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15.05.2014 von Jennifer Albrecht

10 Jogging-Mythen

Wir räumen Fehlannahmen vom Tisch

10 Jogging-Mythen

Wer mit dem Joggen beginnt und auch wer dem Laufsport schon länger nachgeht, der wird des Öfteren mit klugen Ratschlägen und Annahmen konfrontiert. Während viele durchaus korrekt sind, haben sich diverse Mythen eingeschlichen, die gar nicht stimmen.

Morgens laufen wir besser, teure Laufschuhe sind immer besser als billige aus dem Supermarkt, Jogger leben länger und es gibt noch genügend mehr. Doch was davon stimmt wirklich und was nicht? Wir haben uns ein paar Mythen zur Brust genommen und recherchiert, ob sie wirklich stimmen.

1. Nur teure Schuhe sind gute Schuhe

Falsch. Was ein Schuh leisten kann – was häufig vom Preis abhängig ist – wird überschätzt. Um was es am Ende doch vor allem geht, ist, ob der Schuh passt und wir beim Laufen ein gutes Gefühl haben. Natürlich ist die Passform von hochwertig produzierten Laufschuhen häufig besonders gut. Das bedeutet jedoch nicht, dass da nicht auch Supermarktmodelle mithalten können.

Aber: Wer auf Pronationsstützen angewiesen ist, sollte dennoch eher zu Marken greifen. Auf Pronierer nehmen die Modelle aus dem Supermarkt leider selten Rücksicht.

2. Erst der medizinische Check, dann das Lauftraining

Teilweise korrekt. Während sich junge Menschen nicht zwingend durchchecken lassen müssen, bevor sie mit dem Joggen beginnen, sieht das bei Menschen über 35 anders aus. Ab diesem Alter zählen angehende Läufer als alte Sportler – ein großer Check inklusive Belastungs-EKG ist da wichtig. So beugen Sie einem plötzlichen Herztod oder einem Herzinfarkt vor.

Auch jüngere Menschen mit starkem Übergewicht sollten sich vorher durchchecken lassen und nicht sofort mit dem Joggen beginnen, sondern zunächst walken.

3. Vor dem Laufen unbedingt Stretchen

Falsch. Wer sein Lauftraining mit langsamem Tempo beginnt und sich dadurch warmläuft, hat ebenfalls ein sehr geringes Verletzungsrisiko. Ein zusätzliches Stretching ist da im Vorfeld unnötig. Nach dem Training sieht das allerdings anders aus: Um die beanspruchten Muskeln etwas zu dehnen, sollte in kurzes Cool-Down-Programm durchgeführt werden.

4. Erst ab 30 Minuten Training wird Fett verbrannt

Falsch. Tatsächlich wird ab dem ersten Schritt Fett verbrannt, denn der Körper greift sofort auf seine Energiespeicher zurück. Optimal läuft die Fettverbrennung allerdings erst, wenn wir uns warm gelaufen haben – also nach etwa 20 bis 30 Minuten.

5. Magnesium – die Wunderwaffe gegen Krämpfe

Falsch. 400 bis 600mg wären nötig, bis wir die Wirkung des Magnesiums spüren würden – gleichzeitig würden wir allerdings Durchfall bekommen. Grund für Krämpfe sind lokale Elektrolytmängel. Statt Magnesium zu nehmen, ist es daher sinnvoller den Elektrolythaushalt mit Hilfe von Elektrolytgetränken aufzubessern oder mit etwas Salz versetzte Saftschorlen zu trinken. Reines Wasser sollte jedoch gemieden werden, denn das verdünnt das Blut und lässt damit auch die Elektrolytkonzentration weiter fallen.

6. Jogger leben länger

Stimmt! Studien haben bereits gezeigt, dass sportliche Menschen länger leben. Das Herz ist ein Muskel, der wie jeder andere auch trainiert werden kann. Regelmäßige sportliche Betätigung – auch im höheren Alter – hat einen positiven Einfluss auf den Bluthochdruck und auf das Gewicht.

7. Laufen schadet dem Rücken

Falsch. Laufen ist ein Ganzkörper-Training, das sich auch auf die Rumpf- und Rückenmuskulatur positiv auswirkt. Entsprechend haben Läufer sogar weniger Rückenschmerzen als jene, die sich sportlich nicht betätigen.

8. Sex vor dem Sport ist tabu

Teils teils. Während Frauen nach dem Sex von einem erhöhten Testosteron-Spiegel profitieren, der ihre Leistungsfähigkeit steigert, sieht das bei Männern anders aus. Dort verhält es sich mit dem Testosteron-Spiegel genau umgekehrt: Nach dem Sex ist dieser gesunken. Das führt dazu, das männliche Läufer nach dem Sex weniger leistungsfähig sind.

9. Morgens laufen ist besser als abends

Hier gibt es kein klares Richtig oder Falsch. Wer wann läuft, ist von Läufer zu Läufer unterschiedlich – manche haben bereits morgens die Energie auf nüchternen Magen zu laufen. Andere bevorzugen es, abends zu laufen, wenn ihre Muskeln bereits warm sind.

10. Seitenstechen kommt vom Sprechen beim Laufen

Wer kennt das nicht aus dem Sportunterricht: Wann immer wir bei Dauerläufen Seitenstechen bekommen haben, schob es der Lehrer auf das Reden beim Laufen. Dabei wird gerade Joggern empfohlen, nur so schnell zu laufen, wie sie sich komfortabel unterhalten können. Mittlerweile wissen Wissenschaftler auch, dass Seitenstechen mit einer Unterversorgung von Sauerstoff zu tun haben, aufgrund derer sich das Zwerchfell verkrampft. 

 

Quellen: Focus.de | jogging-portal.com | srf.ch

Foto: © Rido - Fotolia.com

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Kommentare

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Laufen mit Motivation
Ich bin zwar etwas faul aber ich konnte mich zum Glück zum laufen motivieren. Ich habe mir von Anfang an also als Neuling ne neue Smartwatch zugelegt https://www.messeblick.tv/2017/ispo/polar-sport-smartwatch-m600.html hier gibts dazu nen ausführlichen Bericht mit der Hoffnung dass sie mich unheimlich motivieren würde wenn ich sehe wieviel Prozent meines Tagesvolumens ich geschafft habe, bzw. überboten habe. Also auch wenns ein Scheiß ist aber so ein technisches gimmick kann dir den ERfolg versüßen. Und ich laufe seitdem immer mal wieder, da ist es egal wann ich laufe oder ob ich 2 mal und dafür kürzer laufe, alles was zählt ist doch die Bewegung an sich. Also so denke ich
Marlene A.
28 Mai 2017 - 14:11

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