaktion haben die durchweg guten Ergebnisse sehr gefreut, da Apps eine kostengünstige Alternative darstellen, um sein Training zu verbessern. Alle Apps bieten die wichtigsten Funktionen für Sportler, wie das Tracken von Zeit und Strecke oder eine Kartenfunktion. Manche Apps lösen die Basisfunktionen mit einer kostenlosen Version, die schon Einiges an Trainingsmöglichkeiten bietet. Auch das hat uns sehr gefallen, denn hier beweisen die Hersteller, dass der Läufer nicht immer Geld für ein gutes Programm ausgeben muss.
Auch die Nutzerfreundlicheit und das Design haben uns in den meisten Fällen überzeugt, besonders runtastic stach hier hervor. Bis auf Nike fehlte bei allen Apps allerdings ein vernünftiges Tutorial. Entweder die Beschreibungen waren unverständlich oder fast ohne Ton (Sports Tracker Pro). Hier wäre eine integrierte "Führung" durch die App wünschenswert. Sollte ein neuer Hersteller den Sprung zu den Tracking-Apps wagen, werden wir davon selbstverständlich berichten.
Hier eine Übersicht der einzelnen Apps aus dem Test mit ihren Funktionen, einfach drauf klicken, dann öffnet sich die Tabelle:

Kommentare
Kommentar abgeben