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16.08.2012 von

Otto Hurler im Interview - Geschäftsführer RUNNERS POINT

RUNNERS POINT - Läufers-Liebling

Otto Hurler

Ein Laufschuhkauf ist für einen Läufer ein immer spannendes und (meistens auch) freudiges Ereignis. Ein durchschnittlicher Läufer kauft dabei ein bis zweimal im Jahr neue Laufschuhe und kennt seine Vorlieben, seine Anforderungen und auch seine Macken.

Neben den Vollsortimentern wie Karstadt-Sport oder SportScheck hat sich RUNNERS POINT besonders uns Läufern zugewandt und überzeugt durch eine breite Angebotspalette an Laufschuhen und Marken. Der 1984 gegrünete Filialfachhändler, damals noch als Karstadt-Tochter, kommt bei den Laufschuhen auf einen beeindruckenden Marktanteil von 20%, betreibt heute ca. 164 Filialen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden und seit 2003 auch einen eigenen Online-Shop. Die Recklinghausener machten dabei 2009 einen Umsatz von 139 Mio. Euro und beschäftigten insgesamt rund 1.300 Mitarbeiter.

Wir freuen uns auf Joggen-Online.de ein Interview mit einem der Geschäftsführer, Otto Hurler, präsentieren zu können und sprechen über RUNNERS POINT, Laufschuhe und den Online Shop als zusätzlichen Vertriebskanal. 

Otto Hurler (Jahrgang 1956) ist Läufer aus Leidenschaft und dies nicht nur berufsbedingt. Seit 1991 läuft er regelmäßig und schreckt dabei auch nicht vor einem Marathon zurück. Den ersten Marathon lief Otto Hurler dann auch direkt 1991 in New York. Inzwischen kommt der Geschäftsführer auf 20 absolvierte Marathonläufe, von denen er die meisten unter 4:00 Stunden beendete. Seine aktuelle Bestzeit liegt bei 3:42 Stunden (Midnight Sun Marathon in Tromsø / Norwegen).

Auf die Frage nach der Motivation zum regelmäßigen Lauftraining nennt der Chef der bekanntesten Laufgeschäftskette Deutschland: „Als Läufer fühle ich mich kompletter und so laufe ich auch abseits der Marathonvorbereitung wöchentlich mindestens zwei- bis dreimal pro Woche. Und wer läuft, ist auch geistig fitter“.

Joggen-Online.de: Wer sind Sie und was machen Sie?

Otto Hurler: Ich bin einer von 2 Geschäftsführern der RUNNERS POINT Warenhandelsgesellschaft und verantworte den so genannten operativen Bereich. Das sind Themenfelder wie Einkauf, Vertrieb und Marketing, die im direkten Kontakt zu unseren Kunden stehen.

Wie kam die Idee auf zu einem klassischen Ladengeschäft auch einen Online Shop zu entwickeln? 

Wir hatten bereits einen RUNNERS POINT Bestellkatalog, und im Versandhandel gute Erfahrungen gesammelt. Um unseren Kunden aber einen noch besseren Home-Service bieten und konkurrenzfähig bleiben zu können, war die Einrichtung eines Online-Shops im Jahr 2003 sozusagen nur noch einen Klick entfernt, also eigentlich eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Versandkatalogs.

Wird der Online Shop als eine Ergänzung oder eine Konkurrenz zu den Ladengeschäften gesehen?

Wir leben bei RUNNERS POINT den Multi-Channel-Gedanken! Das heißt, wir wollen unseren Kunden den bestmöglichen Service bieten und auf allen Kanälen erreichbar sein. Unser stärkster „Kanal“ in Sachen Beratung sind unsere Filialen. Um den Kunden, der außerhalb der Geschäftszeiten auf unser Angebot zurückgreifen möchte abholen zu können, haben wir einen weiteren wichtigen Kanal: den Online-Shop. Hier kann der Kunde sich informieren und stöbern, ohne auf Öffnungszeiten angewiesen zu sein.  D.h. unser On- und Offlinegeschäft profitiert voneinander, weil wir so die Marke RUNNERS POINT stärken und immer für den Kunden präsent sind.

Ein Laufschuh ist ja immer eine individuelle Angelegenheit und die Größen schwanken zwischen den Herstellern – wie kann dies über einen Online Shop abgefangen werden? Welche Wege geht hier Runners Point um auch kritische Kunden zu überzeugen?

Selbstverständlich können wir einen umfassende Laufschuhberatung nur in unseren Filialen vor Ort leisten. Alle Filialen sind dazu mit Laufbändern und digitalen Analysetools ausgestattet und unsere Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im Online-Shop optimieren wir unsere Beratung ständig. Produktvideos und Größenangaben mit cm-Hinweis sind zwei Beratungstools, die dem Kunden bei der Schuhauswahl helfen. Ab September werden wir eine ganz neue interaktive Beratungssoftware in unseren Online-Shop einbinden. Trotz allem gilt: Die beste Beratung gibt’s in den Filialen.

Gibt es Unterschiede im Kaufverhalten online- und offline? Wird im Online Shop eher die Laufbekleidung als Laufschuhe gekauft?

Wir verkaufen über den Online-Shop mehr Laufschuhe, d.h. hier deckt sich das Kaufverhalten mit unserem stationären Handel. Das liegt daran, dass bei vielen Läufern die Vorteile von atmungsaktiver Laufbekleidung gegenüber der „guten alten Baumwoll-Shirts“ noch nicht so bekannt sind. Aber auch hier beobachten wir einen Aufwärtstrend.

Informieren sich die Kunden offline und kaufen online?

Das kann ich nicht sagen, da wir hier keine gesicherten Umfragedaten haben. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass sich viele Kunden online informieren und dann offline kaufen.

Was raten Sie Kunden, die noch nie Ihre Laufausrüstung online gekauft haben und nun kaufen möchten?

Sie sollten sich auf jeden Fall genug Zeit nehmen für ihre Shoppingtour im www. Um online ein zufrieden stellendes Einkaufsergebnis zu erzielen, sollten sie da kaufen, wo die Produkte gut erklärt sind und es eine große Auswahl gibt, damit sie auch vergleichen können. In unserem Onlineshop haben wir z.B. Produktvideos, in denen die einzelnen Features der Laufschuhe oder der Laufbekleidung leicht verständlich erklärt werden. Außerdem sollte es einen guten Kundenservice geben, möglichst auch eine Hotline, an die man sich telefonisch oder per Mail wenden kann. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, bei bekannten und gut eingeführten Einzelhändlern zu kaufen, die auch über stationäre Shops verfügen. Hier ist es für Kunden einfacher, sich zusätzlichen Rat zu holen oder Reklamationen kundenfreundlich abzuwickeln.

Was sind Ihrer Meinung nach die großen Trends 2011 / 2012?

Ein großes Thema schon in diesem Jahr sind die Minimalschuhe. Die meisten großen Hersteller haben dieses Jahr ihre Minimalschuhe auf den Markt gebracht und wir verzeichnen hier ein großes Interesse bei den Läufern. Bei der Laufbekleidung liegen die Reflektoroptik und die Optimierung des Klimamanagements im Trend. Das ist schon in der Herbst/Winterkollektion 2011/2012 deutlich zu beobachten. Minimal-Laufschuhe

Laut unserer Umfrage ist Asics die beliebteste Laufschuhmarke, deckt sich dies mit Ihren Erfahrungen?

Ja, das kann ich unterschreiben. Allerdings sind die anderen Hersteller, wie beispielsweise Nike, Adidas oder Brooks, qualitativ gleichwertig und haben auch viele „Fans“.&

Und zum Schluss unsere Frage: In welchen Laufschuhen laufen Sie? 

Wie es sich für einen Geschäftsführer des führenden Laufschuhhändlers in Deutschland gehört, habe ich Laufschuhe eigentlich aller relevanten Marken im Schrank und benutze diese auch - sowohl abwechselnd als auch regelmäßig. Meine aktuellen Favoriten sind der Nimbus von ASICS, der Glycerin Brooks und der NIKE Free 3.0, den ich für kürzere Läufe zur Kräftigung der Bänder einstreue!

Wir bedanken uns für das sehr nette Gespräch.

Foto: (c) Runnerspoint.de; NewBalance.de; Adidas.de; Nike.de

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